Metadata : Briefe und Akten zur Geschichte des Dreissigjährigen Krieges. Neunter Band. (9)

Februar
17.

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und  villeicht  eine  andere  intention  bei  den  andern  catholischen  unirten
gewusst;  es  werde  auch  gegen  diese  Mistrauen  entstehen.  Schliesslich
  haben  die  Gesandten  dahin  zu  stimmen,  dass  Sachsen  zum  nächsten
Bundestage  beschrieben  und  ihm  sowie  andern  friedfertigen  A.  C.
Verwandten  die  Aufnahme  nicht  versagt  werde;  denn  bleibe  der  Bund
auf  die  jetzigen  Mitglieder  beschränkt  ‘oder  träten  nur  die  wenigen
katholischen  Stände  bei,  auf  die  man  rechnen  könne,  die  sich  aber
„besorglich  in  eben  dem  unvermögen  befinden  möchten  als  andere,
dahero  bis  uf  diese  zeit  weder  heller  oder  pfennig  an  der  union
vorrath  oder  gemeiner  hülf  zu  gewarten  gewesen,‘  s0  sei  keine  Hilfe
zu  erwarten;  wenn  die  oberländischen  Stände  darauf  bestehen,
dass  man  sich  der  jülichschen  Sache  durchaus  nicht  annehmen
dürfe,  so  nüätze  der  Bund  den  rheinischen,  die  grade  durch  die
jülichschen  Unruhen  aufs  höchst  bedroht  sind,  gar  nichts  und  sei  es  für
jene  nicht  rätlich,  sich  für  den  Bund  völlig  zu  erschöpfen.  „Umb
des  unvermögens  willen,  welches  sich  bei  der  schwachen  union  befunden,
  habe  die  jüngste  composition  mit  den  protestirenden  unirten
stenden  zu  München  vorgenommen  werden  müssen“.  Wie  man  sich
gegen  einen  unversehenen  Ueberfall,  der  sehr  zu  besorgen  ist,  ohne
Aufnahme  der  friedfertigen  A.  C.  Verwandten  in  Verfassung  setzen
wolle,  sei  nicht  zu  sehen.  Wie  wenig  die  rheinischen  Stände
bisher  geleistet,  sei  bekannt  und  ebenso,  welche  Hilfe  von  den
etwa  noch  beitretenden  österreichischen  Erzherzogen  zu  hoffen
sei,  da  dieselben  in  ihren  eigenen  Landen  leicht  angegriffen
werden  könnten.

Treten  darauf  die  Stände  unserer  Meinung  bei,  so  haben
die  Gesandten  zur  Beratung  zu  stellen,  ob  die  vom  Herzg  von
Baiern  geschickten  Ausschreiben  nicht  dahin  zu  ändern  seien,
dass  bei  dem  Bundestag  alle  Angelegenheiten  vorgenommen
werden  sollen,  damit  man  nicht  alsbald  wieder  einen  Tag  ausschreiben
  müsse,  und  ob  nicht  der  vorgeschlagene  Termin  hinauszuschieben
  sei.

Stimmen  die  anderen  Wesandten  gegen  uns,  was  wir  doch  nicht
vermuten  wollen,  da  man  weiss,  wie  sich  die  Korrespondierenden
bemühen,  Sachsen  von  den  Katholiken  abwendig  zu  machen,  so
sind  die  Gegengründe  zu  wiederholen  und  haben  die  Gesandten  darauf
zu  bestehen,  ‚die  ervolgte  erclerung  zu  referiren  und  so  vil  vorzubehalten,
  dass  zu  unserm  nachdenken  stehen  wurde,  wan  ohne  mitbeschreibung
  Sachsens  L.  ein  ander  buntstag  ausgeschrieben  werden  solte,
ob  uns  solchen  tag  mitauszuschreiben  oder  auch  hernach  durch  die
unserige  besuchen  zu  lassen  und  so  man  sich  mit  der  schwachen
union  lenger  ufhalten  wolte,  in  den  schweren  uud  doch  vergeblichen
auslagen  lenger  begriffen  zu  sein,  thunlich  fallen  wolle.‘

Erklären  sich  die  anderen  Abgeordneten  zum  äussersten  dahin,
dass  die  Einnahme  Sachsens  zu  aller  Bundesstände  Beschluss  zu  stellen,