nummer 9
smaning bei München
Beaent befördert. V
Vom Landsturm--Inf.-Bat. Rosenheim.
Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde
verliehen rom Landsturm-Juf.-Bat. Rosenheim
den Bizefeldwebeln Hans Schlumberger und
Martin Straßer, dem Unteroffizier Johanm
Breitenauer, den Gefreiten Franz Kriechbaum,
Martin Bauer und „Jakob Resch, den Landturnm
ãnnern Joseph Seidel und Joseph Senft.
In der „Ersteiner Zeitung“ vom 22. Dezember
lesen wir: „Ein Zeichen für das gute Verhältnis
zwischen unserer Einquartierung und der
Einwohnerschaft ist eine Gabe von 120 Mark,
die die Landsturm-Kompagnie dem Bürgermeisteramt
übergeben hat, mit der Bestimmung,
sie solle für die Weihnachtsbescherung der armen
Kinder verwendet werden. Den sreundlichen
Gebern sei auch an dieser Stelle im Namen der
Kinder herzlicher Dank ausgesprochen. Die Kinder
werden sich gewiß immer gern der Kriegs-Weihnacht
erinnern, an der die Nosenheimer
Landstürmer halfen, den Gabentisch reichhaltiger
zu gestalten. Den Herren Offizieren und den
Mannschaften ein Vergelts Gott! — In dem
gleichen Blatte vom 8. Januar wird berichtet:
„Der Geburtstag des Königs von Bayern wurde
auch hier von der bei uns einquartierten
Landsturm-Kompagnie festlich begangen. Nach
der Kirchenparade, woran sich auch die Bataillonsmusik
beteiligte, konzertierte diese auf
dem Rathausplatz. Jetzt am Abend vereinigt
die Landstürmer ein Festessen in der Turnhalle,
dem bei Bier und Zigarren musikalische Vorträge
folgen sollen. Möge dies die letzte Geburtstagsfeier
sein, die die wackeren Bayern
im Kriege begehen!“
Bayerns neuer Kriegsorden. Das
für Verdienste in der Heimat vom König gestiftete
König Ludwiglreuz ist nunmehr zur Versendung
an die Ausgezeichneten gelangt, so daß,
die etwa 4500 mit dem Orden Bedachten in.
diesen Tagen in den Besitz der Auszeichnung
kommen. Es heißt, daß zu Ostern eine weitere.
Reige von Persönlichkelten, die sich Kriegsverdienste
hinter der Front erworben haben, mit
dem König-Ludwigkreuz dekoriert werden sollen.
Große Viehaufkäufe sollen, wie man
uns mitteilt, zurzeit in unserer Gegend ersol--gen.
Es soll sich um Transporle handeln, die
für Norddeutschland bestimmt sind“ und einen
Umfang annehmen, daß für die Versorgung
des einheimischen Marlies mit Vieh Gesahr im:
Verzug sein soll. Die Aufläuse würden schon
längere Zeit zurückreichen. Inwiefern diese Mitteilungen
den Tatsachen entsprechen, können wir
näher nicht beurteilen. Wir nehmen aber von
den uns gewordenen Mittellungen Notiz, um dadurch
den zuständigen Stellen Gelegenheit zu
geben, die Angelegenheit weiter zu verfolgen.
Der Weltkrieg.
Die Erstürmung des Lovocen.
Berlin, 12. Jan. Die Erstürmung des Lovcen
wird mit herzlicher Freude begrüßt. Der
Lovcen gilt als die uneinnehmbarste Befestigung
Montenegros, die von den Italienern mit
in ihre Abwehrrechnung eingestellt worden ist;
der Verlust desselben bedeutet für sie eine empfindliche
und überaus schmerzliche Einbuße. Oesterreich-Ungarn
hat seine Kriegsfahne auf dem
Lovcen ausgepflanzt. Die österreichisch-ungarische
Flotte hat sehr wesentlich zum Erfolg beigetragen.
Weder die italienischen, noch die englischen
und französischen Kriegsschiffe vermochten,
die österreichisch-ungarische Flotte an der erfolgreichen
Mitwirkung bei der Einnahme des
Lovcen zu hindern. Für Montenegro verschwindet
mit der Einnahme des Loveen jede Aussicht
auf einen weileren Widerstand. Vor dem
Kriege wurde von mancher Seite die Möglichkeit
bestritten, daß das mächtige Massiv des Loocen
jemals einem österreichisch-ungarischen Angriff
ausgesetzt werden würde. Wir dürfen die Armee
s Generals von Köveß und die ihr angegliederten
Truppen der Verbündeten aufs wärmste
beglückwünschen. Während die meisten montenegrinischen
Festungswerke als solche nur geringen
Wert haben, waren die Festungowerle
auf dem Lovcen ganz modern; sie beherrschten die
Straße von Skutari nach Cetinje. Cetinje wird.
sich nicht mehr lange halten können.
WiP1 Fliegeroffiziere.
Berlin, 12. Jan. Nach der „Sportlichen
Nunszplin, sind die beiden als Herrenreiter;
bekannten Flieger Graf Holel und Oberleutnant
Freiherr v. Zobel in montenegrinische Kriegsgelangenschaft
geraten. (.)
wurde zum Feldwebel-
Eie wervoe Maelung süc —
Darm- und Hämorcheoidallei
(Nachdruck —i“- -P "
Unser Bild zeigt unten die alten türkischen
Festungswerke bei SeddeulBahr auf der europdischen
Seite beim Eingang der Dardaneilen
vor der Beschießung durch die Flotie der Verbündeten;
oben dieselben Werle (neuere Auf-Das
verkrachte DBa####len###ternehmen.
nahme) während der Besegung durch die Engländer.
In der Mitte: Marschall Liman v.
Sanders-Pascha, der Oberbefehlshaber der türkischen
Streitkräste auf Gallipoli.
Im französischen Senat.
Paric, 12. Jon. (Agence Havas.) Dubost
ist mit 175 Stimmen zum
denten wiedergewählt worden. (3Z.)
Der Luftkamopf.
Geuf, 12. Jan.
grisses eines deutschen Eindeckers bei Chalons
gegen den französischen Doppeldecker des Leutnants
Landron berichten, daß der überaus aufregende
Kampf nur ganz wenige Minuten dauerte.
Man glaubte Landron schon gesichert,
als ihn ein Schuß in die Herzgegend tbtete.
Sein Beobachter, Kapitän Courtois, der mit
dem Flugzeug abstürzte, ist seinen Wunden erlegen.
Uebereinstimmend erklären die Augenzeugen,
daß den Sieg die schnellere Maschine
növeriertechnik davongetragen habe.
Die englische Wehrpflicht.
Notterdam, 12. Jan. Der „Nieuwe Rotterdamsche
Courant“ meldet aus London: Die
„Daily News“ sagt in einem Leitartikel: Die
Arbeiterpartei wird Asquith fragen, ob er die
Dienstpflicht-Bill fallen lalsen werde, falls die
erneute Anwerbung die Drüceberger auf eine
lleine Minderheit berabmindern sollte, ehe die
Bill Gesetzeskraft erlangte. Die Gruppenwerbung
wurde gestern wieder erneuert. Nach den
liberalen Blättern war das Ergebnis sehr befriedigend.
Versenkt.
London, 12. Jan. Reuter meldet aus
Malta: Der Dampfer „Clan Matsarian“
wurde am 30. Dezember versenkt, 2 Offiziere,
Malta gelandet.
Rettungsbooten.
(3))
Die englischen Seeräuber.
phenbureau.) Während des Aufenthaltes des
Dampfers „Longenfjord“ in Kirkwall wurden
185 nach Norwegen bestimmte Säcke der Paketpost
zurüdbehalten.
Die russischen Hoffnungen auf die
Bukowina-Offensive.
ger Nachrichten lassen erkennen, welch außeror
dentliche Hoffnungen in Nußland, nicht nur in.
Laienkreisen, auf die Offensive in der Bukowina
gesetzt werden. In einem Petersburger
Telegramm der „National Titende“ heißt es, die
Kämpfe bei Czernowitz hatten einen Umsang
angenommen, daßw vielleicht von einer entscheidenden
Schlacht des ganzen Krieges gesprochen
werden kann. Nach dem „Rietsch“ slehen!
die Russen jetzt in der Sadagora-Stellung, 10
Senatspräfi-Augenzeugen
eines Andes
Deutschen und dessen hervorragende Ma-4
Maschinisten und 15 Laslaren wurden in
13 Laslkaren slarden in den.
Bergen, 12. Jan. (Norwegisches Telegra-Kopenhagen,
12. Jan. Alle Petersbur-
Werst von Czernowitz entfernt. Zwischen Graivoronka
und Buczacz haben sie sich bis dicht
an die Strypa Abhänge herangearbeitet. (JJ.)
Der König von Italien.
Bern, 12. Jan. Aus Mailand wird gemeldet,
daß der König von Italien in der
Frühe in ganz unaufsälliger Weise von der
Front nach Rom zurückgekehrt ist, wo er sich
nach der Ailla Savoia begab. (J.)
Aus dem aufgefischten Depeschensack.
Rotterdam, 12. Jan. Der Sofioter Berichterstatter
des „Rotterdamschen Courant“
schreibt in seinem Bericht vom 4. Januar: Die
von den Zentralmächten erbeuteten Korrespondenzen
der Diplomaten der Entente in Athen
sind nur zum Teil veröffentlicht worden. Die
wichtigsten Stüce wurden aus politischen und!
militärischen Gründen vorläufig zurückgestellt.
Ein angesehener Diplomat erklärte, die erbeutelten
Dolumente seien ebenso wichtig wie eine,
gewonnene Schlacht. („Z.)
Vor Saloniki.
Kopenhagen, 12. Jan. Die in den letzten
Tagen von Paris aus in die Welt telegrarhierten
Gerüchte von einer Offensive des Salonili-Heeres,
verdichten sich jetzt in einem halbamtlichen
„Tempss Artikel zu gewissen Versprechun
gen. Der Artikel führt aus, wenn die
Franzosen bei Gallipoli nicht mischlugen, so sei
dies nur geschehen, weil sie dies im näheren
Orient mit größerer Wucht tun könnten. Aller
Augen seien jetzt auf Salonili gerichtet. Es
ständen unerwartete Ereignisse bevor. (Z.)
Genf, 12. Jan. Der „Lyoner Progres"
erfährt aus Athen, daß die griechische Division
in Florina den Befehl erhalten habe, sich nach
Larissa zurückzuziehen, um den von Monastir
einrückenden deutschen Truppen den ungehinderten
Durchzug zu gestatten. (J.) *.
Dieverhafteten Konfuln
interniert.
Genf, 12. Jan. Nach einer Meldung des
„Lyoner Republicain“ aus Toulon wurden die
Konfuln von Saloniki auf dem Hilfslkreuzer
„Savoie“ interniert. (Z.)
Ein verunglücktes englisches Transportschiff.
Lugano, 12. Jan. Ein englisches Transportschiff
mit Geschützen an Bord erlitt vor Alerandria
eine Havarie und verlor dabei 6 Geschühe;
17 Mann der Besatzung ertranken. (3.)
Die Vertreibung der Engländer von
ipoli.
Konstantinopel, 12. Jan.
Hauptquartiers.
Donnerstag, 13. Januar 1916
feindlichen Soldaten gibt es mehr in Seddul
Bahr. Während unserer Verfolgung wurden
die Reste des Feindes, die sich weigerten, sich
zu ergeben und in der Richtung auf die Landungsstellen
flohen, vernichtet. Aus dem linken
Flügel sanden wir in einem Abschnitt des
Kerevizdere eine große Menge selbsttätiger feindlicher
inen, von denen unsere Genietruppen
allein in dem kleinen Raum 90 zerstörten.
Das verschwundene Bataillon.
London, 12. Jan. Aus Norfoll wird
Londoner Blättern gemeldet, daß dort große
Unruhe unter der Beoölkerung herrsche, da aus
dem Hamiltonschen Bericht hervorgehe, daß bei
den Kämpfen an den Dardanellen das 5. Norsoll.
Bataillon spurlos verschwunden sei. Das
Bataillon setzte sich größtenteils aus Angehörigen
des königlichen Landsites Sandringham
zusammen. Das letzte, was man von dem verschwundenen
Bataillon meiß, ist, daß es in
einen Wald vordrang. Von da an fehlt jeder
Anhaltspunktk. Der König selbst hat bereits
wiederholt Nachforichungen, auch durch die amerilanische
Botschaft, anstellen lassen. boc L
nur das Gerücht herausgekommen, daß 2 Offiziere
und 12 Mann des Bataillons verwundet
nach Konstantinopel gebracht wurden. Genaues
konnte jedoch nicht in Erfahrung gebracht werden.
Es ist nicht ausgeschlossen, daß das ganze
Bataillon vernichtet wurde. (3.
Das verkrachte Dardanellen--Unternehmen.
Bern, 12. Jan. IUn einem Rückblick auf
das Dardanellen-Unternehmen unterftreicht der
„Bund“ die ungeheuren Verluste, die das Unternehmen
gelosftet ha:2. Ueber 2#000 Mann,
heißt es in dem Artikel, liegen dort gebettet.
Werte von 5 Milliarden sind dort beraben.
Eine der wenigen indirekten Angriffsmöglichleiten
ist endgültig gescheitert. Die Baumwollbörse
Alexandriene und die Getreidebörse
Odessas sind aufs tiefste getroffen. Die Er-Prredition,
die die Dardanellen offnen. Rußland
gestatten sollte, den Krieg wieder mit vollen
Krästen zu führen, und die nicht zuletzt dazu
bestimmt war, die Türkei außzuteilen. ist eine
der größten Unternehmungen in dem von den
Engländern beliebten Expeditions-—til. Sie ist
- vollständig zusammengebrochen, weil sie vron Anfang
an das Verhältnis der Operationsbasis
zum Operationsziel, sowie die Schwierigkeiten
des Geländes und die Widerstandskraft des
Feindes ungewöhnlich unterschätzte. Es wäre
verkehrt. und es entspräche nicht der Wirklichkeit,
sie als bloßes Abenteuer oder Diversion
zu bezeichnen.
Dieabtransportierten Truppenvon
Gallipoli.
Amsterdam, 12. Jan. Nach Londoner
Berichten sind die englischen Truppen von Gallipoli
nach Port Said und Alerandrien transportiert
worden, wo sie neue Ausrüstungen erhalten
und neuen Truppenverbänden angegliert
werden. Die französischen Truppen, deren
Zahl nicht groß ist, wurden auf eine Insel vor
Saloniti gebracht, von wo aus sie nach Franlkreich
zurückbefördert werden sollen. (3.)
Die französische Presse und die
Räumung von Gallipoli.
Bern, 12. Jan. Die Räumung von Hallipoli
wird von der Pariser Presse im allgemeinen
als eine aus der Notwendigkeit geborene strategische
Maßnahme angesehen. Der „Temps“
erwähnt, daß Kitcheners Besuch im Orient mit
den letzten Entschlüssen zusammenhing. Nun
wendet sich der Blick des Orients gegen Saloniti
und andere Ereignisse bereiten sich vielleicht
vor. In diesem Kriege zählten isolierte
Begebenheiten nicht. Sie seien allein in Hinsicht
auf den Enderfolg zu bewerten. Andere
Bläter, wie der Perit Parisien, stellen resigniert
sest, daß nach der Räumung von Supvla
durch die Engländer die vollständige Räumung
unvermeidlich wurde. Der Matin sieht keinen
Grund, die begangenen Fehler verschleiern zu
wollen, da sie ja die englischen Berichte mit
gewohnter Offenheit anerkennen. Den Kampf
dort fortzusetzen, wo die Türkei von Deutschland
Munition erhielt, wäre ein schwerer Fehler
gewesen.
Ein Gefecht im Schwarzen Meer.
Konstantinopel, 12. Jan. Das Hauptquartier
berichtet: Am 8. Januar fand im
Schwarzen Meere zwischen dem türkischen Panzer
„Jawus Selim“ und dem russischen Panzercchiff
„Kaiserin Maria“ ein halbstündiger, hefniger
Artilleriekampf statt auf weite Entfernung.
Bericht des.
Nur Trümmer, Beute und
eine Anzahl Leichname, aber keinen einzigen
Der „Jawus Selim“ erlitt keinen Schaden,
während ein Treffer auf dem Panzer „Kaiserin
Maria“ sestgestellt wurde.
Ausdruck
jedermann umsonst versondt,
die Entlstehungsursachen derselben beleuchtet und sehr überzeugend zum
gebracht, wie oft in hartnäckigen und veralteten Fällen mit
tonz einfachen Mltteln geholfen werden kann. Dleses Büchleln wird an
der an folgende Adresse darum schreibt:
Nerven--,
Blutarmut,
fall),
Mittel zu finden gegen Gicht und Rheumatismus, Lungen-,
Blasen- und Nierenleiden, sowie über Ashmo,
Bleichsucht,
Erkältungskrankheiten,
Arterienverkalkung (Schiayanossene
Füße, Flechten,
Ungehener grot ist dle Jahl dieser Leldenden. Biele
von ihnen haben schon jede Hoffnung ausgegeben, weil
alle Kuren vergeblich waren. Da kommt als Netter
in der Not das soeben in achter Auflage erschlenene
Boc#lein, betitelt: „Plarrer
methoden“.
Voruttell belampft, kodann das Wesen ver Oelden, sowie
Heumanns neue Heil-Mit
tresflichen Worten wird darin manches
Ludwig Heumann, Vertriebsstelle der Pfarrer Heumannschen Mittel,
Nürnberg H. 573, Pillenreutherstruße 67.
Der Ruf des Herm Pfarrer Heumann in Elbersroth i. Vayern ist
schon wei: über Deutschlands Grenzen gebrungen. Die weitberühmten
Salben gegen offene Fühe und Flechten gaben zuerst Kunde von seiner
legensreichen Tättgkeit. Mit dem ihm eigenen Scharfblick erkonnte er
aber dald, daß die Naturwissenschaft auch für viele andere Krankheiten
belllame Mlttel beetet. So war es ihm beschleden, auch recht wirksam
Krätze uso. In dem Gratis-Büchlein sind cauch dlese Krankheiten ausführlich
beschrieben. Es ist für jeden, der es sich schicken liet, ein unentbehrlicher
Ratgeber geworden. Ueber 3000 unausgesordert eingelaufene
Danklchreiben begeugen den einzig dastehenden Erfolg eines rastlosen Forschers,
welcher es sich zur Ledensaufgabe gemacht hat, der leldenden
Menschbel: zu helfen. 1555