350 Versammlungsbericht.
Vorsitzender: Herr Regierungsrat Dr. v. Dultzig als Vertreter
des Herrn Oberpräsidenten der t—“* ’“ hat das Wort.
Herr Regierungsrat Dr. v. Dultzig, Koblen
Hochansehnliche Versammlung! Erxzellenz! Sehre berehrte Damen
und Herren!
Die Grüße der Staatsregierung hat zwar soeben schon Herr
Regierungspräsident Kruse überbracht. Seine Exzellenz, der Herr
Oberpräsident Freiherr v. Rheinbaben hat mich aber beauftragt, dieser
Versammlung angesichts der großen Anteilnahme, die er ihr entgegenbrachte,
auch noch seinen persönlichen Gruß zu übermitteln und
seine besten Wünsche für das Gelingen der heutigen Tagung noch
besonders auszusprechen.
Meine verehrten Damen und Herren! Ihre Geschichte ist ja an
sich nicht gerade jung, aber sie ist noch verhältnismäßig jung als
Zentralstelle für Volkswohlfahrt. Immerhin sind Sie auch hier bei
einem gewissen Abschluß angelangt. Denn es ist heute Ihre Fünfte
Jakreskonfereno als Zentralstelle für „Volkswohlfahrt“, und Sie
blicken deshalb auch in diesem erweiterten Wirkungzkreise bente auf
ein Lustrum segensreicher Tätigkeit zurück. Es hieße jedoch Eulen
nach Athen tragen, wenn ich nun in dieser Versammlung von Damen
und Herren, die schon so lange in der Arbeit stehen und wissen, was
auch die Zentralstelle für „Volkswohlfahrt“ schon getan hat, Ihre
Leistungen noch einmal meinerseits rückblickend preisen wollte. Aber
das darf ich doch aussprechen, daß die Staatsregierung und vor allem
der Herr Oberpräsident der Rheinprovinz diese Leistungen gar nicht
hoch genug bewertet und bewerten kann. Der Herr Oberpräsident
bringt ja allen Wohlfahrtsbestrebungen ein besoneres Interesse entgegen
und ist stolz darauf, an der Spitze dieser Provinz zu stehen,
wo die Förderung der Volkswohlfahrt einen derartig hohen Stand
erreicht hat, wo gemeinnützige Vereine auf allen Gebieten vorbildlich
wirken, wo insbesondere auch die Zentralstelle sich erst jüngst veranlaßt
gesehen hat, die Maßnahmen der Provinz für Heilung und
Pflege der Schwertuberkulösen allen anderen Teilen des deutschen
Vaterlandes zur Nachahmung zu empfehlen. Gerade hierfür glaube
ich noch den besonderen Dank des Herrn Oberpräsidenten aussprechen
zu sollen. Und wenn dann die Teilnehmer der heutigen Tagung
von den Besichtigungen, die ja auch im Programm vorgesehen sind,
den Eindruck mitnehmen, daß bei uns viel beschiehl und geschehen ist,
häufig dank der Anregung und der Mithilfe gerade der Zentralstelle
für Volkswohlfahrt, und wenn dann die Zentralstelle vielleicht auch
für diese Einrichtungen Anlaß nimmt, auf ihre Nachahmung in allen
anderen Teilen unseres Vaterlandes hinzuwirken, dann ist sicher der
Tagung ein schöner Erfolg beschieden gewesen, und ich darf dann
daraus weiter auch die Hoffnung schöpfen, daß Sie noch recht oft
in diese schöne, große und leistungsfähige Provinz kommen und uns
die Ebre Ihrer Tagungen angedeihen lassen werden.
In diesem Sinne darf ich nochmals der heutigen Versammlung
den besten Erfolg wünschen!