166 Nechtsm. der Reviſion.
a.|D., Leiningen und Nördlingen, welche dem Oberlande8gerichte
in Augs8burg unterſtehen
(Peißl S. 47 und 52, ſodann S. 118, 119 und
116).
Das leßtere d. h. das Würzburger Provinzialre<ht
kommt, wie ſchon der Wortlaut mit ſich bringt,
in dem Gebiete des ehemaligen Großherzogthums
Würzburg zur Geltung, einem Gebiete, welches zu
dem Sprengel des Oberlandesgerichts in
Bamberg gehört; es gilt aber auch in einigen in
Mittelfranken gelegenen (Peißl S. 66 Ziff. 139,
140 und 141) Ortſchaften, welche dem Oberlandes8gerichte
in Nürnberg einverleibt ſind. =
Während noch F. 515 die Einlegung der Reviſion
(gleichwie die der Berufung nach 8. 479)
dur; Zuſtellung eines Scriftſaßes an den
Gegner und zwar in derjenigen Perſon, wie ſolche
in 8. 164 aufgeführt iſt, unter genauer Einhaltung
ver dort genannten Reihenfolge, bethätigt wird,
muß in Bayern das Rechtsmittel der Reviſion
bei dem oberſten Landes8gerichte eingelegt
werden. Die Einlegung erfolgt durc< Einreichung
der Reviſionsſchrift bei dieſem Gerichte (8. 7
Abſ. 4 des EG. zur CPO.).
' Sonſt muß der Scriſtſaß neben der Bezeich?
nung des Urtheils, gegen welches die Reviſion gerichtet
wird, und neben der Erklärung, daß gegen
dieſes Urtheil die Reviſion eingelegt werde, auch die
Ladung des Reviſionsbeklagten vor das Reviſionsgericht
zur mündlichen Verhandlung über die Reviſion
(8. 515 Ziff. 4 mit 3) enthalten. Dieſer
Ladung bedarf e8 in Bayern nicht; denn das oberſte
Landesgericht entſcheidet nach eingereichter Reviſion8-ſc<rift
vorerſt ohne mündliche Verhandlung endgültig
über die Zuſtändigkeit für ' die Verhandlung und
Entſcheidung der Reviſion (8. 7 Abſ. 2 a. a. O.).
Erklärt es ſich für zuſtändig, ſo iſt der Termin zur