—
i
D
2 — el der a in der Resbernt zu —
Kommunales.
Sitzung des Kollegiums der Gemeinde=Bevollmächtigten
in Rosenhe#im
am Mittwoch, den 15. April.
vormittags 129 Uhr.
Tagesordnung:
Prüfung der Rechnung der Gemeindelasse pra
1919.
Cokalnachrichten.
Rosenheim, 14. April.
Silberne Hochzeit. Herr k. Seminar-=lehrer
L. N llas seiert heute mit seiner Gemahlin
im Kreise seiner Familie das Fest der silbernen
Hochzeit. Belanntlich beging der Jubilar lürz.
lich auch das Fest seiner 25fährigen Tätigleit
an der Präparandenschule. Wir embieten
dem allverehrten Paare die herzlichsien Glückwünsche
zu seinem Ehrenfeste!
Zur Lokalbahn Rosenheim Frasdorf
wird und geschrieben: In der Presse erschienen
in den letzten Tagen verschiedene Notizen
über die Eröffnung der Lolalbahn. Sie
enthielten am Schlusse eine sicherlich sehr gut
gemeinte. aber einseitig ausgefallene Dankesersiattung.
Hierzu sei festgestellt, daß, wenn
die Zeit der pflichtgemäßen Dankeserstattung
gekommen sein wird, man auch für eine gerechte
Verteilung des Dankes sorgen wird, damit nen
den Gennunten auch die bielen' Würdigen,
denen wohlverdienter Dank gebührt, nicht über-*7
werden.
Das Königsschießen der Feuerchühengelellschaft
Rosenheim findet am 3., 1.,
und 6. Mai 1914 statt. Auf der „Festsheibe
( Ludwig“ lommen alle Ehrengaben
zur Verteilung, insbesondere die Gaben
des Königs und des Kronprinzen. Die Fesscheibe
kann mit Glück kombiniert werden. Die
Ehrenscheibe ist mit 20 Preisen in Höhe von 50
bie 4 Mk. dotiert im Gesamtbetrage von 348
Mark mit je einer seidenen Fahne. Auch für
Haupt und Glück ist die gleiche Zahl Preise
in der gleichen Höhe vorgesehen. Fir die
Ringscheibe lind 20 Preise von 50 bis 4 Mk.
in seidenen Säckchen im Gesamtbetrage ren
417 Mk. in Aussicht genommen. Ferner werden
für die Teilnehmer am Schützenzug, der
am Sonntag den 3. Mai siaumfinoet. Schuͤtzenzugprämien
in Höhe von 20 bis 8 Mf. im
Gesamtbetrage von 71 Mk. gestiftet; Preisträger
lind die Schützen mit den besten Tiefschüfsen
auf Ehrenscheibe. Endlich folgt noch oie
eine Ieme- "
8 ist undenkbar," ries ich.
eine ken soviel Kraft besitzen?“
„Wie können Sie wissen, ob viel Kraft nötig
war Obgleich es Frauen gibt, die eben so viel
Kratt besten wie die Männer. Aber in biesem
Fall
„Wie könnte
beweist vorläufig nichts, coaoß viel Anstrengung
slorderl ich war. Die Frage ist, was für ein In-Ktrument
angewendet wurde. Augenscheinlich ein
i Vrßergewöhuliches und von besonders tötlicher
d eins, das, wie ich mir einbilde, gerade
o k im diest einer Frau wie eines Mannes
ein könn ich möchte sagen, noch eher bei
einer du ½ ein Mann vorziehen würde, sich
auf seine Faust zu verlassen. Lassen Sie mich
Ihnen dies sagen, Ferguson. Sie irren sich gewaltig,
wenn Sie Wiuo“ Lawrence hiermit in
Lusammenhang zu zu bringen versuchen. Ich lenne
n genau ist ein Mann von bohem Rang
und edlem Charalter; einer solchen Tat so unsähig
wie Sie selbst. In der Tat leune ich ihn genau
genug, um zu wissen, daß er dessen nicht chig
ist; ich kenne Sie nicht genügend, um mit Bestimmtheit
u sagen, wessen Sie sähig wärcn.“
prache ist ganz n- Ich
habe 5 derartiges herausgefeordert.
„Sind Sie ganz aufrichtig Sind Sie sicher,
daß Sie im Grunde Ihrer Seele nichts verheim-
"
lichen? ch besinde mich hier in ciner halb
offiziellen Es ist meine Pflicht, fesunastellen,
wie dieser An getötet worden ist. Dennoch
reden Sie, während Sie meine Fragen zu beantworten
verweigern, und mein Necht dazu anzweiseln,
allerhand über Philipp Lawrence, und
zeigen mit einer Art von Triumph einen Kragen
vor mit seinem Namen, den Sie, wie Sie sagen,
auf dem Boden gefunden hätten. Ich warne
baner Inntalmeisterschaft mit fünf silbernen
Meist- schasts eichen zu je Am Soantag
in 3. Mai isi vormittags 10 Uhr der
Schümmg; er geht vom Flötzingerbräu in der
Kasserraße aus. Das Schießen erreicht seinen
Sluß am Mitlmoch den 6 Mai, abends
5 Uhr
Ein Oüergruß aus Periien traf am
Sonntg bei der Redaltion des, „Rosenheimer
Anzeier“ ein. Der Uebermittler ist Herr Dr.
ubil. Georg Babinger, Oberlehrer an der
keutschperfischen höheren Lebranstalt in der persischen
Haupistadt. Das Schreiben ist „Teheran
am persischen Neujahrsfest 1332“ daliert
und lutet: „Sehr geehrte Redaktion! In angeneh
er Erinnerung an meine Heimatsead,
deren Gymnasium ich 1905 absolvierte, erlaute
ich mr, Ihnen einige Ansichten aus der versischen
Hauptftadt zu übermitteln, die Sie nach
Belielen in den Schaufenstern der Redaltion
dem Interesie meiner Rosenheimer Belannten
und Unbekannten unterbreiten wollen. Hochachturgsvoll
gez. Dr. phil. Georg Babinger,
Sberehrer an der deutsch-persischen höheren
Lehrenstalt“. Die uns übermittelten Bilder z.
gen ehr schöne Aufnahmen aus dem persischen
Lande; wir bringen sie in unserem Schaufe enster
zur Ausstellung. Der Postitempel des Brieses
tragt das Datum des 2. April 1914, der Brief
war also bis Nosenheim 10 Tage untermwegs.
Das Kuvert mit den interessanten Marlen ist
der Bilderserie eingefügt. Wir danken Herin
Babincer fur diese Aufmertiamkeit und entbirten
uihm uu die Ferne uniere beuen. Grnbe.
Die Osterfeiertag beglückten uns heuer
mit einem so herrlichen Wetter, wie es uUns seit
rielen Jahren nicht mehr um dieie Zeit beschieden
war. Ein strahlend schöner Morgen begrüßte
an beiren Tagen die Frühaufsteher.
Die Folge war, daß sich gar bald eine förmliche
Stadtflucht entwickelte. Nach allen Richtungen,
in die nähere und in die weitere Umgebung
ergosten sich die Massen der Ausflügler, zu
deren namentlich auch die Hauptstadt ein sehr
grobes Kontingent siellte. Infolgedessen entwickelle
sich auch auf der Bahn ein recht lebloster
Verkehr. Am Montag war das Wetter
noch, schöner wie am Sonntag. Am Sonntagnachmittag
war der Himmel zeitweise bedekt.
em Montag zeigke er auch nicht ein Wöllchen.
Wer sich nicht schon am Sonntag im Freien
ergangen hatte, holte dies am Montag um so
gründlicher nach. Wohin man kam, überal! ga
es Ausjlügler in Massen, die Gartenwirtschafte
waren überall eröffnet. Sehr auffallend isi
die Förderung der Vegetalion gerade in den
leen zwei Tagen. Die Knospen haben sich
Sie noch einmal, dan sich einer ### #
rechtigkeit schuldig machen, wenn Sie Philiyp
Lawrence' Namen hier hinein ziehen, und daß
die Folgen auf Ihr cigenes Haupt zurückfallen
werden
nn hören Sie mich mal an, ODume. Erstens
verstehe ich nicht, warum Sie eine so scharfe
Sprache gegen mich führen. Und jedensalls übertreiben
Sie die Wichtigkeit Ihrer Steilung. Sie
sind zusällig der erste Arzt, an den ich dachte,
das ist alles. Sie sollen eine ärnliche Untersuchung
machen; und in der Hinsicht habe ich
Sie noch nichts besonderes anstellen sehen. Zu
tun, als ob Sie hier in irgend einer jurisuischen
Eigenschaft wären, ist einfach Torheit. Tas genügt.
Mancher würde die Fragen, die Sie mir
gestellt haben, als absichtliche Impertinenz aufsassen.
Ich kenne Sie genug, um zu wissen, daß
nur Ihre unglückliche Art und Weise schuld daran
ist, und daß Sie leine böse Absicht dabei hatten.
Lassen Sie mich noch dies hinzusügen. Ich
weiß garnichts über Herrn Philipp Lawrence;: ich
habe ihn nie im Leben gesehen. Aber da man
ibn ganz früh heut Morgen in auffallender Weise
und mit allen Zeichen der Hast das Gebäude bat
verlassen sehen, und da sein Bruder bier nun
aufgefunden worden ist, so glaube ich, daß er
trotz Ihrer glühenden Verteidigung zur Verantwortung
gezogen werden wird.“
Warum Qume sich unu so benahm, wie er
es tat, ist mir gänziich unwersländlich. Er trat
dicht an mich heran. mir fest ins Gesicht, auf
eine entschiedene anfriundliche Art und sagte:
„Dann sage ich, Sie lügen.“
Er sagte es ganz tuhig — er pflegt nie laut
iu sprechen — aber mit besonderem Nachdruck
Während ich noch überlegte, oh ich ihm eine Chr.
überall entwickelt und entfaltet, unsere Alleen
svenden schon angenehmen Schatten, Blumen
hlähen überall, die Obst= und Zierbäume zeigen
sich in herrlichner Blütenpracht. Ueberall erfreuten
liebe, schhne An= und Ausblicke das
Auge. Leider wurde die Osterfreude stark getrübt
t durch die Nachrichten von dem verheererden
Feuer in Altenbeuern und von der großen
Brandkatastrophe bei Aibling, welche drei junge
Menschenleben gefordert hat
Regimentsfubilckn. Wie schon bekannt
it, werden im laufenden Jahre die Feier ib
00fähr. Besiehens festlich begehen: am 20.,
und 22. Juni das 1. Schwere Rakam 25,. 21.
am 27., 28. und 29. Juni das 12. Inf.-Reg,
am 4., 5. und 6. Juli das fanterie Leib Reg.
und am 11., 12. und 13. Juli da- Inf.=Reg.
Das Staatsministerium des MoSherd und
die Staatsministerien des Innern, beider Abteilungen,
ermächtigen die Vorflände der untergeordneten
Stiellen und Behörden, den unternellten
Beamten, die als frühere Angehörige
der genannten Truppenteile an den Feiern teil-#nehmen
wünschen, auf Ansuchen entsprechende
D Dienstbefreiung zu gewähren, soweit esdie Dienst=Verhältnisse
gestatten.
Vortrag für Arbeitgeber. Herr Dr.
Zahnbrecher aus Nürnberg, Syndicus des Nürnberg.
Fürther-Arbeitgeberkartells und Schöpfer
der Arbeitgeber-Kartelle in München, Augsburg,
Würzburg, Regensburg, Traunstein uso.
wird am Mittwoch, 15. Arril, abends! I#tr.
in Rosenheim, im Saale des Restaurant For:=nur,
einen Vortrag halten uber Arbeitgeber=Kartelle
in Bayern.
Ein Aeroplan schwebte heute früh zwischen
8 und 9 Uhr längere Zeit über unserer
Stadt. In ansehnlicher Höhe beichrieb er mehrere
Schleifen und setzte dann den Flug in der
Richtung nach München fort. Ob der Pilot
noch einen Passagier mit sich führte, konnte nichl
wahracnommen werden. Das ungewohnte Ereignis
fand viele Zuschauer.
Musik und Thealer.
Eröffnung der Rosenheimer Oo
rettensaison. Mit dem Ostersonntag darf.
len wir das Spereitenensembe dert Direltion
Kömer vom Landehuter Stadttheater wieder
begrüben. Es sieht nom vorigen Jahre, seiner
ersten hiesigen Spielzeik, noch in bester Erinnelung
und ist darum allseitig freudig erwartet
worden. Der beie Beweis dafür ist der zahlreiche
Besuch, der sich zum Eröffnungsabend
iretz des prächtigen Osterwetters eingefundoen
srige geben sollte oder nicht. kam A#lins berein.
Ihm auf den Fersen folgte ein Polizci-Diener.
Es war die höchste Zeu.
Kapitel 5.
Ein seltsamer Fall.
Ich war gerade in mein Zimmer zurückgeleh
al Fran Neddar erschien
„Die junge Tame ist jetzt auf Herr Ferauson,
und mochte Sic gerne sprechen, wenn es
Ibuen o paßte."
ihren Worten. ihrem Ton und Wesen
eninn ich, daß Sic noch nichts von dem Vorfall
auf Nr. 61 gebört harte. Arkius hatte erklärt,
daß es ihm Mühe gekostet hatte, einen Konstabler
zu sinden und augenscheinlich hame er unterwegs
niemanden von seinem Außtrag urtahlt. Noch
war die Kunde von Edwin Lawrence Tode nicht
brlannt geworden. ch war nicht gencigt, Frau
Peddar zuerst Lsane erzählen. beeig. ã
„Wie gebt es der jungen Tame?= fragte ich.
Gu 1. Herr, lorperlich, wenn ich mich so ausdrücken
dari, schrint sie wieder ganz wohl zu sein,
sie bat jedenfalls ganz fest geschlafen und sieht
hübscher denn je aus: aber daß mit ihrem Verstand
irgend etwas nicht in Ordnung ist, davon
bin ich überzengt.=Haben
Sie gcher Namen oder sonst irgend
etwas. nerr sie erfahre
Nein, Herr, wichr eine Silbe. Ich habe ihre
Wäsche untersucht, als sic schlief, die ist E. M.-gereichne.
i
(Forlsetzung folgt.)