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sich also jetzt vom 23. bis zum 28. Jahre in der Kriegsreserve befinden,
während früher sich darin in demselben Alter 76 Tausend nur zwei Jahre
und 99 Tausend sich drei Jahre in dem weniger drückenden Verhältniß
der Landwehr befanden. Dafür haben freilich 90 Tausend zwischen dem
28. und 32. Jahre die Aussicht, ferner nicht mehr zu Heeresaufstellungen
und Demonstrationen einberufen zu werden; müssen aber nach wie vor erwarten,
für den Krieg sich zur Armee eingezogen zu sehen.
Mit einem „Lglücklichen Griff“ erkannte man im Jahre 1815 das
25. Jahr als dasjenige an, in welchem sich der Bürger wie der Bauer
nach dem eigenen Herd sehnt, nach dem Ort umsieht, wo er sich seine Häuslichkeit
gründen kann und dann wohl die Pflicht fühlt, zur Vertheidigung
Soldat zu sein, aber nicht mehr die Lust hat, Soldat zu — spielen. —
Eine Menge sehr, sehr frommer Leute schimpfen gewaltig auf die Eheschließung
selbst in diesen Jahren, die ihnen noch viel zu früh ist. Sie
erkennen nur Gottes Ordnung an, wo sie ihnen paßt, und möchten am
liebsten ein combabisches Geschlecht. — Sittlichkeit und Moralität werden
jedenfalls dadurch gefördert, und es stände dem Staate wenig an, hier
dem natlürlichen Verlauf ein Hemmniß in den Weg zu legen. — Nun
ist nicht zu leugnen, daß das Reserve-Verhältniß mancherlei Beschränkungen
bei diesem Streben zum Fortkommen in ver bürgerlichen Welt
auferlegt, und es ist sehr die Frage, ob dem Einzelnen damit gedient
ist, sich statt im 25. nun erst im 28. Jahre davon befreit zu sehen, um dabei
nachher ganz wie sonst Landwehrmann, wenn auch nicht mehr
ersten Aufgebots, zu sein. —
Zwar scheint es, als wäre jetzt aus unserer Landwehr eine Art
von Landmiliz geworden, da in ihr fortan „Uebungen, Kontrolen, Abund
Anmeldungen, Beschränkung der Freizügigkeit rc.“ ganz wegfallen
sollen. Man wird aber nur zu bald als nothwendig erkennen, daß die
Landwehr wenigstens in den dem Kriegstheater naheliegenden Provinzen
sofort mit dem Ausbruche des Krieges eingezogen werden muß, und daß deshalb
schon im Frieden eine vorbereitende Organisation dazu nothwendig erscheint;
daß man dieselbe immer mehr vervollkommen muß. Und so werden
wir im Laufe der Zeit die Landwehr wieder in ihrer vortrefflichen Gestalt
erstehen sehen, wie sie eine an Sinn und Geist gesunde Zeit erschuf.
Freilich für die ihr Angehörigen sind dann wieder mehr Belästigungen
damit verknüpft, die aber so wie vieles andere mit Geduld ertragen
werden müssen.
Eine sehr große Bedeutung wird dem Umstande beigelegt, daß die
neue Militär-Organisation verhütet, daß nicht mehr so viele Familienväter