Metadaten : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1875. (52)

37

karten,  Drucksachen  und  Waarenproben,  sowie  der  gewöhnlichen  Packete  an  einen  Hausoder
  Geschäftsbeamten,  ein  erwachsenes  Familienglied  oder  sonstigen  Angehörigen,  oder
an  einen  Dienstboten  des  Adressaten  bezw.  des  Bevollmächtigten  desselben.  Wird  Niemand
  angetroffen,  an  den  hiernach  die  Bestellung  geschehen  kann,  so  erfolgt  dieselbe  an
den  Hauswirth,  oder  an  den  Wohnungsgeber,  oder  an  den  Thürhüter  des  Hauses.

IV.  Hat  der  Adressat  oder  dessen  Bevollmächtigter  (Abs.  1)  an  seiner  Wohnung  einen
Briefkasten  anbringen  lassen,  so  werden  gewöhnliche  frankirte  Briefe,  Postkarten,  Drucksachen
  und  Waarenproben  durch  die  bestellenden  Bediensteten  insoweit  in  den  Briefkasten
gelegt,  als  dessen  Beschaffenheit  solches  gestattet.

V.  Die  Behändigung  an  dritte  Personen  ist  unzulässig,  wenn  es  sich  um  die  Bestellung
  von

1)  Einschreibsendungen,

2)  Postanweisungen,

3)  Telegraphischen  Postanweisungen,

4)  Postaufträgen,

5)  Sendungen  mit  Werthangabe
handelt,  vielmehr  müssen  diese  Gegenstände  stets  an  den  Adressaten  oder  dessen  Bevollmächtigten
  selbst  bestellt  werden.  Sind  bei  Postaufträgen  mehrere  Personen  bezeichnet,  so
ersolgt  die  Vorzeigung  nur  an  den  zuerst  genaunten  Adressaten  oder  dessen  Bevollmachtigten.

Lautet  die  Adresse:  „An  4  zu  erfragen  bei  B“"

„An  4  abzugeben  bei  B“
„An  4  im  Hause  des  B“
„An  A  wohnhaft  bei  B“
„An  4  logirt  bei  B“
so  muß  die  Bestellung  jedesmal  an  den  zuerst  genannten  Adressaten  (A.)  erfolgen.
Lautet  die  Adresse:  „An  A  zu  Händen  des  B"“
„An  4  abzugeben  an  B“
„An  A  aux  soins  de  R“
„An  4  care  of  B“
so  muß  die  Bestellung  jedesmal  an  den  zuletzt  genannten  Adressaten  (B.)  erfolgen.
Wenn  die  Adresse  lautet:
„An  4  per  adresse  des  B“