5. 6. 1870 in Mosisgreut. 5. Anna Maria,
geb. 20. 12. 1873 in Mosisgreut. b) Eduard
Bruno Werner von Kreit, geb. 7. 10. 1826
in Mosisgreut, Guts- und Gasthofsbesitzer,
Gemeinderat in Sigmarshofen, gest. 3. 2.
1899 daselbst, heiratete Seraphine Heine.
Kinder: a) Wilhelmine Werner von Kreit,
heiratete Joseph Lott, Hopfengutsbesitzer in
Tettnang. b) Karl Werner v. Kreit. c) Maria
Theresia Werner von Kreit. d) Jakob Werner
von Kreit, geb. 1773, war im Jahre 1798
k. k. Leutnant des Regiments Karansai
Chevaux legers, starb 1. März 1836 in Wien
als pens. k. k. Titularmajor; vermählt mit
Katharina N. N., geb. 1797, gest. 9. 2. 1848
in Wien. Die Familie, welche trotz ihrer Angehörigkeit
zur württembergischen Ritterschaft')
in völlig bäuerlichen Verhältnissen lebt und
tatsächlich ganz aus den Kreisen des Adels
herausgetreten ist, weiss nichts von ihrer
Abstammung. Nach Angabe der Frau des
verstorbenen Ferdinand Werner von Kreit
soll ein Adelsdiplom früher vorhanden gewesen
sein, das ihr verstorbener Mann
einmal im Unmut zerrissen und in eine Ecke
geworfen habe. Ebenso wenig seien in
Mosisgreut Lehensbriefe vorhanden. Vor
vielen Jahren habe der verstorbene Rechtsanwalt
Golther in Ravensburg diese an sich
genommen, um etwas nachzusehen und sie
nicht zurückgegeben. Die Familie stamme
ihres Wissens aus Bayern, das heisst wohl
bayrisch Schwaben. Von einer Abstammung
aus Themar in Sachsen wisse sie nichts und
könne auch daran nicht glauben.
Mit letzterem wird sie wohl recht haben.
Abgesehen von der völligen Verschiedenheit
der Wappen der Familien Werner von Kreit
und Werner von Themar spricht auch die
körperliche Erscheinung, die den echten, oberschwäbischen
Typus repräsentieren, gegen
die Abstammung aus Norddeutschland.
Etwaige Ergänzungen zu diesem Artikel
sind sehr erwünscht.
1) Der verstorbene Carl Boromäus Werner von
Kreit pflegte zu sagen: er bekäme immer von Zeit
zu Zeit Schreiben, sich an der Wahl der Ritterschaft
des Donaukreises zu beteiligen. Das könne doch ihn
nicht angehen.
23
Eine alte Stammbaumsammlung.
Von K. Oberländer-Frauenbreitungen.
Pfarrarchivemitihrenalten Kirchenbüchern
sind für Genealogen nicht unwichtige, aber
oft nur grosse Mühe mit Erfolg lohnende
Fundgruben. Selten wird man beim Durchsuchen
für ältere Zeiten so viel geordneten
Stoff entdecken, wie er mir nach Uebernahme
des hiesigen Pfarramts bei der Inventarisierung
des Aktenwustes zu meiner ebenso lebhaften
als freudigen Ueberraschung in die
Hände gekommen ist. Ein von meinen Amtsvorgängern
offenbar geringschätzig behandelter
Stoss vergilbter Papiere erwies sich als
eine Sammlung fleissig bearbeiteter Stammbäume,
die mir für meine eigene Ahnentafel
nicht wenig Ausbeute gegeben haben. Früher
war sicherlich — Verweisungen bezeugen
es — noch mehr des familiengeschichtlichen
Materials vorhanden; sei es durch Nachlässigkeit
sich für die Stammkunde gar nicht
interessierender Pfarrer, sei es durch Räuberei
ist ein Teil des alten Schatzes abhanden gekommen.
Noch finden sich folgende Genealogien,
zum Teil mit Briefen, gedruckten Leichenreden
und Hochzeitsgedichten, Quellennachweisen
und kritischen Bemerkungen, vor:
Abesser, Amthor, Coburger, Cotta, Förster,
Franck, Gerbich, Glümper, Götz, Güth, Halbig,
Hornschuch, Leipold, Leonhardi, Merckel,
Munck, Schröter, Thilo, Trapp, Türck, Volk,
Volckamer, Wagner, Weber, Werner, Wild,
Wilhelmi, Winter, Wirth, Witthauer, Xylander,
Zehner, Zeis, Zinck, und Zöllner; einige davon
sind freilich nur dürftig. Das von mir
angelegte Verzeichnis der Familiennamen,
die in den Stammbäumen erwähnt sind,
lautet:
Abe, Abesser, Agricola, Albrecht, Altenfelder,
Amberg, Amthor, Andreä, Anschütz,
Anthing, Antonius, Appunn, Arrold, Artus,
Asver, Avemann, Axt, Ayrer;
Bach, Bachenschwanz, Backhof, Ballstädt,
Bantz, Bartholomäi, Bauer, Baumann, Baumbach,
Bechmann, Behlert, Bellrit, Bertuch,
Beficke, Bittstädt, Bitterstädt, Blankenheim,
Blaufus, Bleymüller, Böbel, Böhler, Böttiger,
Böttner, Boxberger, Brandenburg, Braun,