Full text : Württembergische Geschichtsquellen. Vierter Band. (4)

14  1285.

swestera  haben  geben  swester  Berthrat  der  Luzmaeninan  dochter
zeinem  |  lipgedingede  zwai  phunt  unde  acht  seillingun,  die  sulin®  ir
gen  des  Genibelers  sune,  die  gent  ze  wihennachten  |  zwai  phunt  unde
acht  schillingen  ane  dri  helbelinge.  So  git  ainer,  heizet  der  Gurineser,
  der  git  uber  zwai  phunt  sech  scillingun,  die  sulin  och  5
awester  Berthrat  werden.  Dazw  sol  ir  swester  Irmel  von  Kerse
zwene  schillinge  gen,  die  man  ir  git  uber  ir  drizec  schillinge,  so
sol  ir  ewester  Mechilt  ir  mäter  zwene  schillinge  gen,  die  ir  uber
werdent  uber  ir  phunt,  darzw  sol  die  priorin  unde  diu  kelnerin
von  Syrmenowe,  swelhe  denne  an  den  ammebet  sint,  zwene  aimer  10
wines  alliun  jar  von  Metingen  sunderbare  heizen  legen  unde  daz
sie  keinen  gwalt  haben  uber  den  win,  also  wart  gelobet  wan
daz  sie  in  sulin  verköfen  unde  sulin  och  swester  Berchtrat  davon
wern  zwene  schillinge  unde  triu  phunt.  Dise  gulte  sol  siu  han
unze  an  ir  dot,  da  nach  wirt  ez  allez  ledig.  Disen  cins  sol  man  15
gen  ane  widerrede  unde  mit  gütem  vride.  Also  wart  ir  gelobet  in
dem  jare,  do  von  unseres  herren  geburte  was  dusent  jare  unde  zwaihundert
  jare  unde  fiunf  unde  achzec  jare.

196.  Berchta,  die  Witwe  Hermanns  von  Heilbronn,  schenkt
dem  Kloster  Sirnau  60  Pfund  gegen  ein  Leidgeding  von  6  Pfund.  X
—  1285.

Sp.  A.  L.  30,  Fasz.  35.  Or.,  Pg.,  abhangend  Siegel.  Aussen  Inhalisangabe
  aus  dem  17.  Jahrhundert.

Alle  die  disen  brief  anesehent,  die  sulen  wizzen,  daz  ich  gwester
Agnes  diu  priorin  von  Syrmenowe  unde  aller  unser  |  convente  ver-  25
jehen  des,  daz  vro  Berchte  [hern]®  Hermannes  wirtinne  von  Haillicbrune
  uns  hat  gegeben  sechzec  phun|de  Haller  zeinem  libgedinge  ir
unde  ir  sune  hern  Cünrat  unde  haben  wir  sie  mit  gemeinem  rate
gewiset,  daz  siu  |  ain  phunt  sol  nemen  ze”  hern  Col...  .?  ze  wihennachten
  unde  sol  viunfin  nemen  von  der  Knöbelochin  huse,  die  wile  daz  80
nit  ist  verköfet.  Under  swelher  priorin  aber  daz  selbe  hus  verköfet
wirit,  diu  sol  zehant  fiunfzec  phunt  ane  legen,  da  siu  ir  fiunf  phunde
gewis  si  alliu  jare,  die  wil  siu  lebe.  Nach  ir  tode  sol  ir  sun  her
Cünrat  die  selben  sechs  phunt  innemen,  die  wil  er  lebet,  nach  sinem
tode  sol  ez  dem  convente  beliben  vrilichen  iemer  me  unde  sulin  sinu  35
kint  noch  kain  sin  erbe  dran  sprechen,  wan  ez  sol  denne  ir  aller

a)  Or.  Aut  sol.  db)  winnlus  verschrieben.  c)—c)  ansradiert.