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Mitte des 15. Jahrhunderts nach Preussen. Der Hochmeister Ludwig
v. Erlichshausen belohnte ihn, wegen seiner Mitwirkung an der Verteidigung
von Marienburg, durch die Belehnung mit dem Dorfe
“Mühlhausen. — Sein Sohn, Georg v. K., Geheimer Rath des Her-2083
Albrecht von Preussen und Amtshauptmann zu Tapiau, wurde
von diesem Fürsten mit vielen Gütern beschenkt. Nach seinem Tode
vertrat auch der Herzog Vaterstelle bei dem Sohne Georg sv. K.,
en er beim Begräbnisse des Vaters in seine Arme schloss und ilım die
töstenden Worte zurief: „Weine nicht, mein Georg, ıch
"ill dein Vater sein.“ Desselbe Geory v. K. vermählte sich am
>». August 1555 nach Beilegung einiger Schwierigkeiten, aber mit der
Ustiminung seines hohen Pilegevaters nnd Vormundes, mit Marga-Tetle
Luther, des grossen Reformators jüugsten Tochter. Er zeugte
Mit derselben neun Kinder und verlor seine geliebte Gemahlin nach
ünfzehnjähriger Ehe im Jahre 1570. Die Kirche zu Mühlhausen be-Sttzt
noch eine Bibliothek, welche ihre Gründung in der Schenkung
and, die ihr Geory:v. K. mit den Schriften seines Schwiegervaters
Machte. — Einer seiner Söhne, Erhard v. K., starb im Jahre 1645,
und es kamen nach seinem Tode die ansehnlichen Güter durch Kauf
an die Familie v. Kalkstein, die seit zweihundert Jahren im Besitze
erselben ist. — In einer versiegelten Flasche sind die wichtigsten
tchrichten von Margarethe Luther, vermählten v. Kunheim, unter
eigedrucktem. Kirchensiegel, in der Gruft zu Mühlhausen niedergeest.
— Johamm Dietrich v. K., geb. am 29. Juni 1684, wurde am
12, Mai 1730 Wirklicher Geheimer Staats- und Kriegsrath, auch Ober-‚ürggraf,
Präsident des litthauischen Hofgerichts, sowie Hauptmann zu
NSterburg, und starb am 22. Mai 1752.
N. N. v.K., geboren am 30. Januar 1730, trug schon seit sei-Nem
zwölften Jahre die Waffen und war ein thätiger Augenzeuge der
Meisten Schlachten des siebenjährigen Krieges, in denen er die Auf-Merksamkeit
Friedrichs des Grossen auf sich zog. Nachdeın er unter
(rei Königen die militairischen Grade durchlaufen hatte, erhielt er
im Jahre 1789 den Orden pour le merite, 179% aber das in Berlin
Sarnisonirende Infanterie- Regiment No. 1. Im Jahre 1798 wurde er
Zum Generallieutenant ernannt, nachdem ihn des jetzt regierenden
önigs Majestät bei der Huldigung zu Königsberg am 5. Januar 1797
in Tlen Grafenstand erhoben hatte. Mit ihm zugleich wurde seinen
Tüdern, Erhard Alexander v. K., Majoratsherrn auf Stollen, und
rnst Wilhelm Alexander Friedrich v. K., Majoratslerrn auf Spanden,
lese Standeserhebung zu Theil. Im Jahre 1802, bei Gelegenheit
Seiner 50jährigen Dienstjubelfeier, schmückte ihn Se. Majestät mit
“m grossen rothen Adlerorden. — Die Ereignisse des Jahres 1806
trafen ihn schon als 7ejährigen Greis, wo er anfänglich das märkische
Oder erste Reservecorps zwischen Dessan und Wittenberg comman-Irte,
sich aber bald daranf, geschmückt mit dem schwarzen Adler-Orden,
in den Stand der Ruhe zurückzog. Kr starb am 19. Januar
1818, nach einem rulmvollen $8jährigen Leben. Die Güter in Preussen
sind noch in der Gegenwart in den Händen der Familie, na-Mentlich
besitzt der königl. Kammerherr v. K. die Stollener Güter,
Welche eines der beiden Familienmajorate bilden. — Ein Major v.
x S D. erwarb sich bei Magdeburg und Luckau das eiserne Kreuz
asse,
Das v. Kunheim’sche Wappen zeigt im silbernen Schilde einen
Nach der rechten Seite aufspringenden schwarzen Löwen mit ausnlagender
Zunge; dasselbe Bild wiederholt sich auf dem gekrönten
eline,