widerstehen, und daß notwendig ein Band der teutschen Völker
geschaffen werden müßte, in welchem dieselben, unter
ihren verschiedenen herrscherstämmen, ohne allen fremden
Einfluß, ruhig leben und sich ausbilden können. Alle übrigen
föderatiosysteme werden immer wiederum in ihrer Schwäche,
in Neid, Swietracht und hilflosigkeit sehr bald die Beute des
deutschen Erbfeindes werden, welcher uns unter allen seinen
Staatsformen beständig zu entzweien und auszuplündern gewußt
hat.
Ohne solche Vorsicht ist alles vergossene Blut verschwendet,
alle Opfer verloren, Teutschland wird sich immer in einem
schädlichen Mittelzustande herumwinden müssen, seine Fürsten
und sich selbsten von Frankreich verachtet sehen — sehr bald
an der politischen Kbzehrung hinsterben, immerhin der Spielball
und Kriegsschauplatz seiner listigen, ränkesüchtigen Nachbarn,
und die Teutschen der Franzosen Eastwirte ohne Bezahlung
bleiben. — Ja man würde, wenn es denkbar wäre.
daß unsere Hürsten so ungerecht und blind gegen ihr eigenes
Elück sein könnten, und man das teutsche Dolk so verächtlich
behandeln wollte — um die Stiftung eines Dölkerbundes,
welcher uns allein retten kann — zu verweigern — noch
klüger handeln, so wie von den herrschern der Barbarei, auch
von den Franzosen im voraus, nach förmlichen Derträgen die
Ruhe durch jährliche Tribute zu erkaufen, als sich abermals
den von blutigen Erfahrungen längst zu Schande gemachten
politischen Berechnungen der gutmütigen Einfalt und in einer
schwachen Derfassung der rohen Willkür unfrer Lgeinde zu
überlassen. (Rheinischer Merkur, 23. Juni 1814.)
Die österreichische Krankheit.
Erzherzog Johann schreibt in seinem Uagebuch vom
24. Juni 1814: Ich finde bei uns die alte Krankheit in einem
erhöhten Grade, nämlich die Schläfrigkeit.
Hriedrich von Gentz über die deutsche Derfassung.
Kn den Fürsten Caradja, Hospodar der Walachei.
„Deutschland,“ sagt der Dariser Dertrag sder erste Pariser
Frieden]l, „wird aus unabhängigen Staaten bestehen, die
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