214
oder Salzsäure unter Entwickelung von Wasserstoff. Diese
Lösung gibt auch in großer Verdünnung mit Kalium—
ferrichanidlösung einen tiefblauen Niederschlag.
1g reduziertes Eisen muß sich in 12 cem verdünnter
Salisäure bis auf etwa 1 Prozent lösen; das entweichende
Gas darf einen mit Bleiacetatlösung benetzten Pavierstreifen
sofort nicht mehr als bräunlich färben (Schwefeleisen).
Kocht man 28g reduziertes Eisen mit 10 cem Wasser
und filtriert, so darf das Filtrat Lackmuspapier nicht bläuen
(Alkalicarbonate) und beim Verdunsten höchstens 0,003 8
Rückstand (wasserlösliche Salze) hinterlassen.
0,4 g reduziertes Eisen und 0,41 g Kaliumchlorat werden
in cinem geräumigen Probierrohre mit 4 cem Salzsäure
übergossen. Nachdem die Einwirkung beendet ist, wird die
Mischung bis zur Cutfernung des freien Chlores erwärmt
und dann filtriert. Eine Mischung von 1 cem des giltrates
und 3 cem Jinnchlorürlosung darf innerhalb 1 Stunde keine
dunklere Färbung annehmen (Arsen).
Gehaltsbestimmung. 1l greduziertes Eisen wird in etwa
5% cem verdünnter Schwe gelsanre gelöst und die Lösung auf
100 cem verdünnt. 10 cem dieser Lösung werden mit halbpro;
r*½2 aliumpermanganatlösung bis zur schwachen Rötung
versetzt. Nachdem die Flüssigkeit durch Zusatz von Weinsäurelösung
wieder entfärbt worden ist, gibt man 28 Kaliumjodid binzu
und läßt die Mischung 1 Stunde lang in einem verschlossenen
Gase stehen. Zur Bindung des ausgeschiedenen Jodes mussen
mindestens 17,3 cem 1 „-Normal-Natriumthiosulfatlosung
verbraucht werden, was einem Mindestgehalte von 90,6 Prozent
Eisen entspricht (1 cem 1„-Normal= Natrinmthiosufar.
lösung = 0/005585 g Eisen) Stärkelbsung als Indikator).