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bungszeit. Die Gebärende fühlt bei der Wehe unerträgliche Schmerzen
im Kreuze und üÜber den Schambeinen, kann nicht mitdrängen,
wirst sich unruhig und angstvoll umher. Auch die Zwischenzeiten
sind nicht völlig schmerzensfrei. Bei der inneren Untersuchung erkennt
die Hebamme, daß ungeachtet der scheinbaren Heftigkeit
der Wehe der Muttermund bei derselben schlaff bleibt, und
der vorliegende Kindestheil nur stärker anschwillt, ohne
vorzurücken. Bei der ußeren Untersuchung aber findet sie die
Gebärmutter über den Schambeinen abgeplattet, ungewöhnlich
hart und empfindlich, während der Muttergrund sich
weicher anfühlen läßt, oder auch wohl kugelförmig aufgebläht ist.
Auch in den Zwischenzeiten der Wehen verliert sich die Härte und
Empfindlichkeit über den Schambeinen nicht ganz.
Bei der dritten und seltensten Art der Krampfwehen, dem sogenannten
Starrkrampfe der Gebärmutter, schnürt sich diese
in allen ihren Theilen unter lebhaften Schmerzen unausgesetzt fest
um das Kind zusammen, ohne daß der Widerstand des unteren Abschnittes
überwunden wird. 6
S. 218.
Wirkliche Krampfwehen sind sehr selten. Man beobachtet
sie nur nach dem Abflusse des Fruchtwassers, besonders
wenn dieser vorzeitig erfolgt ist. Bisweilen trägt Erkältung in
Folge unvorsichtiger Entblößung der Gebärenden die Schuld. Am
häufigsten aber werden sie durch Reizungen des Muttermundes
und des Mutterhalses veranlaßt, z. B. durch zu häufiges oder
rohes Untersuchen, durch Versuche, die Hand Behufs der Wendung
in die Gebärmutter einzuführen vor genügender Eröffnung des
Munermundes, durch verfrühte und gewaltsame Hervorziehung des
Kindes an den Füßen. Der Starrkrampf der Gebärmutter entsteht
sast nur bei Schieflagen der Frucht, wenn nicht zur rechten
Zeit zweckmäßige Kunsthülfe geleistet wurde.
ß. 219.
Die Hebamme muß selbstverständlich bei jeder Geburt Allesvermeiden,
was zur Entstehung eines Gebärmutterkrampfes