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isolierte Stellung in Courcelles und Nancré, wo die Füsiliere
standen, war dem Divisionskommandeur für die Nacht zu ge—
fährdet erschienen. In Boynes, das wir schon vollgepfropft
von 52ern und Artillerie fanden, trafen wir gegen 10 Uhr
ein. Eine Stunde verging noch, ehe die Quartierbillets ver—
teilt waren, und als ich nun endlich mit vieler Mühe mein
Haus gefunden hatte, fand ich die Thür verschlossen, und trotz
allen Rufens und Klopfens ließ sich niemand sehen. Das war
mehr, als der kärgliche Rest von Geduld und guter Laune er—
tragen konnte, der einem, nach dem Tage voller Anstrengung,
an dem wir zirka 17 Stunden nun auf den Füßen gewesen,
geblieben war.
„Sergeant P., den Hauptschlüssel her!“ (die Kreuzhacke.)
„Befehlen! Hat ihn schon!“
Im Nu lag die Vorthür in Stücken, und meine Grena—
diere machten sich eben daran, die dahinter befindliche Glasthür
folgen zu lassen, als aus einem benachbarten Hause eine
Frau mit dem Schlüssel erschien und zwar nun sehr eilig. Ich
hieß sie natürlich in sehr gewählten Ausdrücken willkommen,
worauf sie unter vielen Thränen ihre Unschuld beteuerte. Sie
sei die Wirtschafterin des Hausherren, der in einer anderen
Straße wohne, und sei erst von den Nachbarn herbeigeholt
worden. Gleich darauf erschien auch der Wirt in großer Angst,
der auch sehr freundlich begrüßt wurde. Mein Aerger schwand
einigermaßen, und das Barometer meiner Höflichkeit stieg er—
heblich, als er sich gleich mit 2 mitgebrachten Flaschen Wein
und einem Korbe mit allerhand eßbaren Dingen legitimierte.
So endete der Tag besser als er angefangen, und die Ruhe
in dem guten Bette that dem ermüdeten Körper sehr wohl.
Das war nun der vorläufige Abschluß unserer Märsche,
wir hatten unsere Bestimmung erreicht, und uns als Riegel
zwischen die Loire-Armee und Paris geschoben. Alle weiteren
Dislocierungen konnten nur den Zweck der Konzentrierung haben.
Der erste Erfolg dieses Abschlusses war ein Ruhetag am 21. in
Boynes, der dadurch noch vollständiger wurde, daß man wegen
des schauderhaftesten Regenwetters absolut nicht zur Thür heraus
konnte und also vollständig Zeit und Gelegenheit hatte, sich
wirklich auszuruhen. Der Ruhetag war uns übrigens sehr