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sich auf die andere Seite und schnarchte, während alle anderen
arbeiteten.
Wenn die Sonn' mit hellem Schein
schaut so in dein Bett hinein,
Büblein, spring geschwind heraus,
sticht dir sonst die Augen aus.
Wilhelm Curtman.
58. Die Rose.
Die Blümchen wollten eine Königin haben. Wer sollte aber
Königin sein? Die große Sonnenblume sprach: „Ich will Königin
werden!“ Die stolze Tulpe rief: „Nein, ich will es sein; denn ich
bin bunt und fein!“ Aber die Blümchen holten die Rose in ihre
Mitte und sprachen zu ihr: „Liebe Rose, sei du unsere Königin!
Denn keine Blume hat einen so süßen Duft wie du, und du bist
an Gestalt und Farbe schöner als wir alle.“ Die Rose war es
zufrieden, und seit dieser Zeit ist sie immer Königin geblieben.
Emil Martin.
59. Die Grasprinzessin.
Auf der Wiese, wo das grüne Gras steht und die bunten
Blumen wachsen, lebt eine Prinzessin in einem niedlichen Schlößchen,
das so klein ist, daß selbst das Gras darüber reicht. Wenn die
Sonne aufsgeht und die Vögelchen aufwachen, dann wacht auch die
Prinzessin auf und springt munter aus ihrem Bettchen. Darauf
geht sie hin zum Tautröpfchen und sagt: „Ich will mich waschen!“
und sogleich sagt die Blume: „Ich will dein Waschnäpfschen sein!“
Und wenn sie sich gewaschen hat, geht sie zum Brünnlein, das sagt:
„Ich will dein Spiegelchen sein!“ Wenn sie sich frisiert und geputzt
hat, so rein und so schön ist, dann sagt das Blättchen: „Ich will
dein Sonnenschirm sein!“ Die Prinzessin ist es zufrieden und geht
auf der Wiese spazieren. Da kommt der Schmetterling und sagt:
„Du sollst nicht gehen, ich will dein Pferdchen sein!“ Der Schmetterling
nimmt sie auf seinen Rücken und fliegt auf die Blumen und
auf die Halme und auf die Blätter und schaukelt sie so lange hin
und her, bis sie müde und hungrig ist. Dann trägt er sie nach
Hause. Nun bringt das Bienchen Honig auf den Tisch, und der