Februar
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und villeicht eine andere intention bei den andern catholischen unirten
gewusst; es werde auch gegen diese Mistrauen entstehen. Schliesslich
haben die Gesandten dahin zu stimmen, dass Sachsen zum nächsten
Bundestage beschrieben und ihm sowie andern friedfertigen A. C.
Verwandten die Aufnahme nicht versagt werde; denn bleibe der Bund
auf die jetzigen Mitglieder beschränkt ‘oder träten nur die wenigen
katholischen Stände bei, auf die man rechnen könne, die sich aber
„besorglich in eben dem unvermögen befinden möchten als andere,
dahero bis uf diese zeit weder heller oder pfennig an der union
vorrath oder gemeiner hülf zu gewarten gewesen,‘ s0 sei keine Hilfe
zu erwarten; wenn die oberländischen Stände darauf bestehen,
dass man sich der jülichschen Sache durchaus nicht annehmen
dürfe, so nüätze der Bund den rheinischen, die grade durch die
jülichschen Unruhen aufs höchst bedroht sind, gar nichts und sei es für
jene nicht rätlich, sich für den Bund völlig zu erschöpfen. „Umb
des unvermögens willen, welches sich bei der schwachen union befunden,
habe die jüngste composition mit den protestirenden unirten
stenden zu München vorgenommen werden müssen“. Wie man sich
gegen einen unversehenen Ueberfall, der sehr zu besorgen ist, ohne
Aufnahme der friedfertigen A. C. Verwandten in Verfassung setzen
wolle, sei nicht zu sehen. Wie wenig die rheinischen Stände
bisher geleistet, sei bekannt und ebenso, welche Hilfe von den
etwa noch beitretenden österreichischen Erzherzogen zu hoffen
sei, da dieselben in ihren eigenen Landen leicht angegriffen
werden könnten.
Treten darauf die Stände unserer Meinung bei, so haben
die Gesandten zur Beratung zu stellen, ob die vom Herzg von
Baiern geschickten Ausschreiben nicht dahin zu ändern seien,
dass bei dem Bundestag alle Angelegenheiten vorgenommen
werden sollen, damit man nicht alsbald wieder einen Tag ausschreiben
müsse, und ob nicht der vorgeschlagene Termin hinauszuschieben
sei.
Stimmen die anderen Wesandten gegen uns, was wir doch nicht
vermuten wollen, da man weiss, wie sich die Korrespondierenden
bemühen, Sachsen von den Katholiken abwendig zu machen, so
sind die Gegengründe zu wiederholen und haben die Gesandten darauf
zu bestehen, ‚die ervolgte erclerung zu referiren und so vil vorzubehalten,
dass zu unserm nachdenken stehen wurde, wan ohne mitbeschreibung
Sachsens L. ein ander buntstag ausgeschrieben werden solte,
ob uns solchen tag mitauszuschreiben oder auch hernach durch die
unserige besuchen zu lassen und so man sich mit der schwachen
union lenger ufhalten wolte, in den schweren uud doch vergeblichen
auslagen lenger begriffen zu sein, thunlich fallen wolle.‘
Erklären sich die anderen Abgeordneten zum äussersten dahin,
dass die Einnahme Sachsens zu aller Bundesstände Beschluss zu stellen,