müssen und nun mit Frout gegen die Heimat focht. Ihre Lluie wölbte sich
in ziemllch tief elngedrücktem Bogen zwlschen der Nordfront von DVerdun und
Réoigny; aber dlese Stadt selbst war bereite verloren, und der Verteidiger über
den Lauf des Ornaln und des Rheln-Marne-Kanals zurückgetrleben. Weiter
westlich schloß sich, von Albrecht hart bedrängt, die 4. Armee an. Von Réoigny
über Vitry-le-Frangoie zogen sich ihre Linien bie Sompuis. Ihr linker Flügel
bing in der Luft und war in harter Bedrängnie, die sich nur steigern konnte,
wenn nun gar noch das 19. Korps der 3. Armee, das zur DVerstärkung des rechten
Flügels der 4. Armee im Anmarsch war, diese noch weiter nach rechts verlängerte.
Diesen beiden Armeen war also Joffres ncuordnende Tätigkeit in keiner
Weise zustatten gekommen.
Dagegen iwar es dem Generalissimus gelungen, den linken Flügel der
französischen Gesamtaufstellung gründllch zu „retablieren“.
Nordwestlich von Parls stand die 6. Armee (Maunoury) auf der Lauer,
und ihre Späher hatten freudestrahlend imelden können, daß der Feind vor
lhrer Front vorübergezogen sei, ohne ihre Anwesenhelt überhaupt
zu bemerken. Allerdings war ihr berelte bekannt, daß Kluck die Vorsicht gebraucht
hatte, nördlich von Meaux Beobachtungstruppen zurückzulassen, deren
Stärte aber ein Armeekorps schwerlich überstieg.
Im Anschluß an die 6. Armee waren inzwischen dle Engländer aus ihrer
Ruhestellung hinter dem Wald von Crecy vorgerückt und standen zwischen
Vaudoy und Haute-Feuille zum Angriff bercit.
Neben lhrem rechten Flügel befand sich eine breite Lücke, die durch zwel
Kavalleriekorps notdürftig ausgefüllt war. Südllch von Angers begannen dann
die Linien der s. Armee, die das Flüßchen Aubetin überschritten hatten. Ihr
Oberkommandierender General Lanrezac war selt der Neuordnung durch Franchet
d'Esperepy ersetzt worden. In der Gegend von Stzanne schloß sich die
neuaufgestellte 9. Armee unter General Foch an. Ihre Linlen zogen slch,
zlemllch scharf vorgebogen, der von Sszanne nach Norden führenden Straße
entlang ble zum Kleinen Morin, um dann südlich des Sumpfdistriktes von Gond
sich bis zum Odberlauf der Somme bel Sommesous binzuziehen. Zwischen ihr
und der Nachbararmee, die dei Sompuis, wle wlr gesehen haben, bereite in
barter Bedränguls war, klaffte allerdings eine gefährliche Lücke von
über 15 Kilometern.
Joffre war ursprünglich entschlossen gewesen, mit den endlich wieder zusammengefaßten
und durch die 9. Armee verstärkten Kräften des linken Flügels
den Vormarsch der deutschen I., 2. und S. Armee auf sich zu lenken, dann langsam
und kämpfend noch weiter zurückzuweichen, den Felud so allmöhlich immer
welter von selnen rückwärtigen Verbindungen abzuziehen und erst wieder anzugreifen,
wenn jener tief in französisches Land eingedrungen wäre und sich durch
Marschverluste und unersetzbare Munitionsknapphelt noch weiter geschwächt
bätte. Da errelchte ihn die Meldung, daß Kluck an der mit Divisionen wohlgespickten
Ostflanke von Paris vorbeimarschiert sel! Das ließ nur den elnen
Schluß zu, daß er tatsächlich von der schweren Bedrohung seines in der Luft
böngenden rechten Flügels keine Kenntnie erlangt baben könne. Oer Felnd war
in die Falle hineinmarschiert! Zetzt tauchte vor Joffres Blicken eine ganz neue
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