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auch von sängenden Müttern: cn geschwaigung
o. schenkung der kind ebd.; nach schenken 2, jetzt
allein geblieben: die juden hic theten der stat im kricg
ein erung und schankung D. Städtcechr. 2, 321; schenkungen
machen, annchmen; das kloster hutte den
Llanta.. manehe schenkung zu verdanken C FMeyer
Jenatsch 180; frei: wie ist es denkbar, cine ewige
schenkung an einc wandelbare meinung zu machen?
Schiller 5, 15.
Scherbe, s. Stück von etwas Zerbrochenem, altsächs.
scerva. ahd. scirbi, mhd. schirbe., scherbe (Masc. und
Fem.); mud. scherve. Scherbe, Schale; wahrscheinlich
wic scherf (s. d.), zu altengl. sceorfan abbrechen gehörig,
das sich auf den Begriff abnagen, abbeißen nur
eingeengt hat; nhd. Nebensorm landschaftlich der seherbel
Adelung, auch der scherben, Belege unten. In
älterer Spr. allgemein von Bruchstücken: die schildes
schirben logen enbor Wolfram Willeh. 77, 23; auf
Glas= oder Thongefäße eingeengt, wie jetzt: dö hie; er
iegelichez sinen krucc die schirbe 2esamen lesen
und machte si ganz alsam 6 Kindheit Jesu 1425; wer
einen narreu leret, der flicket scherben zuramen Sir.
22, 7; sie ist von thon, cs gibt scherhen Goethe
Fanst l; umgab mich mit alten untertassen und tellern,
In scherben woren bei uns nicht zu Inden Keller
Werke 1, 151; srei, bildlich: dieser kopf . wird in
scherben gehen Heyse 5, 38; bezogen auf den unzerbrochenen
Thontops: wem diu gelider we tuon
der hilzig (mache beiß) rauten in uinem scherben
Megenberg 417, 30; der scherben (hadert) mit den
toplern des thons Jer. 45, 9; brunzscherben Luther
S, §; von eincm Naps: seifenscherben Adelung;
besonders Blumentopf: die scherben vor meinem feuster
Goethe Faust 1; wir (Blumen) in der bunten scherbe
Freiligrath 1, 43; in Vergleichen: meine kreste sind
vertrockent, wie eine scherbe Pf. 22, 16; zu scherben
die lippen ausgedörrt Wieland Ob. 7, 55; meine zunge
trocken, wie cine seherbe Schiller Räub. 3, 2; —
nach Campe auch Maß im Bergwesen.
Scherc, t. Werlzeng zum Scheren, zweiarmiges
Schneidewerkzeug; boch= und niederdeutsches Wort, in
der alten Spr. doppelformig, ahd. scera und scära. mit
der pluralen Nebenform scäri, dem der altnord. Plur.
Neutr. skiuri nahe sicht; mhd. scherc. scher und schare,
scheer; mnd. schere; uhd. sind die Formen in einc zusammengeflossen,
bis in heutige Zeit viclsach auch schcere
gechrieben. Als Schneidegerät: J/ore scher, schyr
ief.; scheer, Jorceps Schottel; nach Art und Gebrauch
tuch -, papier-, baum-, garten -, bart-, huar-,
schneider-, schrot-, lichtschere u. a.; her scherarr,
strichdt scharsach unde scher, ebent bür und scheret
bort SHelbling 1, 678; soll mir kein kind mehr ein
messer oder cinc schcere . in die bünde kriegen
Schiller Näub. 1, 3; die scheere schleilen zu lassen
Rosegger Waldheim. 2, 16; der blosz die schere zu
nehmein und dic coupons abzuschneiaden . . braucht
Bismarck Red. 10, 71; schere der parze: möne die
parzc dir nahn mit der scheere . Leuthold Ged. 19;
lasz. wenn du willst. die todienschecre klirren Schiller
1, 235; bildlich, mit Bezug auf das Verbum scheren
(l. d.): leute, die sich der steuerschere in HBerlin entzichen
Bismarck Rcd. 13, 24; sie kommen aus der
scherc der exekution nicht heraus 25; — übertragen
auf Scherenähnliches: der kreb, .. hüt sehrr an der
hende siat Megenberg 219, 22; krebse . wenn in
wuth sie ihre scharfen schreren kreuzten Schessel
Tromp. 71, vgl. krebsschere: Deichsel mit zwei Stangen,
zwischen dic das Pierd gespannt wird, sonst gabel (s. d.),
Gerät bei manchen Gewerken, im Bergbau, in der Landwuntscha#t
am Leiterwagen, bei Maurern, Töpfsern, Öl
müllern, an einer Wage, u. f. w. — Zusammensetungen:
schercnarlig, förmig, von Art eder Form
Scherbe — scherenartig.
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ciner Scherc. — Scherenschleiser, u. Handwerler der
Scheren schleist; als geschwätzig und klatschsüchlig verrusen:
hetrenschwatzer, sturnstörer, scherenechleifer
Garg. 21.
Scheren, 1) eine Obersläche glatt oder kahl schneiden;
gemeingerm. Wort, ursprünglich mit der Bed. abschneiden,
trennen (vgl. schar und schurte), im Goth.
nicht bezengt, altnord. skera, altengl. ahd. sccran, mhd.
scheren, schern, urverwandt zu dem griech., mit einfacherem
Anlaute versehenen Klrein beschneiden, abscheren;
starlsormiges Verb, mit dem Prät. mhd. schar,
das auch im 16. Ih. noch vorhanden ist: dem ritter
schar cr auch das har ab Galmy 72-; später in die
heutige Form übergeht: schor, Conj. schörc Schottel;
seltene Nebenform schur: schwert, welchbes haar schure
Simpl. 1, 416; vor diescm war es brauch, dasz man
dic bauren schur ((nur! Günther 1023; die neuere
Spr. hat dazu auch schwache Conjugation herausgebildet,
im Präsens er schert für er schiert: dasz man die
Scherenschleiser — scheren.
..ocken sich scheert Voß Oddyss. 4, 198; was schert
mich dein edelgestein? HHeine 15, 37; Prät. seberte:
Pervonte, den das allcs wenig scherte Wicland Perv.
1, 223; der knollfink scherte sich gar nichts drum
Eichendorsf Tangen. 39. Bed. a) im eigentlichen
Sinne, als Wirtschafts= und Gewerkswort: volle von
den schafen, begrisstauschend seit alter Zeit schafe: sinin
scäl sceren Genesis in d. Fundgr. 2, 15; Laban aber war
gungen seine berde zu schercn 1. Mos. 31, 19; schor
damit (mit dem Messer) von den häuptern der lammer
die woll ab Bürger Jl. 3, 273; ähnlich hunde, pudel
scheren; bei Landwirten wiesen scheren, das Gras kur
abmähen; sie eilten durch die geschorenc wiesc Vo
Luise 1, 803; auch vom Vieh gesagt: das vich schert
die wiese, wenn es sie lahl frißt Adelung; den rasen
scheren, kurz geschoren hulten; bäume, hecken scheren;
bei Handwerkern häute, tuch; liefert dicse fabrik nichtgeschorne
und hochgeschorne teppiche auf sammetart
Goethe 13, 386; man webte schlicht, geköpert, hatte
lodige, geschorche, gepresste stoffe Freytag Bild.
1, 280; besonders vom menschlichen Haar und Bart:
tundi meo capf#ff, skir min fahs. radf neo parba,
skir minan part, begrifftauschend rack me meo colll,
skir minan hals Casseler Gloss.; den bart. das haupt
scheren, sich den kopf scheren lassen Skeinbach;
bald will ich mir cine glatze schceren Schiller Fiesko
2, 4; die silberfarbe seines kurz geschorcnhen haarcs
CFMeyer Jenatsch 275; in diesem Sinne absolut
scheren. das Schererhandwerk versteben: sin padknecbt.
der lest (Ader läßt) und schirt Fastn. Sp. 6°9, 12; in
älterer Spr. cinem scheren, ihm den Bart abnehmen:
ich hicz im twahen unde schern g. Gerh. 4162; später
mit Acc., noch im 18. Ih. auch vom Barbieren gesagt:
Sic haben keinen barbier im dorke . ich will ew.
gnaden umsonst scheren. nach dem striche und wider
den strich Rabener 3, 11, jetzt auf das Kurzschneiden
der Haupt= und Barthaarc eingeschränlt; — scheren
als Schimpf und Strase (JGrimm Nechtsalt. 702):
ẽ liez ich mich scheren unde villen (geißeln) Minnes.
Frühl. 311, 25. b) in mancherlei Bildern: scheeren.
Stunrare Frisch; sein schäfchen seheren, Vorteil
machen: sein schöälchen verstcht er zu schceren Geibel
5, 104; alle uber einen kamm scheren. einem wic dem
andern begegnen Adelung; mit dem Nebenbegriff des
Vevorteilens oder Plagens: die unterthsnen scheren,
der wirth schert (sehierl) seine guste, wenn er sie zu
vicl bezahlen läßt ebd.; wer nicht schiert, der wird
geschoren Günther 940; es schiert mich im leibe,
doluribus alui riminies üSteinbach; über den kumm
scheren, attondere per hectinem ebd., schmeicheln und
dakei schaden Frisch; mit einem geschoren sein. maleals
###brbrl ub %%% %-Da“ ebd.: um
Ansruse: lasz mich unge-chorcn!; macht was ihr wolll!
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