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der soltgenden im
IAtummer 131
Zivilverhältnis begangenen
strofluren Hamlungen verurteilt worden sind.
die verbängte Strafe: Hochverrat, Majestätebeie
digung, Beleidigung der Mitglieder des
Haiserli en. Hauses, Störung der öffentlichen
Nule, Aufstand, Aufruhr, gewaltsames Handeln
gegen eine von der Regierung in Verhandlung
össenllicher Angelegenheiten berufene Versammung,
gegen das Gericht oder eine andere
össentlite Vehorde, ferner Vorschubleistung zu
cinem der angeführten Verbrechen. Ist das
Strafrerfahren noch urcht rechtsträftig beendet,
so veriuge ich die Einsiellung und Abbrechung
des Uerfährens. Von dieser Gnade sollen jedoch
alle Personen aus. goenommen sein, die sich der
Verfol #ung dur.“ Flucht ins Ausland entzogen
haden, zum Feind übergegangen oder nach Ausbru.h
des Krieges nicht in die Monarchie zurückgelehrt
sind.“
Jum Shuf sagt das laiserliche Handschreile.:
„ Jal erwart: mit Zuversicht, daß alle meine
e 4 dem Beispiele solgend, das insbesondera
e Deul'igien und ihre Vertreter durch eine maßbn
die Staatsinteressen fördzrnde Haltung
EEEEEIIttEItI…IIIXII
unen zu memer lebhaften Befriedigung ge-Erenlen.
sic in gemeinsamer Arbeit zur Löiun
aller jener !5r: en Aufgaben zusammenfinden.
die inr Heilung der Wunden, die der Krieg
eicheln 5gein hut und ur geuononun der Dinge an
u weile ritur neuen Zeit an uns heran-
ist ein gewaltiger Sg rritt, den Oesterreichs
# rner Kaiser hier tut, eine Abkehr von allen
1 Vahnen, eine Nenorienlierung gründknl.
Es splicht ein Idealiemus und Opind
eu dirsem Regierungsutt, dem man
im Julrei'se des Landes nur wünschen muhß,
an * 5 r al- berechtigt erweisen wird. Diese
Critul de ? ericihens tommt sast, wenn nicht
a adn 9 eiiich, den ni chtdeuischen Völlern
elurger Moardhie zugute. Der Tsche-
der wegen seine hochver-=
zum Tode verurteilt it, geht
mnn br ollig Juaffrei aus, beno
riflanzen in Südlirol, in den sorbi-*v
die Rumänen in Siebenbür-»
Jtutrt.(8-01.«tknu.tv.dtcnnt
en: Veiner unter einet Dede itedten. Nicht oer
Zohn in reuig ins Vatzrhaus zurüs-"r
in der Bater hat ihm unausge-Segen
ge sandt. Der brave Sohn
i. * ulia- Dc. Inni sich mii einem Lobe seierr
* urt. elt brolngen und mit dem Bewusrtisein
rrüheiteilten die Daupnaßt des Krieges
ict geammen hat, daß ver am meisten ge-)
arsch,
* Nosenhelmer Unzelgen
den besten Einslub auf den weiteren Verlauf der
parlamentarischen Session
Wir wünschen im Interesse der österreichischer
Monarchie sehnkichst, daß alle an diesen Gnädenalt
gelnüpften Hoffnungen sich Dan erfüllen
möchten. In der inneren Pontir k wird die nahe
Zukunft die ersten Früchte schon zeigen müssen.
os-Die
Dienstagsitzung des Wiener Abgeordne
hauses sland unter dem Eindrud des Gnadenerlasses.
Die slavischen Parteien befanden sich
sichllich in einer gehobenen Stimmung, während
die deutschen Abgeordneten erusie Mienen zur
Schau trugen. Der deuische Nationasverband will
eine scharfe Erllärung abgeben. Als der Amnenslieerlaß
vom Minisierpräsidenten verlesen
wurde. riefen sich die deutschen Abgeordneten zu:
„Das geht uns nichts an, Unter uns gibt es leine
Hochverräter, die man begnadigt.“ Als dann
die einzolnen Sätze der Ame 2iekundgebung von
den slavischen Parteien mit Händellatschen begrüßt
wurden, fielen auf d. u deutschen Bänlen
Jwischenrufe, die sick gegen die hochverräterischen
Handlungen bezogen, deren Straflosigleit
tmumehr auggeschprochen wurde. Auf einmal
brachen die deutschen Abgeordneten in den Ruf
aus: „Hoch die Armec!“ Der Beifall der Slaven
wurde wann immer demonstrativer. und
baid lieten sie sich auch zu höhnischen Jwischenrusen
gegen die deutscken Bänke verleiten. In
den deutschen Kreisen herrscht ernste Stimmung.
Es wird betont, daß den Abgeordneten zwar
eine Kritik des Amnestieerlasses nicht zusteht.
daß man aber auf das peinlichste davon überrascht
wurde und daß zu der Zurückhaltug, die
sich die Deutschen bisher auferlegt haben, kein
Grund mehr vorhanden sei.
bergchledeue Tschrichten.
Berlin. 3. Juli. Ein Gerücht wollte wissen,
daß die ka a Litung ein allgemeines Verbot
der Hausschlachtungen beabsichtigte. Das trifit
nicht zu. Wohl aber sind anders einschreio 5sd2m
Maßnahmen geplant, um dem bei du Lausschlachtungen
eingerissenen Mißbräuchen enigegenzuwirlen.
Nach einer Aufstellung ist nämlich
mindestens 1 Minion Schweinc auf irgendeine
Weise „verschwunden“, d. h. durch unerlaubte
Schlachtungen der allgemeinen Fleischrationierung
entzogen worden. Die Maßnahmen gegen
unerlaubte Haueschlachtungen sollen in allertürresser
Zeit belannt gegeben werden.
Neuyork, 3. Juli. Ein elektrischer Zug ist
in den Riggura důib abgestürzl. 80 Personen
lind ertrunken.
J *xiele gezahll hat. Die Kri
n ganz unverhältnis zmäßigem Anteil
un# ölereich zusammeng: bracht, während
snen, besonders bei den ersten beiden An-«
shdnsdsplannmmcngttntton
Ilkbkrtllinngclmc
schechen
in Uereitell wurde.
eann Grossnut konnen sich die T
ri # niert beklaren.
siän jetzt, wie bie weiteren Folgen
Korrespondenz aus Wien
: „Der l# sserliche Gnadenerlaß
n Triumuh der Tici. schen und ande-Was
dee Slauen für. diese beispiel-1
verf: orocg en hal#n, ih zur Stunde
Eine anrere Meldung aus
Im Müizaussauft des Abad
Obmann Waldner nu-#imrhuster
den tiefsten Dank aus für
d## Kaisels und bat den Minieten,
dem Kaiser den Daul zur Kennt-Der
Erlas madtte nicht kloß auf
en Al ogroroneten lenen Eindru.
id die Oeuid en sihen urter dm Einu
in dim Handschreilun gezollten
Nian verspricht sich ron dem (Gnadenerla
Mncheuer Neulgtenen.
München. 3. Juli. In der heutigen Magistratosizung
wurde zu der Mitteilung, daß
13 Ou#- verfaufte Eier auf dem Marsfeide abgeladen
worden seien, bekannt gegeben, daß es sich
nicht um verdorbene Eier, sondern um Eierschalen
handle. Der Dienstmann, welcher diese
Cierschalen aufs Marsfeld verbrachte, hätie angegeb
n, daß sie von dort wieder abgeholt würden.
Es läme also wohl ein Trodnen der Schalcn
zur weileren kriegswirtschaftlichen Verwendung
in Betracht. Die Behauptung, daß es sich um
verdorben. Eier handle, die einen üblen Geruch
verbreiten und an denen Millionen von Würmern
herumlriechen, könne als absolut unwahr
bezeichnet werden. Es handie sich lediglich um
Eierschalen. Die „M N. N.“ widersprechen dieser
Darslellung und Verlangen ungeschminkte Ani-München.
3. Juli. Eine ###rsammlung der
Organisation der Mündhener Gaßtwirte beschlos,
an den Magistrat den Antrag zu stellen, die
uweisung vo nK eninehl und Küchenbrot wre
früher zu gewähren, audernfalls müßten die
Gastwirte den Küchenbetrieb gänzlich einstellen.
Alchach, 3 In Komoden brach vernosctlich
— n. stentzündung des frisch
eingekrachten Heues, im Anwesen des Bauern
Wolf ein Brand aus. In kurzer Zeit war das
Wohnhaus, der Stadel und die Stallung vollstandig
niedergebrannt. Die gesamten Heuvorräle,
sowie die landwirtschaftlichen Geräte wurden
ein Ranb der Flammen. Lediglich das Vieh
konnte gerettet werden. Der Brandleider ist
beim Heere eingerückt.
Augsburg, 3. Juli. Der Gemeindehaushaltplan
für das Jahr 1917 schließt mit einem
Ueberschufs von rund 900 000 Mk. ab, ein Er-
daß die gemeindlichen Krie slasten auf beson.
dere Rechnung genommen und die Ausgobenn auf
das niedrigste Maß beschränkt werden. Der Umlagensatz
von 150 Pro#rent wird für 1917 beibepalten.
kichn lönnen.
tdorf, 3. Juli. Ueber die hiesige Umgerung
hingen schwere Gewitter nieder, wobei
aud, mehrere Landstriche verhagelt wurden,
darunter auck Orerstdorf, ferner Nach und A
tusried. Bei einem Gewitte wurde bahier die
73jährige Lohnlutscherswitwe Blaliner, die mit
vier anderen Personen Unterstand in einer Heuhätle
gesucht Batte, vom Beitze erschlagen. Die
brigen Personen kamen mit dem Sckhrecken da-"Gberviechtach
3. Juli. Vei einem G. witter
schlug in Stadlern der Blitz in das Anwesen
des Gütlers Joseph Kreuzer, ohne zu zünden.
Dagegen tötete er die 23jährige Tochter Franzisla
und die Nach barsfrau, oie Gütlerswitwe
Anna Dietl. Die übrigen im Zimmer befindlichen
Personen wurden betäubt.=Pirmasens,
3. Juli. Di eGeschichte des geheimnisvollen
Raubmordes an dem auf Hamsterfahrt
ausgegangenen Kaufmann Löwenthal aus
Berlin scheint sich zu einem Schwindel größter
Art anszuwachsen. Auf der Pfälzischen Bank
wurden aus falschen Schech 43 0 10 Mk. ven emem
Abelannten abgehoben. Da die Leiche des
anacblich ermordeten Löwenthal absolut nicht
aufgesunden werden klann, anderseits der „Raubmörder"
Gekhart bei seinen ergebnislosen Verhören
ein geradezu bie Rich ter verhöhnendes
Benehmen an den Tag legt, isl das Gericht
in Zweibrücken zu der Anschauung grlangt, daß
Gekhart und Lowemhal sich zufammengetan halen,
um sich mil einem großen Schwindel bedeutende
Gelobeträg: zu verschafien, worauf damn
Lowenthal versckmand, um als „ermordbet“ zu
gelten. Auck der Falschscheck wird auf Konto der
Beiden gesetzt. *
Banerijches Oberlend
Oberaudorf, 3. Juli. Die Gewitter der
letzten Tags Baben versch. edentlich schweren Scharen
angericktet. Am 36. Juni abends erschlug
der Bliu auf der Lacheralpe, Gde. Niederaudors,
zwei Poferde und ein Fohlen des Bauern
J. Seebacher in Hödl, Gde- Miederaudorf. und
ein Pferd dis Bauern Reindt in Bayerischell.
Der Schaden beläuft sich auf etwa 101000 Mk.,
ist aber durch kersicherug gededt.
Bad Aibling, 3. Juli. Ab 1. Juli wurde
der Wachtmeister Konra Georg der Siation
An nach Schiehdorf, Bez.-A. Weilheim, und der
Sergeaut Wilhelm Schubart von Bruckmühl
nach Bad A: bling. versetzt.
Grafing, 3. Juli. Ein Blitz fuhr in Oberseissieden
bei Steinhöring in das große Chriftopheranmesen,
das ein Raub der Flammen wurde.
Der Besither, der im Felde steht, befindet sich
gerade auf .—
gebnis, das allerdinge nur dadurch erzielt wird,
Donnerstag, 6. Juli 1912
Vaterstetten, 3. Juli. Das Oekonomieanwesen
des Herrn Michael Plötz in Vatersletten,
ging durch die Vermittlung oes altbekannten
Immobilienbüro Ed. Bachberger in
München, Tal 12, im Kaufswege in den Goesm
Herrn Sebastian Steyrer aus Neufahrn
über. Protokollierung hat bereits stattgefunden.
Hrien, 3. Juli. H K. Kooperator Mar Hele
dahier ¾l dritter Kaplan an der Me
litanlirche in München geworden. Die besten
Wünscke begleiten ihn.
Traunstein, J. Juli. JIm Magistrat wurde
über die detzeitige Lage der hetenemitteweror.
gung eingehend berichtet. Darnach kann die bisherige
Brot und Mehlration bei dem gegenwärtigen
Stand des Mehlverbrauches voraussichtlich
bie zum Ende des laufenden Uersorgungsiahres
ungesch mälert beibehallen werdon
und braucht nicht, wie ursprünglich vorgesehen,
von Ende Juni ab geschmälsert werden. Die
gutjunftionterende und wohltätig wirkend: städtische
Wildverlaufsstelle i#t nach einer neuen Verordnung
in Gefahr geraten, von der Zufuhr wesentlich
beeintrachrigt zu werden, da ein bestimmter
Prozemssatz des gel.eferien Wildes an größere
Städte abzufuhren wäre; um Aufhebung dieser
Maßnahme sur die hiesige Verkaufsstelle wurde
der Magistrat inzwischen bereits vorsiellig. Die
Eier- und Butterversorgung verläuft im Rahmen
der lnappen gesetzlichen Rationen leaisns
Die flädt. Kartoffelbestände haben sich aut g
halten; die Vorräte der alten Ernte werden Gon
den nächsten Wochen (Anfang Juli) zu Ende
geben. Die Viehamieferung und oamit die
Fleischversorgung hat sich in letzter Zeit wie der
merllich getessert. Der Mangel an Schweineund
Kalbsleisch ist in den Verhältnissen begründet
und wird in absehbarer Zeit voraussichllich
nickt besser werden; ähnlich liegen die Dinge bei
den Wurstwaren. Verteilungs-(Kundenlisten:.
Waren komten seit mehreren Monaten regelmaseig
jede Wocke zur Abgabe kommen. Die Gesc
ältsabwilung in der fladt. Kriegstleinvertaufoslelle
wurde weiter nerbessert. Die Milchzuhr
(insbesendere durch Abholen der Milch
durch dieisadtgemeinde laßt im Allgemanen die
Milchraäon befriedigen; immerhin is sie tronß
ailer Bemahungen nickt so, daß an eine, wenn
auch nur leschräntte Ausgabe von Milchmarten
an Sommergäste gedacht# werden k#önnte. Die
Gafiwirte baben dafür iuweisung von tondensierter
Magermilck. crhalten. Die Fischanlieserung
iit insbes. ens dem Hirschauer Winlel d29 Chiemĩces
zurüdgegangen und hat vielfach ganz auf.
gehört, sotaß der Betirieb der städt. Fischverlaufsslelle
ur in besch eidener Weise- fortlgefuhrt
werden sonnte. Dagegen war die Seefisch=(Stodsisch-=
Verforgung reichlich, auch die Versorgung
mit Sardinen und marinierten Heringen
in der Kreinverlaufsstelle. Die Kaseverteilung
lonnte jede Woche vor sich gehen. Die Spargelleliejerung
in der städt. Kleinverkaufollelle war
in den lezten Wocken im Vergleiche zur Nachfrage
so sürt. daß Lieferungen abdbestellt werden
mußten. Die Marmeladen- und Kriegemusversorgung
war in den letzten Wocken reichlich, wenn
auch biessach Qualitãt und Preise zu bemängeln
waren. Der jtädt. Krautverkauf fand unratio—
niert seit Herbst unumerbrochen zu billigften
Preisen und in guter Qualität slatt. Auck oie
stärt. Besorgung von Frühgemüse bedeutcet eine
nicht zu unlerschättende Ergänzung und Preiekegulierung
des hiesigen Gemüsemarltes. Im
Ganzen ist wohl zu hoffen. daß ein erträglicher
Uelergang bi zum neuen Versorgungejahr, gelingen
wird, insbesondere unter der Vorausseung,
daß die Getreidebetände. auf welche die
Sltadtgemeinde bis zu Beginn des neuen Erniejahres
noch Anspruch hat und welche ihr bestimmt
zugesichert sind, vollständig und techtzeitig zur
—. lommen.
Von einsamen Menschen
·
Roman von Fritz Ganter
1#) (Madboruck ve#dete.
Cie vogen even in oie A#emsbergerlstrane
in, und 2# ganas Auge siel öufällig auf das
E ic. Er jeufzte tief und verllnu
alm ornuverneigen das leiie Knistern
Elin rp#ser n seiner Brusttasche.
Neimarus bedachtee ihn gespannt.
0 jehe, baß Sie mir zummmen. Das
Genaat. Aljo ohne Zaudern über Bord mit
ulen einngebiideten #chten! Und dann mit
ö. : u binaus aufs Meer der Sehnsucht im
u nHayhn! Sie sollen iehen, wie frisch die
shwenen werden und
r# Rummer?“ wandte sich da der
len
z
dnnner nech seinen beiden Fahrgästen um.
TMheinsbergerstraße 107, entgegnete Wolfgang.
Und dann zu Reimarus: „Verzeihen
—.* "re. ich ohne Ihle Zusummung disponierte.
/v. r us sollte meine Antwort sein. Rheinsrsue
ate 16 wohn nammich Professor Doktor
rDdt 11 *
imnd zu dem wollen Sie?“ fragte Reimaru
leicht gereizt im spottischen Tonfall.
„In. CEr ist ein Siudiengenosse meines
Vater-, umd ich habe ein —
un inn in der Tasche.
„So, so! Nun., dann immer 4
Maler sagle das unglaublich küdl. *
die Kuopje seines Ueberroccees und —— mit
der Linken nach dem Wagenschlagöffner. „Wir
lind gleich da“, ertlurte er leichthin.
#Wpolligang reckte sich auf. „Sie mögen
mich verdammen, aber ich glaube nicht mehr
zuruckzukönnen. Jetzt steht über der Pflicht
gegen mich selbst mermn gegebenes Wort.“
„Jetzt. Und spatier?
Volaaia Hli *“* Achseln. „Ich meiß
nicht. Viellei c. crn Hatürlich auch
später. Vian bul mein Ideal todwund niedergeworsen.
Und Frau Musika weint über den
verlorenen Sohn.“
Reimarus ergriff impulsio Wollgenge Hand
und preßte sie warm. e Ihnen,
daß Frau Musika einst auchcn. 1 Sie
heimtehren in ihre Tempel!
olsgang Iächelte verloren und hoffnungsarm.
Aber er erwiberte den Druct und wußte,
daß er elne Creundschaft knüp
Der Wagen Hielt. Nens#bens sprang ab
Woisgang wollte das nicht. Der
andere winkte mit der Hand. „Weshalb darüber
Worte verlieren! Wenn Sie Ahre Visike
absolviert haben, würde ich mich jreuͤen, Sie
bei mir sehen. Ich wohne 18. zaren Sie
schon eine Wohnung?
Wolsgang verneint
„Ich will Ihnen gbennto lein. wenn' Sie
gestatten... Ach was, keinen Dank! Also
auf Wiedersehen!“
Reiinarus schritt schnell davon. und Woli.
gang stieg die Treppen zu Proseisor Krutzingers
Wohnung hinan.
s war ein kleines dürres. vori
Männchen, zu dem man ihn führt.
ihn lich Vanz anders vorge estellt.
schaltrig, mit strengblickenden An v
Ganz und gar anders. Ud nun sand
er einen Mann, der eher der Boimer eines
kleinen, verstaubten Antiquitätenladen= zu
Lein 1 Lcheen. als der Gelehrte in bevorzugter
tell
#r saß schreibend
lenen Sein relar, der zwischen den modernen
Stücken der ubrigen Zimmereinrichtung wie
ein Fremdling anmutete. Seine gumutigen
blauen Augen richteten sich freundlich aus den
Ankömmling, und mit weicher, eigentumlich
siungender Stimme st er zum Sitzen ein.
* rnict?“ überlegie er, in
Und nach ge-Nun
weiß ich.
seinen Crinnerungen aen.
raumer Zeil: „Ah so. ja so!
Tübingen, Tühingen! #o, damale, vor..
nun wie lange ist das her .. dreißig, fünfunddreißig
Jahre. Ei gewiß, an die (unfunddreißig
Jahr#: Ein ganzes Endchen, za, jal
Und Sie sind Matthias Warnicks Sohn, junger
Freund?“
Wolfgang bejahte und gab seincs Vaters Brief.
Der Pre#zeior las, langsam und bedächisg.
leise die L'pren bewegend. Manchmal schüttelte
er den Kopf.
Endlich war er fertig, saltete den Bogen
r— éusammen und legte ihn auf seinen
jrei
Dann rüusperte er sich, zupite das weiße
Halstuch zurechi und knöpfte jeinen stark abgeschgbten
Rock zu und wieder auf.
Das sah alles nervös verlegen a
Schließlich sagte er: „Om, der Wornic.
wollte sagen Ihr Vater, junger Freund, schreibt
mir da einen ganz trausen Brief. Ja, hm,
einen gauz krausen Briei. Kann ihn schon
verstehen und verstehe ihn auch wieder nicht,
den Warnick, wollte sagen Ihren Vater. Das
Iik ja eine ganz konfuse Sache Om, Sie
hatten undere Planc. hi, ja. andere Pläne?
Ich meine. Sie wollten von vornherein nicht
Jura siudieren?“
vor einem en all- n, vr.
dününg hatte es vorenspeseben, dan
diese Froge nniih dem Lesen des Brieses kommen
würde; denn zweisellos enthl das Schreiven
eine Darstellung der ganzen Vorgeschichte bis
in die lieiniien Details. Dennoch empfond er
nun ein leeies Grauen. Natürlich kam nach
leinem „Nein“ wieder ein Breittreten, ein etimmenwoiten,
das Anführen von tached
Frunden, die für die Sache sprachen. "
ber das verhuzelte Männchen nickte nur,
##s ihm seine Frage beantwortet war.
„Sie wollten Musik studieren?“ erkundigte
er sich nach einer geraumen Zeit des Nachinnens.
Und nach Wolfgangs „Ja“ erbob er sich.
„Sie haben sich nun aber doch dem Wuniche
Ihres Jaters gefügt. a#s ist gut. Ich tann
Ohnen weiter auch nichts sagen, hm. und einen
LEin#luß auf Sie auszunden, daß Sie Ihrem
Versprechen treu bleiben, fühl- ich mich nicht
beranlaßt.“
„Koun ich auch gar nicht Kann niemand.
Wozu auch?ꝰ Sie haben sich endgültig entschieden,
wie mir Ihr Vater ichreibt, und das
muß doch genugen. Hm, ja, grüßen Sie
Ihren Vater von mir, wenn Sie an ihn
schreiben. Ich habe mich gesreut, von ihm
zu Dören. Gott befohlen, junger Freund!“
Beim Hinabgehen überlegte Wolsgang, daß
dieser Besuch zu seiner Zufriedenheit auogesallen
sei. Er war kaum zehn Minuten oben gewesen,
und die Erwartungen, die sein Vater
ieden#alle auf die gewichtige Stinmne selnes
Grsdiengenoen in punmet, Beeinsussung gesetzt
halle, waren zumsonst gehegt hdewesen. Der
aute Kukiuner dachte gar nuhr datan
(Fortletzung **