Metadaten : Formularbuch zum Deutschen Grundbuchrechte für Richter, Notare, Gerichtsschreiber und Grundbuchführer unter besonderer Berücksichtigung der im Königreich Sachsen geltenden Bestimmungen.

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b)  in  Abt.  III  Nr.  4a  eingetragenen  Wohnungs=  und
Naturalauszugs.

Weiter  bewilligen  und  beantragen  die  Beteiligten:
5.  auf  Blatt  15  zu  verlautbaren:

à)  die  Zergliederung  des  Flurstücks  Nr.  121  in  Nr.  121,
121  a  und  in  ein  mit  dem  Flurstück  Nr.  120  verschmolzenes
Teilstück,

b)  die  lastenfreie  Abschreibung  der  Trennstücke  121  a  und
„zu  120“  von  Blatt  15

6.  im  Grundbuche  für  Kleinröhrsdorf  cin  neues  Blatt  anzulegen
  für  das  Trennstück  Nr.  121  a,  auf  diesem  Grundbuchblatte
  die  Schulgemeinde  zu  Kleinröhrsdorf  als  Eigentümerin
einzutragen  und  die  in  Abs.  V  erwähnte  Grunddienstbarkeit
mit  zu  übertragen,

7.  das  Trennstück  „zu  120“  dem  Grundstücke  Blatt  16  hinzuzuschlagen
  16)  und  auf  diesem  Blatte  zu  verlautbaren,  daß

dieses  Trennstück  mit  dem  Flurstücke  Nr.  120  verschmolzen
worden  ist,

Grund  einer  reichsrechtlichen  Enteignung  dem  Eigentümer  der  (belasteten)  Sache

zusteht.  §  24  AGBGB.  Art.  52.  120  Abs.  2  Nr.  3  EGBGB.;  hierzu  s.
Breit  S.  XXX  II.

Der  die  Unschädlichkeit  aussprechende  Beschluß  ist  unanfechtbar.  In
Zweifelsfällen  hat  das  Grundbuchamt  den  Rat  der  zuständigen  Zivilkammer
des  Landgerichts  einzuholen.  ABBGB.  8  23  Abf.  1.

Die  Unschädlichkeitsfeststellung  ist  ausgeschlossen  bei  Lasten  des  öffentlichen
Rechts  (z.  B.  Grundsteuer,  Gemeindeanlagen,  Wegebaulasten,  Gemeindezins),
und  bei  Landrentien,  Landeskultur,  und  Ablösungsrenten.  §  27  Abs.  1  AGBGB.

16)  vorausgesetzt,  daß  es  sich  um  ein  geschlossenes  Grundstück  handelt;
sonst  statt  „hinzuzuschlagen“:  „zuzuschreiben“.  Die  Hinzuschlagung  hat  stets
die  Wirkung,  aus  mehreren  rechtlich  selbständigen  Grundstücken  ein  in  Bezug
auf  die  Teilbarkeit  einheitliches  Grundstück  zu  bilden.  Im  Falle  der  Zuschreibung
  erstrecken  sich  die  am  Stammgrundstücke  bestehenden  Belastungen
auf  das  zugeschriebene  Grundstück,  stehen  aber  dessen  Belastungen  nach
(§  1131  BGB).  Die  Erstreckung  erfolgt  kraft  Gesetzes  und  beschränkt  sich
auf  Hypotheken,  Grund=  und  Rentenschulden.  Rechte  anderer  Art  erstrecken
sich  nicht  ohne  weiteres  auf  das  zugeschriebene  Grundstück,  vielmehr  muß  insoweit
  die  beabsichtigte  Erstreckung  vom  Eigentümer  ausdrücklich  erklärt  und
im  Grundbuch  eingetragen  werden.  Im  übrigen  vgl.  zu  den  Begriffen  „Vereinigung,
  Zuschreibung  und  Hinzuschlagung“  Lehmann,  Dismembr.  S.  28  ffg.

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