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Rosenheimer Tagblakt
Amisliches Publitations· Organ
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Sans der Inseroten. Innahme 1 1 Uhr mittogs. Nach dlelem Zeltmunkt kann fur Bulnahme in die laufende Tage#nummer nicht mehr garanktert werden. Kür schlechigeschnedenee Morull##t mird keine Deronwormun lbememn sen.
Festung Kowno im Stlurm venommen
.–
— E.
Unzähliges Material, darunter mehr als 400 Geschütze erbentet.
Oesterreich-ungar. Truppen 20 km vor Brest-Litowsk
Der siegreiche Sturm auf Kowno. — Rastlose Verfolgung des rufsischen Heeres. — Ein Fort und zwei Zwischenwerke von
Nowo-Georgiewsk genommen, 2.400 Russen gefangen, 10 Geschütze erbeutet. — Siegreiches Fortschreiten der Heeresgruppen
Prinz Leopold und Mackensen. — Gegen die rufsischen Lügen über die deutsche Gefangenenbehandlung. — Serbiens endgiltige
Weigerung. — Der Rücktritt des griechischen Kabinetts angenommen. — Die wirtschaftlichen Kriegsmaßnahmen im Reichstag.
Die Kriegslage.
(iederholl, well nur in elnem Teil der Auflage.)
A# WIB. Großes Hauptquartier, den
17. August, vormittags. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Vor Ostende vertrieb unsere Küstenartillerie
zwei seindliche Zerstörer.
In den Ostargonnen wurde bei Fille morte
ein französischer Graben genommen.
Bei Bapaune fiel ein englisches Flugzeug in
unsere Hand. Die Insassen, zwei Offiziere, sind
gefangen genommen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Beeresgruppe bes Gencralfelbmarschalls
von Hindenburg.
Weitere Kämpfe in der (begend von Kupischli
waren erfolgreich. 625 Gefangene, darunter drei
Ofsiziere und drei Maschinengewehre fielen in
unsere Hand.
Truppen der Armee des Generalsobersten
v. Eichhorn unter Führungd
Generals Litzmann erstürmten dle
zwischen Njemen und Jessia gele.
genen Forts der Züdwestfront von
Kowno.
Ueber 4.500 Russen wurden zu
Gefangenen gemachl,
240 Geschü
und zahlreiches sonstiges Gerät erbeutet.
die Armeen der. Generalc v. Scholt und
v. Gallwitz warfen den Gegner unter for##
Heleden Kämpfen welter in önlicher Richung.
zuruck. 1.800 Ruffen, darumer 11
Ofllzlere, wurden gekangen genommen-1
Geschütnz und 10 maschinengewehre eln
gebracht.
Auf der No#doftfront von Nowo-Georgiewsk
wurde ein großes Fort####
zwei Zwischenwerke
im Sturm genommen.
Kuf der ubrigen front gelang es, den
Gegner falt berall zurläzudridugen. es
wurden 2.300 Gelangene gemacht, 19 Se-Tchse
und fonsiges Material erbeutet.
Die Heeresgruppen der Generalfeldmarschalle
Prinzen Leopold von
Vayern und von Mackensen find
in siegreichem Nortschreiten.
In ihrem amtlichen Verichte vom 16. Augurt
behauptet die russische S##eresleitung, daß rurt
sische Vorhuten am 13. August bei Dunajou
an der Zlota-Lipa zwei Reihen deutscher Schür
zengräben erobert und deren Verteidiger nie
dergemacht hätten. Unsere an diesen Stellen
lämpfenden Truppen i#t nur eine russische Patrouillen-Unternehmung
in der Nacht vom 12.
zum 13. August bekannt, die völlig scheiterte
und bei der der Gegner vier Tote und zwei
Verwundete vor unseren Stellungen ließ und
die uns keine Verluste brachte.
Oberste Heeresleitung.
i ih# #
Der amtliche ssterreichische Bericht.
WITB. Wien, 17. Aug. Amtlich wird ver
lautbart:
Russischer Kriegsschauplat.
In scharker verlolgung des unablasig
welchenden Gegners And von den kK. u. k.
Truppen die unter dem Kommando des
feldmarschallcunants von Arz nehenden
bis Dobronka, 20 km rückwerilich von brestilliomzk,
vorgedrungen.
Eine russische Nachhut, die bei Piszczac Stel
lung gefaßt hatte, wurde von ungarischer Landwehr
geworfen. Die vom Erzherzog Joseph
Ferbinand geführten Kräfte sind im Vorrücken
auf Janowm am Bug. General von Kieveß
hat den Feind in der Gegend von Konstantynowm
über den Bug geworfen. Nördlich des unteren
Bug lämpfen im engen Anschluß an deutsche
Reiterei oilerreichisch ungariche Kavalleriekörper.
An unseren Fronten bei Wladimir Wolynsli
und in Ostgalizien herricht Ruhe.
Italienischer Kriegsschauplatt.
Das Feuer der italienischen ichweren Artillerie
gegen unsere Tiroler Werle hielt gestern tagsüber
an. Schwächere feindliche Infamterieabtei-=lungen,
die im Val Sugana bir Carzano (nordöstlich
Borgo vorgetommen sind, wurden über
den Masobach zurückgeworfen.
An der küstenländischen Krom setzten die Ita
liener inre Vorflöse gegen uniere Stellungen
zwischen dem ru und Tolmein mit stärkeren
Kräften fort, wurden aber überall blunig abgemiesen.
Das Plateau von Doberd? stand
gestern Nachmittag wieder unter ziemlich hef
ligem Geschutzfeuer.
Der Stellv. des Chefs des Weneralstatzes:
von Höfer, Fridmarschalkeuran.
Die Festung omno ut flürmen-(vaxtra-Blatt
vom Miliwoch, 18. Auquft. vorm. 11 Uhr).
Wr. Großes Hauptgquartier,
18. Auaust. Die Festung Kowno
mit allon Forts und unzähligem
Material, darunter weit mehr als
100 Geschütze, ist seit heute Nacht
in deutschem Besitz. Sie wurde
trotz zäher Verteidigung mit stärmender
Hand genommen.
Oberste Heereeleitung.
Zwei Millionen Gesangene.
Seit Kriegsbeginn sind zwei Millionen Feinde
den deutschen und den österreichisch-ungarischen
Truppen in die Hände gefallen. Diese in der
Weltgeschichte unerhörte Zahl gibt, wie die
„Frankf. IZtg.“ schreibt, das greifbarste Maß
unseres Erfolges; er ist mit dem Fortschreiten
des Krieges gewachsen:
Während die erste Million Kriegsgefangener
nach 6 Monaten und 3 Wochen erreicht war,
hat es einen Monat weniger gedauert, um diese
reiche Ernte zu verdoppeln. Die 2 Millionen
verteilen sich ungleich auf die Heere der feindlichen
Koalition. Die Westfront, die seit Monaten
unverändert feftiteht, hat eiwa 331 000
franzbsische. belgische und englische Kriegsgefangene
eingebracht. Uniere Verbündeten haben
auf dem südostlichen Kriegsschauplag 23000
Serben gesangen. Der Rest entfällt auf die
russische Armee, die 1 654(0111 Mann durch die
Gefangennahme verloren hat. Mehr als die
Hälfte davon sind in den letzten Monaten in
den Händen unserer Truppen geblieben, seit
der Durchbruch bei Tarnow und Gorlice den
erstarrten Stellungskrieg im Osten zur frischen
Bewegung ausgelost hat. Im Mai wurden in
Galizien. Polen und im Norden 301 000 Rus.-sen
gesangen, im Juni 220000 und in der
ersten Hälfte des Juli 32 000.
Am 15. Juli begann dann der allgemeine
Angriff der verbündeten Armeen gegen die polnische
Festungolinie, die zu dem großen, noch
jet nicht abgeschlossenen Rückzug der Nussen
führte. Er brachte bis Ende Juli 190000
Mann. im August bisher weitere 95000 Mann
Gefangene ein, sio daß die russischen Armeen
seit dem 14. Juli wieder 285000 Mann eingebüßt
haben, ohne die blutigen Verluste.
Das alles hindert die russische und fran.
zösische Militärkritik nicht, den Rückzug als gelungenes
Manöver zu erllären, das die ruslische
Armee vor Verlusten bewahrt hat. Diese
Monöver haben aber den Russen gröhere Ein.
buße gebracht als die gewaltigsten Schlachten.
In diesen Jahlen sind die Gefangenen nicht