110
sern, Hafeneinfahrten, Flüssen c. die Wasserstraßen
von hinreichender Tiefe für
das ungefährdete Sefahren. durch Schiffe;
es wird durch Bojen, Baken, Tonnen 2c.
bezeichnet.
Se##ens, s. Laffeten und Wagen.
alke (Falkonett, Falkonettlein),
Gattungsname für Schlangengeschütze, s.
Geschütze (S. 163).
Fallgatter, ein aus starken Pfählen
bestehendes Gitter, das, um Hochziehen
eingerichtet, früher zum Verschließen von
Festungsthoren diente.
Falleruben sind Wolfsgruben (Ks.d.)
auf überschwemmten Terrainstrecken oder
auf der Sohle nasser Gräben von ungenügehenlsale
uh schlußblock, s. Hand
allingblock, Verschlu „s. Handseuerwaffen
(S. 16 .
Fallreep, Treppe, die an den Seiten
des Schiffs zum Verlassen oder Besteigen
desselben heruntergelassen wird, für
Offiziere an der Steuerbord-, für Mannschaften
an der Backbordseite. Personen
von besonderm Rang werden bei ihrem
Vonbordehen dadurch salutiert, daß von
einem Bootsmannsmaat F. gepfiffen«
wird und die Fallreepsgasten
antreten. ç„
Fhbiene- s. v. w. Einfallwinkel.
allzünder, s. Zünder (S. 381).
anal, ein Alarmsignal, durch dessen
Entzünden man ein Zeichen von verabredeter
Bedeutung geben will. Man unterscheidet
Stangen= und Faßfanale. Die
Stangenfanale sind 8— 10 m lange,
15—20 em starke Bäume, welche in ihrer
obern Hälfte mit Stroh dick umwickelt werden,
das mit einem Gemisch von Pech und
Teer getränkt, mit Pulver= und Satzresten
bestreut ist. Bei den Faßfanalen wird
auf eine 8— 10 m hohe Stange eine mit
Brandfaschinen gefüllte Tonne gesetzt;
jene sind Stücke, die mit Werg umwickelt,
mit einer Mischung aus Pech und Teer
getränkt und mit Satz= und Pulverresten
bestreut sind. In Ermangelung solcher
Fanale kann man auch geteerte Folastöhr
anzünden.
Vansare „ein kurzes, schmetterndes
Tonstück für Trompeten und Hörner
(Trompetentusch). Bei der Attake der Ka-Fahrzeug
— Faschinenmesser.
vallerie ist F. das Signal zu verstärktem
Galopp, worauf bald das Kommando:
„Marsch, Marsch- folgt.
Faugschnur, ein farbiges Schnurgeflecht,
das mit dem einen Ende an die
Czapka der Ulanen oder den Kolpak der
Husaren, mit dem anderu Ende um den
Hals geschlun en wird, um das Verlorengehen
der Kopfbedeckung zu verhindern und
als Zierat zu dienen; s. Achselschnur.
Fangtaue (Wurfleinen) werden an
der Schiffsseite anlegenden Booten zueworfen
oder an schweren Trossen beestigt,
um diese an Bord eines andern
iffs oder an das Bollwerk 2c. zum
Festhalten des Schiffs zu Fehen
arbenblindheit, die mehr oder minder
beschränkte Fähigkeit des Auges im
Unterscheiden von Farben. Die Tauglichkeit
zum Dienst bei den Eisenbahntruppen
setzt die Fähigkeit, grün, rot und weiß
zu unterscheiden, voraus, und müssen die
Rekruten bei der Aushebung daraufhin
untersucht werden.
Faschinen sindwalzenförmige Strauchbündel,
für Artillerie 3 m lang, em
dick, für Pioniere 3,75 m lang, 25 cm dick,
durch 10 Drahtbunde fest zusammengeschnürt.
Sie dienen zum Bekleiden von
Brustwehren und sonstigen steilen Böschunen,
zum Eindecken von Hohlbauten 2c.
as Strauchwerk darf nicht zu stark und
muß möglichst lang sein, am besten ist
Weiden= und Haselstrauch. Die Anfertigung
geschieht in Faschinenbänken,
die aus über Kreuz eingeschlagenen starken
Pfählen hergestellt sind. Zum Zusammenschnüren
dient die Faschinenwürge,
eine Kette, durch deren Endringe
starke Knüppel gesteckt sind. Die um das
Strauchbündel gelegte Kette wird mittelst
der Knüppel zusammengezogen und dann
das zum Band vorbereitete Drahtende
darum befestigt.
Faschinenmesser, ein bei Straucharbeiten
gebräuchliches Hauwerkzeug mit
Holzgriff, dessen Schneide an der Spitze
kenförmig verläuft. F. heißt auch das
eitengewehr der Genietruppen verschiedener
Armeen, das zu handwerksmäßigen
Verrichtungen dienen soll; ebenso auch das
Seitengewehr mit langer, gerader Klinge