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der zivilisierten Staaten schimpflich verletzt wurden, die Züchtigung der
Schuldigen zu erzwingen und ihm die eklatante Genugthuung für das Vergangene
sowie alle nötigen Bürgschaften für die Zukunft vorzuschreiben.
Diese Fahnen werden euch auch sagen, daß in der zum Schutze der Ziodilisation
gebildeten internationalen Armee die Franzosen unter niemandem an
Manneszucht, Ausdauer und Mut zurückstehen dürfen.
18. August. (Paris.) Präsident Loubet verteilt die den
Ausstellern verliehenen Preise und hält folgende Ansprache:
Ich danke allen Mitarbeitern bei der Ausstellung für ihre Beihilfe.
Ich sehe mit Bedauern die Stunde des Schlusses der Ausstellung herannahen,
aber unser Trost ist der Glaube, daß der Geist dieses vergänglichen
Werkes das Werk selbst überleben werde. Die Ausstellung wird dazu gedient
haben, zwischen den Regierungen und Völkern die dauerhaftesten Beziehungen
und Bande herzustellen. Das Ausland konnte feststellen, daß
Frankreich das Land des Friedens und der Arbeit geblieben ist. Die zwischen
den Gästen Frankreichs und uns hergestellten Beziehungen find durchdrungen
von dem Vertrauen, das sich auf die Anerkennung des Verdienstes
und Wertes der betreffenden Völker gründet. Zahlreiche Kongresse, auf
welchen über die Probleme der moralischen und materiellen Besserung der
Gesellschaft beraten wurde, gestatten es, festzustellen, daß alle Völker zum
Ideal der Gerechtigkeit und Solidarität hindrängen, zum sozialen Fortschritt.
Die Ausstellung von 1900 wird der Solidarität eine neue kraftvolle
Ausdehnung verleihen. Die Solrdarität wird in der Zukunft den
Triumph der Gewalt vergänglicher machen, sie wird zu einer freundschaftlichen
Regelung internationaler Konflikte und zur Befestigung des Friedens
führen; sie wird nicht alle Uebel und Mängel beseitigen, welche schlechte
Leidenschaften zu Tage fördern können, aber sie wird gestatten, aus nächster
Nähe das Ziel ins Auge zu fassen, auf welches alle edeldenkenden Herzen
Kastuhen- Herabminderung des Elends und Verwirklichung der Brüderlichkeit.
Ende August. (Marseille.) Streik der Hafenarbeiter.
3. September. (Rambounillet.) Der russfische Botschafter
Fürst Urussow überreicht dem Präfidenten Loubet den Andreasorden
mit folgendem Handschreiben des Zaren:
Herr Präsident, sehr teurer und großer Freund! Die Gefühle, die
Ich für Sie persönlich hege, und die Bande herzlicher Freundschaft, welche
Frankreich und Rußland verknüpfen, haben Mir den Wunsch eingegeben,
Sie in Meinen kaiserlichen St. Andreasorden aufzunehmen, dessen Infignien
Sie gleichzeitig mit diesem Schreiben erhalten werden Es ist Mir ganz
besonders angenehm, Ihnen diesen Beweis Meiner Hochachtung in einem
Augenblick anzubieten, da das zwischen Frankreich und Rußland so glücklich
hergestellte Einvernehmen mehr als je seinen wohlthätigen Einfluß nicht
nur auf die unmittelbaren Interessen, sondern auch auf die Erhaltung des
Weltfriedens üben kann, an dem uns beiden sehr gelegen ist.
Mit aufrichtiger Teilnahme habe Ich die Erfolge der glänzenden
Ausstellung beobachtet, auf die Frankreich mit Recht stolz ist, und Ich
brauche Ihnen nicht die Versicherung zu geben, daß Ich mit der Kaiserin
tief bedauere, gegenwärtig Paris nicht besuchen zu können. Ob nah oder
fern, sind Wir aber gewöhnt, an allem teilzunehmen, was Frankreich betrifft,
und Wir freuen Uns daher doppelt über alles, was ihm zum Ruhme
gereichen und sein Gedeihen fördern kann.