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Friedrich Spee groß da als mutiger Kämpfer für die Sache der
Vernunft. Außerdem zeigte er sich bei jeder Gelegenheit tatkräftig
als einen echten Diener Gottes und edeln Menschenfreund.
Nachdem er ungefähr sieben Jahre lang auf dem Gebiete der
Seelsorge tätig gewesen war, wurde er 1631 zu friedlicherer Tätigkeit
in die Stille des Klosters zurückberufen. Zunächst wirkte er mit
dem rühmlichsten Erfolge als Lehrer an der Jesuitenschule in Cöln.
Er verstand es, seine Zuhörer durch Beredsamkeit, Sachkenntnis und
Liebenswürdigkeit einzunehmen und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten
aufs erfolgreichste zu entwickeln und zu fördern; er wußte sie aber
auch für alles Gute und Schöne zu begeistern und sie für ein
tugendhaftes Leben zu gewinnen. Die letzten Jahre seines Lebens
verbrachte er in Trier. Hier starb er, erst 44 Jahre alt, am
7. August 1635 als Opfer seiner Nächstenliebe; ein heftiges Fieber,
das er sich bei der Krankenpflege zugezogen hatte, raffte ihn dahin.
289. Der letzte Gauer. Von Wilhelm lennemann.
le Schweden hausen In Marsch und Land;
Oer Gauer klucht grimmig und ballt die Hand.
2. Dreimal geplündert ward Dorf und Haus;
Sle fegten scheunen und Ställe aus.
J. Die Felber liegen brach und lseer;
Die HKeiter stempfen barfbecher.
4. Der Hunger kam und die Pest dazu;
Sie drückten den leizten die Kugen zu.
5. Ein Bauer nur blieb und scharrte sie eln;
Der sollte des Totendorfs Wächter sein.
5. Et sprach kein Wort, nahm pflug und Korn
Und zwang das Eisen durch Distel und Dorn.
7. Ein Krähenschwarm erschrocken flog,
Wie Furche er um Furche zog. —
8. Am Waldsaum blitzt eln RKeiterzug;
Der sieht das Bespann und sieht den Pklug
9. Und sieht den Gauern und stockt und stcht —
Nun, SGauer, sprich bein letztes Gebetl
10. Doch lallt er kein Paternoster mehr;
Die Morgensterne sind scharf und schwer.