Full text : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

Uummer  14

##fmer  Anz#

Dieestag,  19.  Jannar  10916

 

sone  ein  europäisches  und  vier  indische  Regimenter,
  darunter  auch  Kavallerie  mit  etwa  acht
Maschinengewehren  und  neun  Geschützen.  Auch
Marinetruppen  wurden  ausgeschifst.  Die  schweren
  Schiffsgeschütze  des  Kreuzers  „For“  unterstitzten
  den  Angriff  der  Feinde  von  der  See  aus.

Das  feindliche  Landungskorps  wurde  in  erbillerten
  dreitägigen  Kämpfen  mit  schweren
Verlusten  auf  feindlicher  Seite  zurückgeschlagen.
Am  4.  November  währte  der  Kompf  ununterbrochen
  15½  Stunden.  Abends  fand  ein  entscheidendes
  Gefecht  gegen  die  gesamte  feindliche
Streitmacht  trotz  heftigster  Beschießung  der
Stadt  durch  feindliche  Schiffsgeschütze  statt.  Das
Feuer  unserer  Geschütze  setzte  einen  englischen
Transportdampfer  in  Brand.  Auch  der  Kreu-#er
  „Fox“  erhielt  einen  schweren  Treffer.  Am
6.  November  zogen  die  englischen  Schiffe  nach
Norden  ab.

Das  Landungskorps  hatte  eine  Stärle  von
80/1½  Mann,  während  die  Unserigen  2000  zähllen.
  Die  Verluste  der  Engländer  betrugen  über
30u10  Mann  an  Toten,  Verwundeten  und  Gesangenen.
  Unsere  Verluste  waren  gering.  Zifsernmäßige
  Angaben  stehen  noch  aus.  Nach
flüchtiger  Zählung  erbenteten  wir  acht  Maschinengewehre,
  300  000  Patronen,  30  Feldtelexhonapparate,
  über  tausend  wollene  Decken,
viele  Gewehre  und  Ausrüstungsstücke  und  große
Mengen  von  Proviant.

Die  Stimmung  unserer  siegreichen  Truppen
(Schußt--  und  Polizeitruppen  und  Kriegsfreiwillige
  aus  dem  Schutzgebiet)  war  ausgezeichnel.
  Auch  die  Askaris  bewiesen  eine  aufopfernoe
Hingabe  und  Heldenmut.  Die  volle  Tragweite
der  englischen  Niederlage  ist  von  hier  aus  noch
nicht  annähernd  zu  übersehen.

#  ri  e

Pon  den  öflerr.  Kriegsschaupläßen.

Die  Kriegslage  in  Galizien
und  Polen.

WITB.  Wien,  16.  Jan.  Amtlich.  In  Polen,
Galizien  und  den  Karpathen  ist  die  Lage  unverändert.
  Am  Dunajec  erzielte  unsere  Artillerie
  im  Kampfe  mit  feindlicher  Feld=  und
schwerer  Artillerie  abermals  schöne  Erfolge.

WTB.  Wien,  17.  Jan.  Amtlich  wird  verlautbart:
  Die  Situation  ist  unverändert.  In
Polen,  am  Dunajec  und  im  Raume  siüdlich
Tarnow  Geschützkampf,  der  mit  wechselnder  Intlensität
  den  ganzen  Tag  hindurch  anhielt.  In
den  Karpathen  herrscht  Ruhe.
Das  Ende  der  russischen  Kräfte.

WTB.  Budapest,  117.  Jan.  Der  „Pester
Llond“  bringt  einen  Artikel  von  militärischer
Seile,  in  dem  es  heißt:  Die  Russen  entzogen
dem  vor  Przemysl  stehenden  Belagerungsheer
und  den  gegen  die  Ottbesliden  angesetzten
Krästen  einen  Teil  ihrer  Artillerie,  nament:
lich  schwere  Batlerien,  um  am  Dunajec  und
un  der  Nida  durchzudringen.  Diese  artilleristiscten
  Aushilsen  zeigen,  daß  die  Ueberlegenheit
  der  Russen  an  leichten  und  schweren  Geschügen,
  die  wöhrend  der  beiden  Lemberger
Schlachten  und  auch  noch  zur  Zeit  unserer
erien  Offensive  gegen  den  San  und  die  Weich- 



gewehren,  also  alten  Waffen,  an  die  Front
schicen,  ist  ein  Symptom,  das  Beachtung  verdient.
  Schließlich  läßt  dies  auch  auf  eine  wesentliche
  Verringerung  der  vorhandenen  Kräfte
schließen.  Der  Boden  des  russischen  Kräftereservoirs,
  das  unerschöpflich  schien,  wird  immer
  deutlicher  sichtbar.
—

Malien.

Die  Haltung  Italiens.

Köln,  16.  Jan.  Laut  der  Mailänder
„Perseveranra“  äußerte  nach  einem  Bericht  der
„Köln.  Jeitung“  der  vatikanische  Siaatssekre-b
tär,  Kardinal  Gasparri,  Journalisien  gegenüber
über  die  Hallung  Italiens,  daß  diejenigen,  die
versuchten,  Italien  in  den  Krieg  zu  verwicdeln,
schlecht  handelten.  Einen  Krieg  zu  beginnen,
so  lange  keine  Verletzung  der  territorialen  Unantastarkeit
  Jtaliens  erfolgt  sei,  wäre  nicht
nur  unpatrio#lsch.  sondern  geraderu  verbrecherisch.
  Die  Aeußerungen  des  Kardinals  werden
als  Kenn:eichnung  der  Haltung  der  italienischen
Katholiken  betrachtet,  die  für  Beibehaltung  der
Neutralität  einstehen,  so  lange  die  (Oren#en  Italieus
  nicht  verletzt  werden.  %

e

die  Turtel  Weltcee.

Die  Türken  im  Kaukasus.

WTB.  Konstantinopel,  17.  Jan.  Das
Hc#ptauartier  berichtel:  Unsere  im  Kaulasus
ox#  #rierenden  Truppen  setzen  seit  einigen  Tagen
  einen  erbitterten  Kampf  gegen  die  Rufsen
  fort,  die  beträchtliche  Verflärlungen  erhallen
  haben.

Russische  Greucl  im  Kaukasus.

WIRB.  Konktantinopel,  17.  Jan.  Der
Kommandant  der  türlischen  Truppen  im  Kaulasus
  teilt  amtlich  mit,  daß  die  Russen  wie  die
Wilden  gegen  das  Völkerrecht  und  die  Gesehe
  der  Zivilisation  handeln.  Während  ihres
  Rückzuges  haben  sie  ihren  eigenen  Landsleuten,
  die  muselmanischen  Glaubens  sind,  die
Angen  ausgestochen  und  Greise  und  schutzlose
Kinder  gelötet.  Als  sie  gezwungen  waren,  sich
aus  dem  türlischen  Gebiet  zurückzuziehen,  in
das  sie  zu  Beginn  der  Feindseligkeiten  eingefallen
  waren,  haben  sie  die  waffenlose  Bevölkerung
als  Gefangene  mitgenommen  und  all  ihr  Hab  u.
Gut  und  ihr  bares  Geld  mit  Beschlag  belegt.
ohne  den  davon  Betroffenen  irgend  ein  Schriftstück
  auszustellen.  Außer  diesen  Handlungen
der  Feigheit  tun  die  Russen  elwas,  was  keine
Nation  und  kein  zivilisiertes  Heer  zu  tun  wagen
  würden.  Sie  greifen  die  Feldhospitäler  an,
hauen  die  Verwundeten  in  Stücke  und  weigern

sich,  was  ihrer  Varbarei  die  Krone  aufsetzt,
den  Roten  Halbmond,  der  durch  die  Genfer
Konvention  als  neutral  anerlannt  ift,  anzuer:
kennen.  Die  türlische  Regierung  macht  es  sich
zur  Pflicht,  diese  Handlungen  der  Barbarei
der  zivilierten  Welt  zu  unterbreiten.
·  60  %
Iu  Südafeika.
Wiln.  Haag.  17.  Jan.  Der  „Ni-uwe  Couram“

  hat  die  Abschrift  eines  an  ein  belanntes
englisckes  Tageblatt  gerichleten  Schreibens  erhalten.
  In  diesem  wird  betont,  daß  die  Provin:
  ialwahlen  in  Tranevaal  darauf  Binweisen,
daß  Botha  das  Vertrauen  der  Wäller  in  der
Union  nicht  mehr  besitzt  und  daß,  wenn  er  den
Mut  hätte,  allgemeine  Walhlen  auszuschreiben.

 

Wenn  die  Regierung  ihre  offene  Pflicht  geton
hätte,  hätte  sie  die  Londoner  Regierung  gewarnt
  und  darauf  hingewiesen,  daß  man  von
dem  großen  Teil  der  holländischen  Beoöllerung
  nich!  erwarten  lönnte,  eine  solche  Eroberung
  für  ein  Volk  zu  machen,  das  vor  weniger
als  20  Jahren  ihre  Flagge  niedergeholt  und
ihren  Grund  und  Boden  in  Besiy  genommen
hat.  Es  sei  nicht  erwiesen,  daß  die  ale  Ne
bellen  vom  Britenreich  Bezeichneten  diesen  Namen
  verdienen.  Die  Regierung  lönne  legitimer
  Weise  nur  verlangen,  daß  sie  das  Land
verteidigen  und  Angriffe  des  Feindes  zurückweisen.
  Wenn  die  Unionsregierung  den  Standpunkt
  der  Buren  klar  und  wahrheitsgemäß  dargelegt
  hätle,  würde  man  das  Wort  „Rebellen“
innerhalb  der  Union  nicht  gehört  haben.  Hätte
die  englische  Regierung  deutlich  begriffen,  wic.
die  Buren  das  Gesetz  über  die  Landesverteidigung
  auffaßten,  so  würden  sie  das  Angebot
  der  Unionsregierung  nicht  angenommen

haben,  deutsches  Gebiet  zu  erobern.  Der  V
fasser  des  Schreibens  sieht  die  Zukunft  Eie#
afrilas  in  dürlerem  Lichte  und  sagt,  das  einzige

  Mittel  sei,  daß  der  britische  Generalgauverneuc
  von  Südafrila  den  Rücktritt  des
Ministeriums  Botha  und  die  Auoschreibung  von
Neuwahlen  fordere.

·
Jopan.
Was  will  Japan?

WIITB.  Petersburg,  16.  Jan.  Nack  einer
Meldung  der  „Nowoje  Wremia.  hat  Graf
Oluma  in  der  Zeitung  „Kolumin“  Folgendes
erklärt:  Fapan  hat  größere  Aufgaben,  als
über  das  Schicksal  der  unbedeutenden  deutsichen
Kolonien  iu  verfügen.  Seine  Ausgabe  besieht
darin,  Eurcxa  die  Augen  ütter  die  wirkliche
Bedeutung  Jarans  #zu  öffnen.  Der  Siille  Ozean
liege  schon  im  Bereiche  des  japanicchen  Ein
flusses.  Die  Jaxaner  könnten  setzt  das  Prestige
ihres  Reiches  zu  einem  hohen  Ausfsch  wung  brin
gen.  Ein  unbewassneter  Friede  sei  kein  wahrer
Friede,  da  die  Divlomaiie  ohne  militärische
Unterstützung  machtlos  sei.  Die  Verstärlung  der
Armee  und  Flotte  Japans  sei  notwendig.

Dle  bauerischen  Berlufllisten.
Verlustliite  Nr.  139.
11.  Jus.-Reg.  Negensburg:  Kriegefreiwilli- 



ger  Wilh.  Hörmann  aus  Traunstein,  schwer
verwundet.
NRes.-Inf.-Reg.  Nr.  6:  Gefr.  d.  L.  Jakob
Zeiler  aus  Pfaffenhofen,  gefallen.
Res.-Inf.-Reg.  Nr.  3:  Gefr.  d.  L.  Georg
Praßl  aus  Winllham,  schwer  verwundet;  Juf.

Heiserer  aus  Aufkirchen,  leicht  verwundet.

Vionier-Batainon  München:  Gefr.  Joh.
Oruber  aus  Rolbermoor,  leicht  verwundet.

Das  Erdbeben  in  Malien.

Rom.  17.  Jan.

Nach  dem  „.„Giornale  d’Italia“  betragen  die
(belô##ten  in  Anszzano  5000,  in  Celano  4.00.
in  Sora  mehrere  Tausend  und  in  jedem  der
50  am  Fucinersee  gelegenen  verwütfeten  Orte
melrere  Hunderte,  Die  Gesamtzahl  der  Opfer
des  Erdbebens  dürfte  sich  auf  30  600  belaufen.

Hol-  und  Personalnachrichteu.

Joh.

 

 

Prinzessin  Adelgunde,  Tochter  des  Konigspaares,
  sind  folgende  Bekltimmungen  getroffen:
  Der  Furtt  lrifft  am  Montag,  18.
Jannuar,  nachm.  15  Uhr,  in  Munchen  ein.
Er  wird  am  Bahnhof  vom  König,  den  Prinzen
und  dem  kleinen  Dient  des  Konigs  empfan
gen.  Der  König  begleitet  den  Fürften  im  Hof
halawagen  zur  Residenz,  in  der  der  Furft
die  Trierzimmer  bewohnt.  In  dem  1.  Trier
zimmer  begrüßen  die  Königin  mit  den  Prin-„essinnen
  den  Fürsten.  Am  Montag  abends
findet  zu  Ehren  des  Brautpaares  bei  Prin
zessin  Arnulf  eine  Tafel  statt.  Am  Dienstag,
17.  Jan.,  mittags,  findet  eine  Frühstückstafel
bei  Prinzessin  von  Hohenzollern,  am  Abend
in  den  Reichen  Zimmern  der  Residenz  eine
Familientasel  #latt.  Am  Mittwoch,  20.  Jan.,
vorm.  11  Uhr,  wird  in  den  Reichen  Zimmern
der  Residenz  in  (begenwart  des  König  und
des  Prinzen  Karl  Anton  von  Hohenzollern
Zeugen  die  flandesamtliche  Trauung  durch
den  Staateomini'ker  Dr.  Garsfen  von  Hertling
vollzogen.  Um  halb  12  Uhr  folgt  in  #der
Residenz  Hofkapelle  die  lirchliche  Trauung  durch
Kardinal  Erzbischof  Dr.  von  Bettinger.  Um
r  1  Uhr  findet  für  die  Königliche  Familie
das  Brautpaar  und  die  für'tlichen  Gäste#Familientafel
  in  den  Reichen  Zimmern  der  Residenz,
  fur  das  Gefolge  Marich  allstafel  in  den
Steinzimmern  fatt.  Unmittelbar  nack  der  Tafsel
mird  das  Fürttenpaar  von  Hohenzollern  München
  verlassen.

Bawerische  Nacheichlen.

Augsburg,  17.  Jan.  Der  ledige  2  nährige
Arbeiler  Gg.  Nickl,  der  sich  am  Mona#  zur
Musterung  siellen  sollte.  hatte  das  Ungluck,
in  der  Kattunfabrik  feine  rechte  Hand  in  oie
Maschine  zu  bringen.  Als  er  sich  befreien  wolite,
ergriff  die  Maschin:  auch  den  Korf  des  Ungindlichen
  und  zermalmte  ihn  voll'ländig.

Wessobrunn,  17.  Jan.  Bei  Arras  fiel
der  Straßenwärtler  und  Landwehrmann  Joh.
Kübler  von  hier  auf  dem  Scklachtfelde.  Da
bekannt  war,  daß  RKubler  Frau  und  neun
Kinder  hinterließ,  wurde  eine  Sammlung  innerhalb
  der  Kompagnie  verannaltet,  die  die
Summe  von  270  Mark  ergab.  Gewiß  ein  id.
nes  Beispiel  kameradschüftliche#:  Opfer#simnee!

Cokalnachrichken.
Zum  18.  Jannar,

In  großzer  Jeit  jährt  ĩich  heulte  .Male
die  Gründung“  des  Deutichen  Reiches.  n  13.
Jannar  1871  war  der  alte  Traum  von  einem
Neich  und  einem  Kaie#r  zur  Wirliichteit  ge
#'r  orden.  In  macktigen  Schlackten  war  Frank
reich  ##  Doden  geworen.  die  deutichen  Hoote
umscklofsen  mil  einem  ei#ernen  (Durtel  r-Vor
  den  Toren  der  framoesischen  Pauplnatt.
Kaisersckloßz  Versailler,  verfammelten  sich  *lr
13.  Jannar.  12  Uhr  mittags.  Depulalionen
oller  um  Paris  stehenden  Regimenter,  die  ober
Führer  und  A##:  R  andien  ailler  Armee:  orps.
Unter  dem  großen  Dedengemälde.  welhr#s  Se#n-1

  XIV.  #al#  einen  thre  ienden  Gott  darite
u  sl  keis.1..«l.md..sjoh.«»OZum  1
i-.ieatundgefcske!lt:tsesnenF-.13;.-:11ic—1e1,1er
·-«nltcl1:snstd«iundionfqthnhjnicht-if
J"-inc-1Imd,3«ur««1ssum««"sul«1nq«ildic
ctunde  nber  die  Ver-  undigung  de:  Kalierret
l  lannt  IndemJ  Des-.-  die  Prolla
13.  on  an  das  denrde  Voil.  Der  Groi;  LL
in  aden  kra  den  ernen  Hochrus  auf  ei

—

2

 

 

  

 

iel  in  unheimlicher  Weise  zutage  trat,  nicht  das  Ministerium  sallen  würde.  Der  Verfasser  .  —  Maiier  aus.  Di:  fruckti#  #zingenoen  Kei  ine  der

mehr  in  diesem  Umfange  besteht.  Auch  diesdrreitl:  Als  der  Krieg  begann,  wurde  die  MMünchen.  17.  Jan.  Für  den  Besuch  des  kutien  Einhes#gedanke  waen  in  traftige
Talsache,  daß  die  Russen  in  der  letzten  Zeito  Union  eriuckt,  ihre  Loyalität  durcz  die  ErdlehFür'ten  von  —  nzollern  am  ban#  Aede  ger  ilün  I.2  aus  der  der  machtige  B.  aum
zahlreiche  ihrer  Neuformationen  mit  Berdange  rung  ron  Deutsch  Südwmestafrika  zu  beweisen.]  rischen  Hose  und  seine  Vermählung  mit  der  [#rrce  .  Frutscken  Reicher  derrorgegangen  #u.  Det

 

Sie  sich  mir  fügen  müsen  7“

Sie  zitterte.  ber  sie  gab  ihre  Sache  noch
ummer  nicht  verlor

„Dort  im  knon  sind  —  begann
sie.  Aber  ich  sicl  ihr  tur3  in  die  Ne  de.

.  um  urson  ist.  alemcns  als  der
Chauifeur.  Und  rWMann  wird  sich  hüten,
sch  in  einen  so  asiee  Kampf  zu  mischen.
Das  Automobil  wird  auf  der  Sielle  besegt,  sobald
  ich  schieße.  Und  jede  Moaglichteit  zum
Emlommen  ist  Ihnen  dann  abgeschnitten.  “
ber  so  sagen  Sie  doch,  was.  Eir,  gigewmicch
wollinn  —  Ich  verstehe  Sie  ja  gar
—  Sie  verstehen  mich  sehr  gur.  Frau
bazar.  Aber  ich.  wiu  mich  Ihnen  deutlich  erllären.
  —  Ich  b  15  Detektiv  hierhergesandt.
Man  hat  dem  sorinchegnen?  Landesverrat  endlich
aus  die  Spur  kommen  wollen.  Heute  bin  ich
fjniormiert  worden,  daß  Sie  am  Abend  hierherkommen
  würden,  um  wichtige  Dolumente  von
ienem  hochgestellten  Verrater  in  Empfang  zu
nehmen.  Wir  sind  Zeuge  gewesen,  daß  er
Iynen  die  Papiere  übergab  —  ich  weiß,  daß
Sie  sie  bei  si  tragen.  Und  wenn  Sie
wenigstens  Ihre  personliche  Freiheit  retten
wollen,  hbo  bändigen  Eie  sie  mir  aus

Ich  wartete;  r  sie  schwieg  beharrlich.
Mit  Fechenerte.  6ber  helh  stand  sie  vor  mir.

„Nun?“  drängte  ich  endlich  ungeduldig.  Da
sah  sie  auf,  und  trogzig  begegnete  mir  ihr  Blick.

„Schießen  Sie,“  sagte  sie  kalt.  „Ich  werde
mich  gegen  meine  Veitahme  nicht  wehren.
Freiwillig  aber  gebe  ich  Ihnen  nichts.“

Von  diesem  Kusamen  Weibe  hatte  ich  mich
auf  etwas  Derartiges  gefaßt  machen  müssen.
Aber  noch  hatte  ich  eine  Wasse  gegen  sie  in
Bereikschaft.

„Nun  wohl,“  sagle  ich.  „Ich  werde  schießen

#„#

 

d

 

 

—  uno  ich  werde  meine  Leme  hervemen.  Sie
mütssen  sich  ja  wohl  gans  klar  sein  über  die
Folgen.  Man  wird  Sie  verhaften:  und  wenige
Stunden  später  wird  man  in  Bularest  noch
einen  anderen  verhaften,  der  —

„Georg!“  Sie  schrie  gellend  auf.  „Das  —
nein  das  werden  Sie  nicht  tun  Sagen  Sie
nichts  —-  hören  Sie  mich  an  hören  Sie  mich
doch  nur  on!  —  Ich  weiß.  daß  ich  verworjen
vin  —  daß  ich  anderen  viel  Leid  zugefügt  habe.
Aber  ich  tat  doch  alles  nur,  weil  ich  ihn  so

liebte  weil  ich  Ihren  Vaier  so  grenzenlos
liebte.  Ich  liebe  ihn  heute  noch:  ich  habe  ihn
niemals  verlassen,  Georg  —  durch  das  furchtbarste

  Elend  bin  ich  mit  ihm  gegangen.  Aufgeopfert
  habe  ich  mich  für  ihn.  Woilen  Sie
mich  wahnsinnig  machen  —  wollen  Sie  mir
as  —  anch  das  noch  kun  —

„Ich  kann  nicht  anders,  Luisa.  Begreifen
Sie  doch,  daß  ich  nicht  anders  kann.  Wenn
ich  Sie  jent  fesmehmen  lassen  muß  dann
steht  es  nicht  mehr  in  meiner  Gewalt,  Ihren
Gattien  zu  schügen.“

„Aber  weshalb  müssen  Sie  mich  denn

sestnehmen  lassen!  Diese  armseligen  Papiere
was  bedeuten  sie  für  Sie?  Nichts  —  weniger
als  nichts!  Uns  aber  machen  sie  reich
Ihren  Vater  reiten  sie  vor  dem  sicheren  Unterang.
  Er  ist  krank  und  hilslos  er  wird
sammervoll  sierben,  wenn  ich  ihe  nicht  helsen
lann.  Lassen  Sie  mich  frei.  lassen  Sie  mich
Ihren  Vater  retten,  Georg
Nie  in  meinem  dt  —  nicht,  als  ich
krank  und  dem  Tode  geweiht  auf  dem  Boden
meines  Zimmers  lag  hatte  ich  mich  in  einer
so  surchibaren  Suna##oon  besunden.  Ich  biß  die
Jähne  aufeinander  vor  Qual,  und  ich  saßte  einen
Haß  gegen  das  Schicksal,  dar  mich  au  dieler

 

den  gezwungen  baltr.  er  ich  mun:e  lahart

ciiben  ih  munte  grarmaeai  umnd  ine#nn:
1  —  um  des  Vaterlandes  minen.  Um
armen  Landes  willen,  das  Verral  und  Schunterei
beherrschten.

„Ich  lann  nitle  k.  Luisa  io  ktann  uint!
Und  wenm  ich  zerriffen  wurde  deum  im  lenn
an  meinem  O#ande  nicht  Zzum  Verrater  wrrden

„Ach,  d  s  sind  Worte  —  Worte  Hror-Vaterland
  *7  ja  nicht  ver  derben  du-  1„)  diere
jammervollen  Papiere.  Wenn  der,  der  e  mir
gegeben  hat,  nicht  wüßte,  daß  nichts  danmt  verloren
  u  —  meinen  Stc.  da½  er  es  getan  hütte?
Denken  Sie  an  ihn:  denien  Sie  an  die  Clisien
  zen,  die  Sie  vernichten  wollen  in  Ihrer
eingebildeten  Nfliähmene.  Georg  —  laiien  Sie
mich!  Drei  Minuten  nur.  dann  lonnen  Se
schießen  dann  können  Sie  Ihre  Leute  horbeibolen.
  Niemand  wird  einen  Verdacht  huben
Sie  sagen,  daß  Sie  mich  nicht  menr  lennen  crreichen
  können  —  daß  Sie  nicht  mubten.  wer
es  gewesen  sei  —  und  drei  Menschenleben,
mehr  als  drei  Mencchenlenen  jurd  geretret.
Lassen  Sie  mich,  Georg  —  lassen  Sie  mich'-„Ich

  kann  nicht.“  iederbete  ich  nur  mechanisch,
  uich  kann  ni

„Und  Jor  Vater?  ?  —  Son  er  im  Gesängnis
sterben.  Georg.

„Geben  mir  die  Dokumenke.
und  Se-  und  er  ist  frei.
wohin  Sie  wollen.

  

 

Lun  —
Sie.  können  genen.
HDoren  Sie  mem  legtes

Wort!  Liesern  Sie  mir  die  Papiere  aus  L
will  ich  für  Sie  und  meinen  Bater  Sorge
tragen.  Mein  Oheim  wird  mir  die  Mittel  geben,

was  Sie  zum  Leben  brauchen  —  sollte  ich  auch
hungern  deswegen.  Aber  was  Sie  von  mir
verlungen,  das  werde  ich  nicht  tun  —  ich  schwöre
es  Jonen!.

 

Da  gab  #ie  de
in  ein  neent
aber  ine

en  Kam  verloren.“  SZie  brach
ber’n  echsertes  Schluaen  aur:
bie  sich  u#dn  Inger.  und  ine  sagte
kein  Won  mehr.  ir  Wasßc.  se  hnoch  imimer
in  der  nmelhlen  en  «  «  ;·.:’Fo»enscllen
hlnduesislls  den  spsnurte
Mappe  mit  d  ic

Jeh  want

   
        
  
  
   
 

.
immobtle  m  1  %%  I  rrlx  ns
mnmntmvun  -:1se.«.,  nd  unangejechten
  ertrich:  ßc  #2n  da  Hler.

4°.  Kapuel.

 
  

„Ich  verstehe  Sie  *5  La  gar.  2üte  Graf
Slololan  „Sie  haben  Ihrein  Lande  een  un.
aakten  u  Deit  gele:  *  und  sicn.
däß  uun  9  Dienites  nieht  ver  *  wad
Nicht  18  0  hh  zu  (h  4  en  hir:  Sreue  und
Unbestechiimte,  dar  Sellenc,  IUuiate  er  Inrt
bitterem  Latmein  hin  zu.  „ist  ja  steis  das  Kost.
barste.  Cuu  Wort  ven  eu.  und  der  Wea  zu  den

hochiiten  Chrenstellen  steht  Innen  en  u.  Nur
immun  ich  unbedmate  Auir  ichtigkeit  verlangen.
Ich  mut  wissen,  von  wem  Sie  die  Papiere
erbie  lict

Ich  lann  es  Ihnen  nich!  iagen,  Erzelleuz,
aus  dem  einjachen  Grunde,  weil  ich  es  nicht
weiß.  Die  Nacht  war  duntkel  und  stürmisch,
und  es  war  unmoglich.  mgend  jemanden  zu
ertennen.  Es  murden  keine  #rel  Worte  zwischen
uns  gewechiel  und  der  Mann  war  maskiert.“

.  Sie  mussen  sich  eine  Be  rimutung  gemacht
haben.  wer  es  war.“  Er  sah  mich  d.  schdringend
an.  Aber  ich  zuckte  die  Achseln.

„Der  Gegenstand  ist  eing  Meinung  nach
zu  rnsst,  Erzellenz.“  sagte  ich.  „als  daß  i
mir  irgendwelche  UI##nnen  bestatten  dürste.“