Primogenitur — Prise.
halten. Es steht auf einem blauen, zolteingefaßten
Postament mit dem Wahlspruch:
»Gott mit unse. Das Ganze ist mit einem
purpurnen Wappenzelt umgeben. Die
Landesfärben sind Schwarz und Weiß.
Vgl. Neumann, Das Deutsche Reich
in geographischer, statistischer und topobashisher
eziehung, Bd. 2 (1874);
önne, Staatsrecht der preußischen
Monarchie (4. Aufl. 1881, 2 Bde.); Osfeld,
P. in staatsrechtlicher, kameralistischer
und staatswirtschaftlicher Beziehung
(2. Aufl. 1870); Schulze, Das
preußische Staatsrecht auf Grundlage des
deutschen Staatsrechts 8 2 Bde.);
Lasker, Zur Verfassungsgeschichte
Preußens (1874); Hahn, Provinzialordnung
für die Provinzen P., Brandenburg“
ommern, Schlesten und Sachsen
(1875); Brauchitsch, Die neuern Oranisationsgesetze
der innern Verwaltung
für die Provinzen Preußens 2c. (1876
ff.); über die Kreisordnung die Ausgaben
von Hahn, Wachler Höinghars
Rönne, Verfassungsurkunde für den
preußischen Staat (1859); Der elber,
Preußische Verfassungsurkunde (1874).
fiur Geschichte Preußens: Droysen, Gechichte
der preußischen Politik (1855 ff.,
Teil 1—6); Ranke, ZwölfBücher preußischer
Geschichte (1874, 5 Bde.); Eberty,
Geschichte des preußischen Staats (1867
bis 1873, 7 Bde.); Hahn, eschiche des
preußischen Vaterkands (8. Aufl. 1878).
Bbilippson, Geschichte des preußischen
taatswesens vom Tod Friedrichs d. Gr.
bis zu den Freiheitskriegen (1880, Bd. 1);
Isaacsohn, Geschichie des preußischen
Beamtentums (1874—78, Bd. 1 u. 2).
Primogenitur (lat.), Erstgeburt, insbesondere
das Vorzugsrecht des Erstgebornen
(primogenitus) bei der Erbfolge,
Nachfolge des Altesten der ältesten Linie
(Primogeniturordnung); in
Deutschland zuerst durch die Goldne Bulle
Karls IV. 1356 für die Kurlande, später
u alen Monarchien durch Hausgesetze eingeführt.
Z Z
Prin e lat. princeps, franz. Prince),
eigemiic ürst, dann Titel für die nicht
regierenden Glieder der fürstlichen Familien.
Der Thronerbe heißt bei gekrönten
435
Häuptern Kronprinz, Erbgroßherzog, Erbprinz.
Die weibliche Form ist Prinzeß
nerhrin, essi :ee
Ehrenprädikat ist Hoheit, in den für
lichen Häusern Durchlaucht.
Prinzessinnenstener (Fräuleinsteuer),
diejenige Summe, welche bei
der Verheiratung von Prinzessinnen zu
deren Aussteuer und Abfindung aus der
Staatskasse zu bezahlen, und deren Betrag,
wo er nicht verfassungsmäßig festgestellt.
zwischen Regierung und Ständen
sonders zu vereinbaren ist.
Prior (lat., d. h. vorangehend der Zeit,
dem Rang nach), Vorsteher von Klöstern,
die nicht unter einem Abt stehen, im Rang
diesem folgend (in Nonnenklöstern Priorin).
Priorät, Amt eines Priors; bei
den Johanniterrittern Provinzialbezirk,
der in Balleien zerfiel. Priorei, Kloster,
in welchem ein P. seinen Sitz hat; auch
die Gesamtheit der einem solchen unterstellten
Klöster. Großprior, Haupteiner
Abtei, unter der mehrere Prioren stehen;
in den geistlichen Ritterorden der nächste
nach dem Großmeister.
rioritäten (lat.) Wiartieng -
Prioritätsstammaktien? sellschaft.
Prise (franz.), Seebeute einer kriegführenden
Macht. Während nach modernem
Völkerrecht im Landkrieg das Privateigentum
von Angehörigen der in einen
Krieg verwickelten Staaten möglichst geschont
und nur, insoweit es für Zwecke
der Kriegführung brauchbar ist, in Beschlag
genommen wird, unterliegt im Seekrieg
nicht nur das Eigentum des feindugen
Staats, sondern auch alles feindliche
Privateigentum zur See, wofern es
nicht durch eine neutrale Flagge gedeckt
wird, der Okkupation durch die gegenteilige
feindliche Macht, ja sogar, wofern die
Kaperei von der kriegführenden Seemacht
estattet wird, durch mit Kaperbriefen verfehene
Privatfahrzeuge 4 Kaperei).
Auch neutrale Privatschiffe, welche sich
einer Verletzung der Neutralität, namentlich
durch den Transport von Kriegskonterbande
oder durch Blockadebruch, schuldig
machten, unterliegen der Aufbringung
und Wegnahme. Eine Einigung der Seemächte
zur Beseitigung * doch zur