Full text : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

##0,  Jahrga##

 

Rosenh

Nr.  71

 

 

jDer  Noenheime  Anzeiger-  mit  dem  textlich  und  Uluftrattv  reich  ausgestauteten  aie
Wehre  ——  eSscheint  täglich  nachmittogs  4  Uhr
md  Feiertage).  —  Abonnementspreis  beträgt  olertellähriich  1  Mork  80  Pig.,  mnonanlch
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3  eiger

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fur  Rosenheim
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Rosenheimer  Tagblatt

Amtfliches  Publikafions-Organ

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Die  heutige  NRummer  umfasst  6  Sciten.

 

Auf  den  täglich  erscheinenden  „Rosenheimer
  Anzeiger“  ui  seinem  achtseitigen
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kann  f  ür  die  Monate

*  April,  Mal,  Jum

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Henues  vom  Tage
25.  März.

Das  württembergische  Königspaar  ist  am
Dienstag-Abend  von  München  wieder  nach
Stuttgart  zurückgekehrt.  In  den  Trinksprüchen
  bei  der  Galatafel  wurde  der  Reichsgedanle
  besonders  unterstrichen.

Die  Verhaftung  des  liberalen  bayerischen
Landtagsabgeordneten  Abresch  bestätigt  sich.
Abresch  wurde  in  Mannheim  bercits  einem
mehrstundigen  Verhör  unterzogen.

Der  Kaiser  ist  am  Dienstag  in  Venedig  eingetroffen.
  Er  uberreichte  dem  Burgermeister
von  Venedig  3000  Mk.  für  die  Hinterbliebeneu
  der  bei  der  letzten  Dampferlatattrophe
Aerunglückten.

Auf  der  Oberspree  creigqnete  sich  bei  Köpenik
ein  großes  Unglück.  Von  22  Arbeitern  konnlen
  nur  sieben  gerettet  werden.  Die  übrigen
sind  im  Wasser  verschwunden.

Aus  dem  Etal  der  Landwiektschaft.

Kammer  der  Abgeoroneten.
München.  2  1.  März.
Die  Spezialberatung  zum  Etat  fur  Landwirtschaft
  wurde  heute  fortgesetzt  beim  Kapitel
„Für  landwirtschaftliche  Zweck'“.  Den  Darlegungen
  der  Redner  wurde  aber  in  den  ersien
Vermittagestunden  wenig  Beachtung  geschenkt.
Man  besprach  überall  die  sensalionelte  Entwicklung
  des  Falles  Abresch.  Als  die  Nachricht

 

von  der  Verhaftung  des  Abgeordneten  bestätigt
und  dies  dem  Präsidium  mitgeteilt  worden  war,
bildeten  sich  überall  im  Sihzungsfaase,  insbesondere
  auch  bei  den  Pfälzer  Abgeordneten,
Eruppen,  die  den  eigenartigen  Fall  crörterten.
Auch  der  Minister  des  Znnern  Frhr.  von  Soden,
  der  telephonisch  eine  Bestätigung  der  Verhaftung
  erhalten  hatte,  wurde  von  den  Abzeordneten
  umringt  und  besprach  mit  ihnen  das
Vorkommnie.

Was  die  Debaite  selbst  betraf.  io  lonnte
diese  heute  ein  gutes  Stück  vorwärts  gebracht
werden  und  man  hofft,  morgen  mit  dem  ganzen
Landwirtschaftsetat  fertig  zu  werden.  Bewilligt
  wurde  das  Kapitel  „Für  landwirtschaftliche
IZwecke  überhaupt“  gemäß  den  Beschlüssen  des
Aueschusses  und  dabei  angenommen  der  Antrag
  Hartmann  (D.  Bbd.)  äuf  Einstellung
von  10  000  Mk.  zu  Zwecken  des  Vogelschutzes.
Eine  längere  zum  Teil  recht  lebharte  Debatte
entwickelte  sich  dann  noch  beim  Kapitel  „Staatezuschüsse
  für  landwirtschaftliche  Zwecke“.  Dobei
wurde  einerseits  seitens  des  Abg.  Lutz  (bd.)
die  Tätigkeit  des  Bayerischen  Landwirtcckef  E
rates  scharf  kritisiert,  wãhrend  er  andererseils
warm  in  Schutz  genommen  wurde,  insbesondere
seitens  des  Abg.  Steininger  (Ztr.)  und  auc,  des
Ministers,  der  sich  u.  a.  auch  gegen  die
Einrichtung  von  Landwirtschaftslammern  in
Bayern  aussprach.

Die  Weiterberatung  folgt  am  Mittwoch.

das  würllembergische  Königspaar
in  München.

 

München,  24.  März.

Der  König  von  Württemberg  empfing  heute
vormittag  den  Vorützenren  im  Mininterrate
Staatominister  Dr.  Grasen  Hertling  in  längerer
  Anoienz.  Der  König  teilte  hierbei  dem
Grafen  Hertling  mit,  daß  er  ihm  seine  Büste
verliehen  habe.  Um  11  Uhr  empfing  der  Konig
den  hier  beglaubigten  Gesandten  und  Geschäfte
träger.  Nuntius  Msgr.  Dr.  Frühwirtl  pielt
an  den  König  eine  Begrüßungeanspracke.  Die
Königin  von  Württemberg  besichtigte  in  Be
leitung  der  Königin  Maria  Theresia  die  Reich:
Kapelle,  das  Porzellankabinett  und  die  Schat#
lammer  in  der  Residenz.  Die  königlichen  Gafte

besichtigten  serner  die  Ausstellung  der  in  München
  lebenden  württembergischen  Maler  im  Kunstverein.
  Die  Königin  von  Württemberg  empsing
  um  1212  Uhr  den  längeren  Besuch  der  Frau
Herzogin  Karl  Theodor.

Um  12  Uhr  mittags  fuhr  der  König  mit
dem  Ehrendienst  und  dem  persönlichen  Gefolge
am  Portal  unter  dem  Turmbau  des  Rathauses
vor,  wo  er  vom  Oberbürgermeister  Dr.  von
Borscht.  dem  Bürgermeister  Dr.  v.  Brunner
und  einer  Abordnung  der  städtischen  Kolegien
empfangen  wurde.  Ueber  die  mit  Blattpflanden
  und  Blumen  reich  geschmückte  Luitpoldtrepp:
murde  der  König  in  die  Sitzungssale  de  Magistrato
  und  des  Gemeindekollegiums  geleitet.
Im  Repräsentationssaal,  derbesondersgeschmackvoll
  von  der  Stadtgärtnerei  geschmückt  nar,
murde  König  Wilhelm  von  Oberbürgermeister
Dr.  v.  Borscht  mit  einer  Ansprache  begrüßt.

Der  König  dankte  mit  heller,  klarer  Stimme
in  einer  kurzen  Erwiderung  für  die  herzliche
Aufnahme  und  für  den  Willkommgruß  in  München,
  der  scin  und  seiner  Gemahlin  Herz  mit
w  ärmstem  Danle  erfülle.  „König  Ludwig  und
die  Königin  habest  und“  —  so  betonte  er  besonders
  —  „mit  Zeichen  der  Gnade  und  des
Wohluollene  überschüttet.  Es  ist  mir  eine  graße
Freude,  heute  in  dieser  seierlichen  Stunde  in
dem  schönen,  neuerstandenen  Rathause  meinen
Dankes  gesühlen  Auedruck  geben  m  dürfen  mit
den  närmsten  Wünschen  für  ein  ewiges  Blühen
  und  Gedcihen  und  für  die  fernere  Wohlfahrt
der  schönen  Haupt-  und  Residenzstatt  München!“
  Der  König  nahm  dann  den  Ehrentrunk
(Perle  der  Pfalz  1900)  vom  Oberbürgermeister
entgegen  und  trank  auf  das  Wohl  der  Stadtgemeinde
  und  der  Bürgerschaft  Münchens.  Im
Anschluß  hieran  unterhielt  sich  der  Konig  mit
den  Mitgliedern  der  städtischen  Abordnung  und
trug  dann  seinen  Namen  in  das  Ehrenbuch  der
Stadt  ein.

Nach  einer  Besichtigung  der  neuen  Börgrmeisterzimmer
  verließ  der  König,  der  wie  bei
der  Anfahrt  auch  bei  der  Abfahrt  von  dem
zahlreich  wartenden  Publilum  sreundlich,  bea#üßt
wurde,  nach  herzlicher  Verabschiedung  oon  den
Vertretern  der  Stadt  das  Rathaus.

Zur  Frühstückstafel  bei  dem  württembergischen
Eesandten  v.  Moscr  und  dessen  Gemahlin  waren
  geladen  der  König  und  die  Königin  von

 

Die  „Königin  der  Nacht“.

51!I,  HBeeroman  von  H.  lll.

Ilh  sehe,  Sie  dickfällger  Scemann,  ich  werde
Eie  Krmrhnnn  mussen.  daß  Sie  nicht  mit  Kindern
simiclen.  zuchte  er.  So  mögen  Sie  denn  wissen,
dan  Kenspent  i  dieser  Stunde  sechs  Zoll  laltes
Cnen  in  seinem  Leibe  hal.  Die  Krebse  am
Eirande  non  Leghorn  werden  sich  wohl  herzlich
über  den  seiten  Bissen  gefrent  baben,  genau
wie  die  Fische  der  Uesen  See  sich  frenen  werden,
wenn  Ohre  geistreichen  Züge  in  rehn  Minnten
nnten  anflanchen.  Wir  hinterlassen  eben  keine
Epuren,  meine  Freunde  und  ich.  Ter  trefiliche
Ticey  kennt  mich  zu  genau,  um  zu  schwatzen,
und  was  die  Jlaliener  betrifft,  so  werden  sie
alle  wegen  verschiedener  Verbrechen  gesucht  und
werden  außerdem  zu  gut  bezahlt,  um  ken  Wort
von  einer.  Arben  verlanten  zu  lassen,  die  ihn  nen
dieselbe  Belohnung  cinbringen  würde,  —  mir.
TIch,  hate  pneine  Mannschuft  nicht  unter  den
Seeienten  Vvon.  WMeavel,  gewählt,  weil  das  mora.
liche  und  rechlliche  Leute  sind.  Sie  sehen  also,
Korreser,  daß  Zavertal  und  ich  bald  bei  den
Passag#ren  der  „Königin  der  Nacht“  weiler  arbeilen
  lönnen,  ohne  von  störenden  Augen  bewacht
  zu  werden,  und  ohne  daß  man  uns  Oindermisse
  in  den  MW#cg  legt.  Sollich  vutllleicht  Miß
Challenor  etwas  von  Ihnen  bestellen?“
ie  Nachricht  von  Kennards  Ermordung
und  der  Gedanle,  daß  Alinc  diesem  leuflischen
Schurken  bald  auf  Gnade  und  Ungnade  auheimpeneben
  war,  lähmte  mich  für  einen  Augenblck:
doch  da  ich  sah,  daß  dir  cinzige  Hoffnung,  meiner
lüuren  Bram  ihr  Leben  zu  erdalten,  darin  lag,
dasß  ich  ihn  immer  mehr  berausforderte,  so  suchst

 

ich,  mich  nach  Moalichleit  zu  beherrschen  und  den
Wertwechi  forlzusezen.  Die  ganze  zeit  über
blieb  Ticcy  an  der  Wand  stehen  und  ließ  für
Vizards  Pastol  eine  gerade  Durchgangslmie,  befand
sich  aber  in  einer  unangenchmen  Stellung,  von
der  ich  viel  erhoffte.

„Ich  werde  außer  Stande  sein,  Ihre  nächsten
Verbrechen  zu  verbhindern,“  erwiderte  ich  dem
Erischurlen,  „doch  es  dürsten  Ihre  letzten  werden.
Bilden  Sie  sich  nicht  etwa  ein,  daß  ich  leine
Ireunde  have,  die  keine  Nangoorschuno  nach  mir
anstellen  werden.  Man  wird  feststellen,  daß  ich
an  Vord  dieses  Schisses  gegangen  bin  und  cbenso,
daß  Sir  es  gemectet  oder  gelauft  haben.=.Sie

  eben  sich  schon  wieder  einer  Tänschung
hin,“  verseßnte  Vizard,  „die  Falle  ist  nur  von
meinen  Lenten  gestellt  worden.  und  ich  laun  nich!
annchmen,  daß  Sie  mit  Ihrer  Dulltanten-Delelltwschlauheit
  auch  nur  einem  Menschen
gesagt  haben,  wobmn  S##  geben.  Und  wenn  S#
das  auch  gelan  haben,  so  wärc  es  Kleich,  denn
wer  sind  Sie  schlieblich  anders  als  ein  entlaufener
  Wahnsinniger  aus  dem  Kloster  Santa
Lucia?

Unsere  Geschichte,  daß  Sie  sich  an  Bord  der

liranda“  versteckt  und  nachher  in  einem  Wahnfinnsanfall
  über  Bord  gesprung  en  sind,  wird  so
glaublich  llingen.  daß  man  Ihr  Verschwinden
anz  natürlich  sinden  wird.  Tas  lann  ich  Ihnen
100%  jebt  sagen.“

Er  sprach  die  Wahrheit,  und  ich  hätte  vor
Wut  mit  den  Zähnen  kuirschen  mögen,  wenn  ich
bedachte,  in  wie  lörichter  Weise  ich  auf  Mayfields
Lügen  hineingefallen  war.  Waren  Kennard  und
ich  aus  dem  Wege  geräumt,  Jio  mußte  jeder  Gedanke
einer  Anklage  gegen  die  „Firma“  schwinden,  und
sie  lonnten  ihr  &
nachdem  die  Loser!  der  augenblicklichen  Reise  länast

stem  ins  Unendliche  fortsetzen,

 

ve#gessen  waren.  Ich  war  schon  nade  daran,  ihn
zu  bulen,  los  inschießen  und  der  Sache  ein  Ende
zu  machen,  als  Ticcy  über  seine  unbequeme
Stellung  einen  wütenden  Fluch  ansstieß.

Warum  schießen  Sie  denn  nicht  die  Kugel
aui  ihn  los,  Mister“  Damit  er  zur  Ruhe  komml.=sugle
  er  noch  hinzu.  „ich  werde  ja  hier  gank  steif
und  muß  wie  an  die  Wand  genagelr  sichen.=Dann

  machen  —  daß  Sie  sortkommen,
und  nehen  Sie  auf  Teck,  sagte  Vizard.  „Es
ist  Zeit,  nach  dem  Sreuer  zu  sehen,  und  ich
möchte  mit  Kapuäu  Forrester  noch  ein  bißchen
plaudern,  ehe  ich  ein  —  mu  ihm  mache.  Er
soll  bören,  wie  es  seiner  Liebsten  geht.“

Ter  audere  Schurke  trat  auf  die  Kajütenleiter
  zu,  der  er  sich  nähern  konnte,  ohne  in  den
Bereich  der  Wasse  des  anderen  zu  lommen.  Jrr.
tümlich  aber  ging  er  nach  rechts,  siatt  nach  links,
an  dem  Mast  entlang.  an  welchem  Wuard  selbst
siand  und  trat  so  auf  einen  Augenbl:  ct  zwischen
uns.  Die  Gelegenheit,  auf  die  ich  gewartet  hatte,
war  gelommen.  Vizard  rief  ihm  mut  einem  Fluche
zu.,  zur  Seilc  zu  treien,  doch  en  war  zu  späl.  Ich
seinn  vor,  packte  Dicey  von  hinten,  benunzte  ihn

le  Schild,  während  ich  mit  der  Rechten  mein
Pöor  berauszog.  Gleichzeirig  schoß  Vizard.  Wahrscheinlich
  hoffte  er,  einen  Teil  meines  Körpers  zu
tresien,  der  nicht  von  Dicen  gedeckt  wurde,  doch
in  der  Aufregung  zielte  er  falsch,  und  der  Schuß
traf  tatsächlich  meinen  menschlichen  Panzer.  Der
Kapitän  der  „Miranda“  fiel  auf  mich,  doch  :#
bielt  ihn,  feuerte  über  seine  Schulter  und  traf
Vizard  in  den  rechten  Arm.  d  Zampf  war
vorüber,  sein  Revolver  fiel  auf  die  Er

Ich  leh  Dicey  auf  einen  Leutten  *d*-  sinken
und  zielte  geradeswegs  auf  Bizards  Kopf.  Er
bliyte  mich  an  wie  ein  verwundeter  Tiger,  das
Blut  tropfte  aus  dem  Dandaelenk.  und  ##- 



Innsbruck,  Narturuhe,  ##i  e.
Übernommen.

Württemberg  mit  ihrem  Gefolge  und  Ehrendienst,
  Staatsminister  Dr.  Graf  Hertling,  Oberstzeremonienmeister
  Graf  Moy,  der  bayerische
Gesandte  in  Stuttgart  Graf  Karl  Moy  mit

Gemahlin,  der  württembergische  Fn  Oberhummer
  und  Legationsrat  Frhr.  v.  Gemmingen.
  In  der  Gesandtschaft  in  der  Friedrichstraße
  empfing  der  König  hierauf  die  Mitglieder
  des  Vorstandes  und  des  Ausschusses  des
Württembergischen  Hilfsvereins  als  Delegation
der  württembergischen  Kolonie.  Das  Königspaar
  fuhr  hierauf  in  die  Residenz  zurück.  Kurz
darauf  fuhr  der  König  mit  König  Ludwig  III.
zum  Nationalmuseum,  die  Königin  mit  Königin
  Maria  Theresia  zum  Botanischen  Garten.

Im  Hofballsaal  der  K.  Residenz  fand  heute
abend  zu  Ehren  des  Königs  und  der  Königin
von  Württemberg  eine  Galatafel  statt.  Wähtend
  der  Tafel  *  sich  König  Ludwig  und
begrüßte  seine  hohen  Gäste,  auf  die  er  ein
Hoch  ausbrachte.  Der  König  sogte  u.  d.:
„In  der  freudigen  Stunde,  in  der  ich  Euere
Mojestäten  in  Bayern  beprüßen  darf,  kommt
Mir  ganz  besonders  die  deutung  der  Aufgoben
  zum  Bewußtsein,  die,  vielfach  in  vertrauensvoller
  Zusammenarbeit,  von  Uns  für
die  Wohlfahrt  unserer  Länder  zu  erfüller  lind.
Den  deutschen  Bundesstaaten  und  ihren  Fürsten
erleichtert  das  Gefühl  der  Unlöelichkeit,  mit
der  Wir  Uns  im  Reich  zusammengeschlossen
wissen,  die  Erfüllung  dieser  Rachtenk  Es  läßt
Uns  in  allen  Fragen,  die  das  Lebensinter.
esse  des  deutschen  Volkes,  die  den  Glanz  und  die
Ehre  des  gemeinsamen  Vaterlandes  berühren,
in  inniger  Eintracht  zusammenstehen.  Auf  diejer
  Eintracht  beruht  die  Macht  des  Reiches,  beruht
  die  Stärke  seiner  Wehrkraft  und  damit
eine  sichere  Bürgschaft,  für  die  Erhaltung  eines
ehrenvollen  Friedens.“

Kurz  darauf  erwiderte  der  König  von  Württemberg
  mit  ebenso  herzlichen  orten  und
brachte  seinerseite  ein  Hoch  auf  die  Königia
und  den  König  von  Bayern  aus.  Er  sagte
u.  a.:  „Euere  Majestät  gedachten  soeben  der
zahlreichen  gemeinsamen  Aufgaben,  vor  die  sich
die  deutschen  Bundesstaaten  vielfach  gestellt  seben,
  und  der  Unmöglichkeit  diese  Aufgaben
anders  zu  erfüllen  als  auf  dem  Wege  treuer.
rertrauensvoller  Zusammenarbeit,  gedachten  der
innigen  Eintracht  der  deutschen  Fürsten  in  allen

Selunde  dachte  ich,  er  würde  auf  mich  losspringen.
Toch  er  bederrschte  sich  mit  einer  Anstrengung,
bei  der  sich  samtliche  Muskeln  seines  Gesichtes
urrzerrien,  und  zwang  seine  Züge  sogar  zu  einem
Lacheln.

„Tie  Chren  des  Kampfes  sind  Ihnen  geblieben.
  Kap#tan“.  sagte  er,  „wic  ist  Ihr  Programm"“


„Sie  werden  sich  umdrehen  und  mir  den
Rücken  zuwenden,  mit  dem  Gesicht  nach  der
Kabinenwand.“  sagte  ich,  halten  Sie  die  Hände
grade  berunter  und  falten  Sie  sie  ausf  dem
Rucken.“

Zu  memer  großen  Ueberraschung  gehorchte
er,  und  ich  ging  zu  ihm  und  befühlte  du.  falls
er  noch  eine  zweite  Wanse  bei  ch  haben  sollte.
Tarsächlich  hatte  er  noch  einen  langen.  rW*
Tolch,  den  ich  ihm  sortnahm,  dann  hob  ich  d
Pisftol,  das  er  hatte  sallen  lassen,  auf  und  w
ihn,  mir  voranzugehen.  Als  ich  auf  Dekommen
  war,  sagte  mir  ein  flüchtiger  Blick,  *rer
siner  der  Italiener  am  Skeuerran,  T  der  Brücke
5%  während  der  andere  M  e  sich  im  Bug
hien  Der  Maschinist  tat  seine
Schuldigkeit.

6l  *  sagte  ich  und  deutcte  auf  einen  Hausen
Stricke,  die  gerade  unter  dem  Bollwerk  an  der
Brücke  lagen,  vort  setzen  Sie  sich  hin.  Wenn
Sie  nur  eine  Vew  g  machen  odet  versuchen.
mit  den  Italienern  zu  Hrechen  find  Sie  ein  toter
Mann.  Es  ist  Vollmond,  und  ich  werde  Sie
nicht  verfehlen.

(Grschun  folgt)

 

 

 

 

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