Full text : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

  

 

und  Felertage).  —
uel  ins  Haus  gellefert.

 

Der  „KResenheimer  Anzelger-  mlt  dem  textlich  und  illustrativ  reich  ausgestatteten  achtsettigen

.Koseuhelmer  Hennlagsb  aft-  erschelnt  täglich  nachmiutags  4  Uhr  (mu  Ausnahme  der  Sonn-Der
  Abonnementopreis  beträgt  olerteljährlich  1  Mark  80  ig.,  monatlich
*  u  sowohl  sur  4uelte  als  auch  für  auswärtige  Abonnenten.  —  Postzustellgebühr,
14  Pfg.  monaitlich.  —  Telegramm  ·  Adresse:  Anzelger  Rosenheim.  —
Telephon-Anschiüsse:  Redaktlon  und  Verlag:  Nr.  72;  Inseraten-Abteilung:  235.

 

·

 

     
    

 

##e###10  n#  1918

 

 

".q(  Das  Abonnement  wird  für  Nosenhelm  in  der  M.  Niedermayschen  Buchdrucker##  sowie  in
den  sechs  Filial  ·  Expeditionen  der  Stadt  entgegengenommen;  a
größeren  Ortschosten  der  Umgebung  errichteten  Agenturen,  sowle  alle  Postanstalten  und  #uliche
  Postboten  die  Beltellung  für  den  „Rolenhelmer  Anzeiger“  on.  —  Die
breite  Petitzelle  oder  deren  Naum  kostet  10  Viennig,  die  75  mm  breite  Zeile  un  Neklameteil
30  Psennig;  del  Wlederholungen  oder  Zellenabschlüssen  Rabatt  nach  aufliegendem  Taris.

außerdem  nehmen  die  in  ca.  40
einspaltige  50  mm

 

 

Rosenheimer  Tagblakt

Amisliches  Publitations·  Organ

2  1—  Neklamen  und  —  durch  —  Exwedillon  Hoosensteln  4  bogler  2.  Nosendelm.  München.  Nurmbero.  Berun.  Bern.  Cdemuln,  Dresden.  Eur  -Göronglurte  a  .  Hannover.  Innsbruc.  orleruse.  ru  rm“
Sans  der  Inseroten.  Innahme  1  1  Uhr  mittogs.  Nach  dlelem  Zeltmunkt  kann  fur  Bulnahme  in  die  laufende  Tage#nummer  nicht  mehr  garanktert  werden.  Kür  schlechigeschnedenee  Morull##t  mird  keine  Deronwormun  lbememn  sen.

Festung  Kowno  im  Stlurm  venommen

.–

—  E.

Unzähliges  Material,  darunter  mehr  als  400  Geschütze  erbentet.

Oesterreich-ungar.  Truppen  20  km  vor  Brest-Litowsk

Der  siegreiche  Sturm  auf  Kowno.  —  Rastlose  Verfolgung  des  rufsischen  Heeres.  —  Ein  Fort  und  zwei  Zwischenwerke  von
Nowo-Georgiewsk  genommen,  2.400  Russen  gefangen,  10  Geschütze  erbeutet.  —  Siegreiches  Fortschreiten  der  Heeresgruppen
Prinz  Leopold  und  Mackensen.  —  Gegen  die  rufsischen  Lügen  über  die  deutsche  Gefangenenbehandlung.  —  Serbiens  endgiltige
Weigerung.  —  Der  Rücktritt  des  griechischen  Kabinetts  angenommen.  —  Die  wirtschaftlichen  Kriegsmaßnahmen  im  Reichstag.

Die  Kriegslage.
(iederholl,  well  nur  in  elnem  Teil  der  Auflage.)
A#  WIB.  Großes  Hauptquartier,  den
17.  August,  vormittags.  Amtlich.
Westlicher  Kriegsschauplatz.

Vor  Ostende  vertrieb  unsere  Küstenartillerie
zwei  seindliche  Zerstörer.

In  den  Ostargonnen  wurde  bei  Fille  morte
ein  französischer  Graben  genommen.

Bei  Bapaune  fiel  ein  englisches  Flugzeug  in
unsere  Hand.  Die  Insassen,  zwei  Offiziere,  sind
gefangen  genommen.

Oestlicher  Kriegsschauplatz.

Beeresgruppe  bes  Gencralfelbmarschalls
von  Hindenburg.

Weitere  Kämpfe  in  der  (begend  von  Kupischli
waren  erfolgreich.  625  Gefangene,  darunter  drei
Ofsiziere  und  drei  Maschinengewehre  fielen  in
unsere  Hand.

Truppen  der  Armee  des  Generalsobersten
  v.  Eichhorn  unter  Führungd
Generals  Litzmann  erstürmten  dle
zwischen  Njemen  und  Jessia  gele.
genen  Forts  der  Züdwestfront  von
Kowno.

Ueber  4.500  Russen  wurden  zu
Gefangenen  gemachl,

240  Geschü

und  zahlreiches  sonstiges  Gerät  erbeutet.


die  Armeen  der.  Generalc  v.  Scholt  und
v.  Gallwitz  warfen  den  Gegner  unter  for##
Heleden  Kämpfen  welter  in  önlicher  Richung.
  zuruck.  1.800  Ruffen,  darumer  11
Ofllzlere,  wurden  gekangen  genommen-1
  Geschütnz  und  10  maschinengewehre  eln
gebracht.

 

Auf  der  No#doftfront  von  Nowo-Georgiewsk
  wurde  ein  großes  Fort####
zwei  Zwischenwerke

im  Sturm  genommen.

Kuf  der  ubrigen  front  gelang  es,  den
Gegner  falt  berall  zurläzudridugen.  es
wurden  2.300  Gelangene  gemacht,  19  Se-Tchse
  und  fonsiges  Material  erbeutet.

Die  Heeresgruppen  der  Generalfeldmarschalle
  Prinzen  Leopold  von
Vayern  und  von  Mackensen  find
in  siegreichem  Nortschreiten.

In  ihrem  amtlichen  Verichte  vom  16.  Augurt
behauptet  die  russische  S##eresleitung,  daß  rurt
sische  Vorhuten  am  13.  August  bei  Dunajou
an  der  Zlota-Lipa  zwei  Reihen  deutscher  Schür
zengräben  erobert  und  deren  Verteidiger  nie
dergemacht  hätten.  Unsere  an  diesen  Stellen
lämpfenden  Truppen  i#t  nur  eine  russische  Patrouillen-Unternehmung
  in  der  Nacht  vom  12.
zum  13.  August  bekannt,  die  völlig  scheiterte
und  bei  der  der  Gegner  vier  Tote  und  zwei
Verwundete  vor  unseren  Stellungen  ließ  und
die  uns  keine  Verluste  brachte.

Oberste  Heeresleitung.
i  ih#  #

Der  amtliche  ssterreichische  Bericht.

WITB.  Wien,  17.  Aug.  Amtlich  wird  ver
lautbart:

Russischer  Kriegsschauplat.

In  scharker  verlolgung  des  unablasig
welchenden  Gegners  And  von  den  kK.  u.  k.
Truppen  die  unter  dem  Kommando  des
feldmarschallcunants  von  Arz  nehenden
bis  Dobronka,  20  km  rückwerilich  von  brestilliomzk,
  vorgedrungen.

Eine  russische  Nachhut,  die  bei  Piszczac  Stel
lung  gefaßt  hatte,  wurde  von  ungarischer  Landwehr
  geworfen.  Die  vom  Erzherzog  Joseph

 

Ferbinand  geführten  Kräfte  sind  im  Vorrücken
auf  Janowm  am  Bug.  General  von  Kieveß
hat  den  Feind  in  der  Gegend  von  Konstantynowm
über  den  Bug  geworfen.  Nördlich  des  unteren
Bug  lämpfen  im  engen  Anschluß  an  deutsche
Reiterei  oilerreichisch  ungariche  Kavalleriekörper.


An  unseren  Fronten  bei  Wladimir  Wolynsli
und  in  Ostgalizien  herricht  Ruhe.

Italienischer  Kriegsschauplatt.

Das  Feuer  der  italienischen  ichweren  Artillerie
gegen  unsere  Tiroler  Werle  hielt  gestern  tagsüber
  an.  Schwächere  feindliche  Infamterieabtei-=lungen,
  die  im  Val  Sugana  bir  Carzano  (nordöstlich
  Borgo  vorgetommen  sind,  wurden  über
den  Masobach  zurückgeworfen.

An  der  küstenländischen  Krom  setzten  die  Ita
liener  inre  Vorflöse  gegen  uniere  Stellungen
zwischen  dem  ru  und  Tolmein  mit  stärkeren
Kräften  fort,  wurden  aber  überall  blunig  abgemiesen.
  Das  Plateau  von  Doberd?  stand
gestern  Nachmittag  wieder  unter  ziemlich  hef
ligem  Geschutzfeuer.

Der  Stellv.  des  Chefs  des  Weneralstatzes:

von  Höfer,  Fridmarschalkeuran.

Die  Festung  omno  ut  flürmen-(vaxtra-Blatt

  vom  Miliwoch,  18.  Auquft.  vorm.  11  Uhr).

Wr.  Großes  Hauptgquartier,
18.  Auaust.  Die  Festung  Kowno
mit  allon  Forts  und  unzähligem
Material,  darunter  weit  mehr  als
100  Geschütze,  ist  seit  heute  Nacht
in  deutschem  Besitz.  Sie  wurde
trotz  zäher  Verteidigung  mit  stärmender
  Hand  genommen.

Oberste  Heereeleitung.

 

Zwei  Millionen  Gesangene.

Seit  Kriegsbeginn  sind  zwei  Millionen  Feinde
den  deutschen  und  den  österreichisch-ungarischen
Truppen  in  die  Hände  gefallen.  Diese  in  der
Weltgeschichte  unerhörte  Zahl  gibt,  wie  die
„Frankf.  IZtg.“  schreibt,  das  greifbarste  Maß
unseres  Erfolges;  er  ist  mit  dem  Fortschreiten
des  Krieges  gewachsen:

Während  die  erste  Million  Kriegsgefangener
nach  6  Monaten  und  3  Wochen  erreicht  war,
hat  es  einen  Monat  weniger  gedauert,  um  diese
reiche  Ernte  zu  verdoppeln.  Die  2  Millionen
verteilen  sich  ungleich  auf  die  Heere  der  feindlichen
  Koalition.  Die  Westfront,  die  seit  Monaten
  unverändert  feftiteht,  hat  eiwa  331  000
franzbsische.  belgische  und  englische  Kriegsgefangene
  eingebracht.  Uniere  Verbündeten  haben
auf  dem  südostlichen  Kriegsschauplag  23000
Serben  gesangen.  Der  Rest  entfällt  auf  die
russische  Armee,  die  1  654(0111  Mann  durch  die
Gefangennahme  verloren  hat.  Mehr  als  die
Hälfte  davon  sind  in  den  letzten  Monaten  in
den  Händen  unserer  Truppen  geblieben,  seit
der  Durchbruch  bei  Tarnow  und  Gorlice  den
erstarrten  Stellungskrieg  im  Osten  zur  frischen
Bewegung  ausgelost  hat.  Im  Mai  wurden  in
Galizien.  Polen  und  im  Norden  301  000  Rus.-sen
  gesangen,  im  Juni  220000  und  in  der
ersten  Hälfte  des  Juli  32  000.

Am  15.  Juli  begann  dann  der  allgemeine
Angriff  der  verbündeten  Armeen  gegen  die  polnische
  Festungolinie,  die  zu  dem  großen,  noch
jet  nicht  abgeschlossenen  Rückzug  der  Nussen
führte.  Er  brachte  bis  Ende  Juli  190000
Mann.  im  August  bisher  weitere  95000  Mann
Gefangene  ein,  sio  daß  die  russischen  Armeen
seit  dem  14.  Juli  wieder  285000  Mann  eingebüßt
  haben,  ohne  die  blutigen  Verluste.

Das  alles  hindert  die  russische  und  fran.
zösische  Militärkritik  nicht,  den  Rückzug  als  gelungenes
  Manöver  zu  erllären,  das  die  ruslische
  Armee  vor  Verlusten  bewahrt  hat.  Diese
Monöver  haben  aber  den  Russen  gröhere  Ein.
buße  gebracht  als  die  gewaltigsten  Schlachten.
In  diesen  Jahlen  sind  die  Gefangenen  nicht