Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1812. (8)

Sanktion  wirklich  erhalten  haben,  und
durch  neuere  Bestimmungen  nicht  aufgehoben
  wurden,  mithin  nur  das  fuͤr
den  Geschaͤftsmann  wirklich  noch  Brauchbare
  aus  dem  Gebiete  der  gesammten
Gesezgebung,  mit  Ausschluß  der  Justiz,
enthalten.

Verordnungen,  welche  theils  von  den
vormaligen  Provinzial-Landesstellen  ohne
  allerhoͤchste  Authorisation  erlassen
wurden,  theils  bei  gegenwärtiger  Verfassung
  nicht  mehr  anwendbar,  oder
auch  mit  dem  dermaligen  Zeitgeiste  nicht
mehr  verträglich  tud,  werden  in  dieser
Sammlung  keine  Stelle  finden.

Das  Ganze  wird,  nach  Materien
abgerheilt,  in  s  Abschnitte  zerfallen,
wovon  der
ite  das  Fach  des  Staats-  und  Lehenrechts,


ate  —  —  der  Polizei,
zte  —  —  —  Staatswirthschaft,
ate  —  —  —  Finanz-Ste
  —  —  —  Marsch=  und  Militärsachen

enthält.

Die  Sammlung  soll  sich  mit  dem
Jahre  181  schließen.

Bei  jeder  Verordnung  wird  der  Inhalt
  ganz  kurz,  aber  treffend  angegeben,
und  die  Zeit,  wann  solche  erschienen,  so
wie  die  Stelle,  wo  solche  abgedruckt  zu
finden  ist,  nachgewiesen  werden.

Um  dem  Geschäftsmann  den  Gebrauch
  dieses  Handbachs  se  viel  als  möglich
  zu  erleichtern,  so  werden  die  Verordnungen
  nach  dem  Gegenstande,  den  sie
behandeln,  unter  jedem  Abschnitte  in  albhaberischee
  Ordnung  zum  begquemen
Nachschlagen  kurz  angedeutet,  auch  um
selbstbeliebige  Rotaten  anbringen  zu  können,
  bei  seder  Verordnung  im  Verlaufe
der  Uebersicht  ein  verhältnißmässiger
Raum  leer  gelassen,  und  der  Abdruck
auf  gutem  Schreibpapler  in  groß  Octav
angeordnet  werden.

Um  mich  für  die  Kosten  dieses  Unternehmens
  zu  decken,  habe  ich  den  Weg
der  Subseription  eingeschlagen;  der
Subskriptions-Preis  für  das  ganze,
wenn  es  nicht  zwei  Alphabethe  übersteigt,
ist  auf  s  Gulden  festgesezt,  wovon  die
Hälfte  voraus  bezahlet  wird.

Der  Termin  zur  Subskription  bleibt
bis  Ende  Oktober  d.  J.  offen.

Mehr  Exemplare,  als  die  Zahl  der
Subskribenten  beträgt,  werden  nicht
abgedruckt.

Das  ganze  Werk  erscheint  im  Januar
  1813.  vollendet.

Wer  hierauf  sich  zu  subfkribiren  gedenket,
  beliebe  sich  diesfalls  an  den  Verfasser
  selbst  zu  wenden,  und  die  Hälfte
des  SubsIriprionsPreises  sogleich  pertofrei
  einjusenden.

München  den  r3.  Jul.  1812.

Doellinger,
Ober-Registrater  bel  der  Minlsterial=
  Stiftungs-Sektion.