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und Kapuzinern. Ersilich eine solenne Untersuchung, ob
es denn wirklich wahr sey, daß die Kaputze des heiligen
Franz spitziger gewesen, als die Franziskaner sie trügen.
Man holte Risse, Gemälde herbei, und endlich kam das für
die Kapuziner fatale Resultat, daß hier nichts Geeichförmiges
gewesen sey. Offenbär war also die Kaputze nicht Ursachegenug
zum Schisma. Vossombroni bezog sich darauf, die
Armuth werde in den Franziskauerkldstern, selbst in denen
von der strengern Observanz, nicht genau gehalten.
Der Orbensprobinzial stellte vor, sie sey unmöglich, man
würde oft Hungers sterben; auch in Ansehung des Geldes
könne das Verbot nicht so streng gehalten werden, denn die
Liebe sey erkaltet. Vossombroni antwortete: ob der Ordens-Mior
nicht wisse, daß der heilige Franz mit Christus ein
Pakt gemacht habe, daß es seinen Söhnen so lange nicht
an Nahrung fehlen solle, als sie seine Ordensregel beobachteten.
Die streitigen Fragen wurden vom paͤbstlichen Legaten
mit einem Aufwande untersucht, der auch auf den dritten Punkt
sich erstreckte: ob das Tuch nicht zu fein sey, das die Franziskaner
zu ihrer Kutte genommen hätten. Nach vielfältiger,
reifer Ueberlegung entstanden Repliken, und der Schluß des
Legaten war, man solle die Kapuziner in Ruhe lassen. Sie
zogen also fort; aber um doch einigermaßen sich vor Verfolgung
zu sichern, zogen sie sich auch wieder in ein Camaldulenser=Kloster
zurück, das auf einem hohen Felsen stand. Sie scheinen
der Vorsehung, so stark sonst ihr Glaube war, nicht
vollkommen getraut zu haben. Der Provinzial schickte indeß
vierzehn Brüder, stark bewaffnet mit Prügeln, um Beide herbeizubringen.
Doch Vossombroni wälzte Steine herab, so
daß man nicht kathsam sand, die Bastionen zu ersteigen.
Man sieht aus der Geschichte, wie sich der menschliche Geist
in's Kindische verlieren kann. Man siellt sich die Feierlichkeit