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trennen, um dem Pabst freie Bahn zum alten Dominat zu
machen. Endlich siegte er auch über die Standhaftigkeit des
Kurfürsten von Mainz, da er zweitausend Gulden unter seine
Räthe austheilen ließ. Der Kurfürst läßt sich statt des Vertrags,
auf den sich die Kurfürsten mireinander vereinigt hat,
ten, den Aufsatz des Aeneas Syloius gefallen, worin dieser,
wie er sich selbst ausdrückt, „jenem Vertrag das Gift genommen
hatte.“ »
Dieß ist die Geschichte eines der wichtigsten Grundgesetze
der deutschen Kirche, und diesen Gang von Verhandlungen
zu entwickeln, den historischen Sinn dieses Grundgesetzes zu
erlaͤutern, ihn gegen Mißdeutungen der Unwissenheit und der
kurialistischen Herrschsucht zu rerten — dazu hat Herr Wuͤrdtwein
die Dobumente des siebenten und achten Bandes seiner
Subsidlia herausgegeben. Manche derselben scheinen zwar mehr
zu der Geschichte des Basel'schen Conciliums selbst zu gehdren,
als zur Geschichte der Theilnehmung Deutschlands an
demselben: aber man muß wohl auch bei einer solchen Menge
brauchbarer Urkunden hie und da eine übersehen können.
Uebrigens wünschten wir nicht, daß Herr Würdtwein alle
diejenigen Dokumente, welche er in der Vorrede des achten
Theils als noch verborgenes Gut der Wieuerischen Bibliothek
anführt, durch den Druck bekannt machte: es sind darunter
gar zu viele bloß für den Tag, da sie geschrieben wurden,
interessant, und man hat der Reden, die auf dem Kostnitzer
und Baseler Concilium gehalten worden, bald so viele als
Predigten in unsern Meßkatalogen, und jene Reden klären
die damalige Geschichte meistens gerade eben so glücklich auf,
als durch diese Predigten der Religion und Theologie gedient
ist. Herr Würdtwein scheint sich auch wirklich schon im neunten
und zehnten Band seiner Subsidia vor dem Hang, Alles
ohne strenge Auswahl drucken zu lassen, nicht mehr so sorgfältig