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wenn, nach völliger Erlöschung des Lüneburgischen Stammes,
die Campen'schen Descendenten das ganze Fürstenthum angesprochen
hätten. Diese ganze Familiengeschichte blieb immer
nur für das Lüneburgische Haus wichtig.
So konnten also Otto's Brüder wohl nachgeben, denn
sie gewannen für sich und ihre Nachkommen den vollen Drittheil
eines schönen Fürstenthums.
Man verwilligte etwas für Otto's und Mettens Söhne,
was sie für sich nie hätten ansprechen dürfen, und was also
auch ihr Vater jetzt bloß mit einem großen Opfer, das er
brachte, für sie erkaufen konnte, daß sie nämlich den Namen
der Herzoge von Braunschweig und Lüneburg als Unterpfand
gewisser Hoffnungen führen dürften; aber wie entfernt und
fast unwahrscheinlich waren nicht diese Hoffnungen! Wie viel
dagegen erhielten die Brüder Otto's, die Herzoge Ernst und
Franz, als baaren und gegenwärtigen und wahrscheinlich lange
fortdauernden Gewinn, und welche Hoffnungen gaben sie dagegen
bloß auf solche Jeiten hin, wo für sie und ihre Nachkommen
weder Verlust, noch Gewinn mehr möglich war.
Metta selbst scheint wohl gefühlt zu haben, wie nachtheilig
dieser Familientraktat (1527), bei allem scheinbaren
Gewinne, für sie und ihre Kinder sey. Sie unterschricb
also auch die Notel nicht, die ihr zur Unterschrift vorgelegt
wurde; fie weigerte sich, dieselbe mit ihrem Siegel zu bekräftigen,
sie ließ die Akte, so weit es bei ihr stand, unausgefertigt.
) Doch ihre Einwilligung oder Nichteinwilligung war
im Grunde hier gleichgültig, denn Recht an die Erbfolge hatten
ihre Söhne doch nie.
H
*) So erzaͤhlt es Pfeil 1. c. p. 134.