Full text : Das große königlich preußische Wappen.

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.  ist  nicht  uninteressam,  zu  verfolgen,  welchen  Veränderungen  das  königl.  preussische

Weappen  unter  der  Regierung  unseres  jetzigen  Monarchen  unterworfen  gewesen  ist.  In
dem  von  Stillfried  herausgegebenen  Werke  über  das  preussische  Wappen  finden  wir  eine  Zusammenstellung
  der  Sämmtlichen  Wappen  seit  Friedrich  I.;  auf  diese  Schrift  sei  hiermit  von
Neuem  verwiesen.

Unter  Friedrich  Wilbelm  III.  erschien  im  Jahre  1817  ein  neues  vervollständigtes  Wappen.
Dasselbe  blieb  unverändert  bis  1864,  wo  durch  Cabinetsordre  Sr.  Majestät  vom  11.  Januar  die
Veränderung  des  Wappens  angecrdnet  wurde.

In  Folge  dessen  wurden  entfemt  die  Wappenschilder:

1.  Wegen  der  Grafschaft  Glatz  (welche  nur  4.  Wegen  der  nassauischen  Lande;
im  Titel  beibehalten  blieb);:  5.  Wegen  der  Grafschaft  Sayn;

2.  Wegen  des  Herzogthums  Genf;  6.  Wegen  der  Grafschaft  Barby.

3.  Wegen  der  Familie  Chalons;

Dafür  wurden  aufgenommen  die  Schilder:

1.  Wegen  der  Grafschaft  Mansfeld;  4.  Wegen  des  Herzogthums  Lauenburg  mit
2.  Wegen  der  Grafschaft  Sigmaringen;  Bütow,  Haigerloch  und  Werstein  in
3.  Wegen  der  Grafschaft  Veringen;  einem  Felde.
Bei  Zusammenstellung  des  neuen  Wappens  im  Jahre  1873  wurden  entfernt:

1.  Das  Herzogthum  Stettin,  (ein  goldge-  gewöhnliches  und  ein  Andreaskreuz  von

krönter,  goldbewehrter,  rother  Greif  in  Silber)

blauem  PFelde);  S.  Die  Grafschaft  Ruppin,  (ein  silberner  Adler
2.  Das  Fürstenthum  Neuenburg,  (ein  rother,  in  rothem  Felde);

mit  drei  silbernen  Sparren  belegter  Pfahl);:  9.  Die  Grafschaft  Schwerin,  (ein  von  Roth
3.  Das  Fürstenthum  Wenden,  (ein  goldener  und  Gold  dquergetheilter  Schilch;

Greif  in  blauem  Feldej);  10.  Die  Grafschaft  Arnsberg,  (ein  silberner
4.  Das  Fürstenthum  Schwerin,  (ein  querge-  Adler  in  blauem  Felde);

theiltes  Feld,  oben  blau  mit  einem  gol-  Die  Herrschaft  Stargard,  (in  rothem  Felde
denem  Greifen,  unten  roth  mit  silberner  ein  aus  dem  linken  Schildesrand  aus

Einfassung);  einer  silbernen  Wolke  hervorgehender,
5.  Das  Fürstenthum  Ratzeburg,  (ein  silbermes,  in  Silber  geharnischter  Arm,  welcher
schwebendes  Kreuz  in  rothem  Felde);  einen  goldenen  Ring,  in  dem  ein  Edel-6.
  Das  Fürstenthum  Eichsfeld,  (ein  rother,  stein  gefasst  ist,  in  der  Hand  trägt);
goldbewehrter  Adler  in  silbemem  Felde,  12.  Die  Herrschaft  Rostock,.  (ein  rechts  geder
  das  silberne  Rad  mit  vier  Speichen  kehrter,  schwarzer  Büffelkopf  mit  rother
auf  der  Brust  trägt);  Krone,  ausgeschlagener  rother  Zunge  und
7.  Das  Fürstenthum  Erfurt,  (in  rothem  Felde  silbernen  Hörnern  in  goldenem  Felde).

ein  Silberner  Zirkel  und  in  diesem  ein

Endlich  wurden  aus  dem  einen  Wappenschilde,  welcher  Lauenburg,  Bütow,  Haigerloch

und  Werstein  umfasste  und  erst  1864  aufgenommen  wurde,  letztere  drei  Herrschaften  entfferm.

Neu  hinzugekommen  sind  als  Wappenschilder  in  das  königl.  preussische  Wappen  ausser

der  Grafschaft  Glatz,  welche  im  Wappen  von  1864  tfehlte,  aber  1817  schon  ihren  Schild  hatte:

Lüneburg,  Holstein,  Schleswig,  Bremen,  Hessen,  Ost-Friesland,  Osnabrück,  Hüdesheim,
Verden,  Fulda,  Nassau,  Frankfurt  a.  Main.

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