Metadata : Der Weltbrand. Deutschlands Tragödie 1914-1918. Erster Band. (1)

neuen  Aufmarsch,  um  seinen  zweiten  Stoß  durch  Schlesien  nach  Deutschland
bineln  aue  der  Welchsellinie  von  Warschau  bis  zur  Sanmündung  zu  führen.
Das  gab  den  Mittelmächten  Zeit,  ihre  Kräfte  zu  seiner  Abwehr  zusammenzuzlehen.
  Deutsche  und  Osterreicher  sollten  hinfort  als  geschiossene  Front  dem
ösillchen  Feind  entgegentreten.

Das  war  dle  Frucht  der  Siege  bei  Cannenberg  und  an  den  Masueischen
  Seen.

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7  er  Name  Tannen  berghatauchhbeute  noch,  nach  demschreckensvolien

  Ende,  seinen  bellen  Klang  bebalten.  Der  Deutsche,

nicht  gewohnt,  über  selne  Grenzen  binauezuschauen,  ulcht

-  erzogen,  seine  Gesamtlage  innerbalb  der  großen  Weltverhältnisse

  ins  Auge  zu  fassen,  hat  die  strategische  Bedeutung  dieses

strablendsten  aller  Siege  im  Weltkrlege  bel  weltem  überschätzt.  Er  sah  ale  Entscheldungeschlacht

  an,  wasim  Zuge  der  Gesamtgeschehnisse  an  der  Ostfront  nur  eln

bescheidener  Tellerfolg  war,  der  von  den  acht  Armeen,  welche  Rußland  bel  Krlegebeginn

  ine  Feid  stellte,  eine  einzige  besiegte,  diese  allerdinge  auch  vernichtete.

Wenn  wir  heute  rückschauend  dle  Schlacht  bel  Lannenberg  würdigen  wollen,

so  müssen  wir  von  dem  auegeben,  was  sie  nicht  war:  sle  war  keineswege  von
entscheldender  Bedeutung.

Nur  wenn  wlr  une  über  diese  Grundtatsache  klar  sind,  werden  wir  ihre
Wirkung  richtig  einschätzen.  Und  die  ist  groß  genug.

Ole  russische  Heeresleitung  hatte,  wie  wir  bereite  gesehen  haben,  den  Entschluß
  gefaßt,  sich  zuerst  mit  der  Dauptkraft  auf  Osterrelch  zu  stürzen  und  den  gleichzeitigen
  Angriff  auf  den  zwar  stärksten  und  gefährlichsten  Gegner  nur  mit  zwei
Armeen  zu  führen.  Es  war  der  russischen  Heeresleitung  selbstverständlich  ulcht
unbekannt,  daß  der  deutsche  Hauptschlag  durch  angriffswelse  Verteldlgung
an  der  Westfront  erfoigen  sollte.  Sie  hat  also  mit  Bestimmtheit  annehmen
dürfen,  daß  Ostpreußen  nur  durch  einen  sehr  geringen  Tell  der  deutschen  Streitkräfte
  verteidigt  sein  würde.  Tatsächlich  waren  dlese  Kräfte  noch  schwächer,
als  Rußland  vermutlich  angenommen  hat.  Oie  8.  deutsche  Armee  bestand
nur  aus  dem  1.,  17.  und  20.  Armeekorps,  dem  1.  Reservekorps,  der  3.  Reserve-123