Aummer 1007
soonnnhusales.
Sitzung des Kollegiums der Gemeinöe-Bevollmächtigten
in Rosenheim.
Mittwoch, den 28. April 1915
vormittags 129 Uhr.
Vorsitzender: GB. Finsterwalder.
Anwesend: 24 Mitglieder.
Bom Haustättergut.
In einer früheren Siyung wurde vom Kollegium
die Vornahme verschiedener baulicher
Aenderungen und Verbesserungen auf dem Hauställergut
beschlossen, welches jüngst in Hru.
Arzmiller einen neuen Pächter erhalten hat. Die
Vaurornalimen wurden erst nach Abschluß des
Pad tvertrages deraten und genehmigt. Indessen
murde an den Bau der Waschlüche usw.
die Bedingung gelnüpft, das der Pächter die
jährliche Pachtsumme um 100 Ml. erhöhen
solle. Weitere Verhandiungen mit Herrn Arzmiller
haben, wie der Vorsigende berichtet, zu
dem Ergednis gesührt, daß diese Erhöhung vom
Päiter abgelehnt mird. Der Magistrat beschloß
daher, ren dieser Bedingung abzusehen.
GB. Wendl sericht gegen die Errichtung der
Waschtüucke. Das Sauslätlergut stehe schon
lange, warum solle es denn jeßl auf einmal
nicht mehr obne die Maschküche gehen. GB.
Ruedorffer bdetont namentlich den Charaiter der
Wirtscheaft als Sommerwireschaft, sodaß die
Baurornahmen nicht erforderlich würen. (B.
Görfert meint, daß er besser gewesen wäre,
all diese Fragen vur Abschlus des neuen Pachtvertlagen
zu erörlern und dann den Pachtschilling
darnach einurichten. GB. Kriechbaumer
äuß en siä. für die bedingungslose Ausführung
der Baurornal men. Jedem anderen
Wirie wärden diese Auflagen gemackt. infolgedessen
dur'se die Stadt Inilt innren eigenen Anwesen
nicht anders verfahren.
Schließlich ufurde mil allen gegen drei Stimmen
beschlossen, die Banvornahmen ohne die
früher daran getinun f# Bediagung auszuführen,
aher eine Früöhng des Pachtschillings
bei Erneuerilng des wre ertrages in Aussicht
zu nehmen.
Die Gasleitung in der Haustätier
straße.
Der Brauereibe r KayerSmumbeck hat den
nch gesiellt, oie Gasleitung zu- seinem Anwesen
Hauftätierstraße 12 zu veriegen. Nach
den Darlegungen der Direllion des- Gaswerkes
bedingt die Verwirklichung dieses Antrages die
Au#lassung der bisherigen Gasleitung daselbst
und die Einfügung einer flärleren Rohrleitung,
ebenso die Verlänge erung. Insgesamt entstehen
dadurch Kosten in Höhe von 1100 Mark. Hiervon
sind 421, Mark durch die bereits vorhandenen
Rohre gedeckt. Eine Umfstage bei den
Anwohnern ergab, daß sie zur Gasabnahme
bereit sind; ihre Anmeldungen erreichen einen
jälrlicen Betrag von 256 Marl. Der Magistrat
himmie dem Antrag zu; die Kosten soilen
aus laufenden Mitteln des Gaswerkes gedeckt
werden. Diesem Beschlusse gab aus das Kollegium
seine Zustimmung.
Von der Austraße.
Früller schon sind Kiagen laut geworden über
den Zumand der Austraße bei schlechtem Wetter.
Runmehr haben sich die Anwohner der Straße
mil oinem Gesuch an den Magistrat gewandt,
den Unterhan der Siraße auf die Stadt zu
übernehmen. c indelt sich um eine Strede
von 220! Meier v.- 1 oer Ledererbachbrücke bis
zum Anwesen Nr. 13. Der Maginrat hat dem
Gesuch stanngegeben. Bei der Peuligen Beralung
stellte G. B. Rubandl die y cane. warum nur
die Strecke bis zum Anwesen Nir. ? in Betracht
gezogen werden solle; man soll- do.., gleich
die ganze Straße übernehmen. Eine Anfrage
beim Stadtibauamt ergab, daß die Straße berücssick
tigt ist, soweit sie in städuis chem Besig sich
besindet; der Rest sei ein Feldweg, für den die
Eigentümer der betreffenden Grundstücke auszulommen
hätten. Daraufhin wurde nach Befürwortung
des Gesuches durch die (B. Stegmaier,
Ruedorfser und Schmidt dem Magistratsbeschluß
zugestimmt.
Stiftung eines Freiplatzes.
Wiederholt wurde an die Stadt das Ersuchen
gef. ellt, für die orthopädische Klinik in der
Laube#van#talt für krüppelhafte Kinder einen
Freiplatz zu stiften. Das Ersuchen wurde indesien
abschlägig beschieden, da man es als
Pflicht des Staates betrachtet, hiefür zu sorgen.
Zudem ist die Anstalt jetzt nicht ihrem
Jweck zugeführt, sie dient vielmehr als Kriegslazarett.
GB. Göpfert verweist darauf, daß
man die Gelder für die Zwecke der Anstalt
bei der Landesversicherungsanstalt sich sichern
müßte.
Vom städt. Eektrizitätswerk.
Demncchst ist an einer Turbine des städt.
Ekektrizitätswerkes eine größere Au"besserung
vorg#unehmen, für welche der Kanal etwa 14
Tag# abgestellt werden muß. Im Zusammenhang
damit beamtragt die Direktion die Anbrineines
hydraulischen Regulators an dieser
ung
n- Turbine. Der Magistrat geelr
den dafürt angesetzten Betrag po#n- 3000 Ma
—.— +–—
da, wie der Verwaltungsrat bemerkt, die Er—
haltung der Leistungsfähigkeit des Werles dadurch
gefördert werde.
GB. Rais empfiehlt ebenfalls die Genehmigung,
da durch den Regulator 6 8 Pferde
kräfte gewonnen seien.
G. Huber spricht seine Verwunderung darüber
aus, daß diese Forderung nicht in der
Eleltrizitate Kommission vorberaten worden
sei. Die Kommission könnte bei dieser Gelegenheit
eine Besichtigung des Werkes überhaupt
vornehmen, um sich von den tatsächlichen Zuständen
zu überzeugen.
Der. Vorsitzende erwähnt, daß die Frage
zwar nicht in der letzten Zeit in der Kommission
beraten worden wäre, wohl aber in einer vor
längerer Zeit stttgehabten Sitzung; etwa vor
einem Jahre habe der Direltor des Werles
in der Situng darauf hingewiesen. Eine eigene
Sitzung habe jetzt darüber nicht stattgesunden.
B. Schmidt spricht ebenfalls für Ueberweisung
des Punktes an die Kommission und für
eine Besichtigung des Werkes
GB. Göpfert: Wenn wir damit durchdringen
wollten, daß in all diesen Fragen immer zuerst
die Kommission gehört werde, müßten wir die
Frage zurückverweisen.
Darauf murde die Zuräckverweisung an die
Kommission mit allen gegen 2 Stimmen angenommen.
Die städtischen Kartoffelverkäufec.
Bis jetzt hal die Stadt zwei Waggon Kar
toffeln für die minderbemittelte Vevöllerung
verlaust. Die Verkäufe schlossen mit einem Al.
tivrest von 207.20 und 323.50 M . Das
Kollegium ist mit dem Beschlusse des Magiitrates,
daß diese Beträge der Angehörigensürsorge
zugewiesen werden sollen, einverstanden.
Abänderung der Viltualienmarkt
ordnung.
Zur Sicherung der Artitel des Viltualienmarltes
für die Bevöllkerung namentlich in der
Kriegszeit hat der Stadtmagistrat vor einigen
Wochen eine Aenderung der Vittualienmarktordnung
beschlossen, welche seinerzeit vom Rollegium
der Gemeindebevollmächtigten erinnerungslos
zur Kenntnis genommen wurde. Diese
Aenderung vermochte jedoch nicht, gewisse Mißstände
zu beseitigen, so daß der Magistrat Veranlassung
nahm, neuerdings eine Aenderung der
Marktordnung vorzunehmen. 2 Dieser neue Vorschlag,
welchen wir gestern bereits veröffentlicht
haben, lag jetzt dem Kollegium zur Kenninis-=mahme
vor.
GB. Wendl findet es für ungerecht, daß das
Gewerbe so behindert werden solle. Namentlich
die Konditoren und die Wirte würden dadurch
stark betroffen.
B. Langenegger ist dafür, daß mit aller
Entsähiedenheit gegen jene vorgegangen werde,
welche die Bäuerinnen mit ihren Marktartileln
abfangen. Es sei vorgelkommen, daß ein Konditor
große Mengen Eier über seinen Bedarf
eingekauft habe; er lalke sie ein und verlaufe
sie später, weil er höhere Preise erwarte. Gegen
dieses Gebaren müsse mit aller Strenge
vorgegangen werden.
(ÖB. Schmidt hielt es ebenfalls für höchste
Jeit. daß, neue Bestimmungen getroffen würden.
Denn die Konsumenten müßten auch geschützt
werden. Man könnte auf dem Viltualienmartt
die Wahrnelmung machen, wie von Händlern
den Bäuerinnen die Markttörbe einfach weggenommen
würden. Es scheine indessen, daß
die neuen Bestimmungen nicht richtig abgefaßt
wären. Die bürgerlichen Magistratsräte wollten
sicherlich nicht, daß den Konditoren leine
Gelegenheit für ihre Einkäufe gegeben sei. Sie
wollten nur, daß der Handel nicht vor 10 Uhr
seine Einläuse betätigen dürfe.
6B. Wendl: Die Vorschriften für den Handel
beständen un Recht. Aber der Auflauf für
den eigenen Verbrauch des Gewerbes dürfe nicht
unterbunden werden.
Da über verschiedene Fragen Zweisel auflauchten,
wurde der magistratische Referent zur
Aufschlußerteilung erusen. RR. Wander teilte
dann mit, daß die Abänderung das Abfangen
von Fieranten verhindern wollte. Das sei vereitelt
worden durch einen Konditor, der große
Auftäuse über seinen Bedarf vorgenommen habe.
Dieser habe eine entsprechende Belkanntmachung
erlassen, und die Fieranten seien dann zu ihm
gegangen und hätten dort verkauft. Er gebe zu,
daß in den Bestimmungen über die gewerblichen
Einläufe eine gewisse Härte liege. Aber es
ließe sich nicht ändern, wenn man #um Ziele
gelangen wolle.
OB. Schmidt:
Uhr einlaufen?
RR. Wander: Rein! Eine Erhebung habe
ergeben, daß an einem Markttage nach 10
Uhr noch für 250 Mk. Eier zauf dem Marlte
waren. Der Bedarf könne also noch gut gedeckt
werden. Aehnliche Bestimmungen seien in
der früheren Marktordnung schon vorhanden
gewesen, sie seien jetzt nur schärfer gefat
worden.
Dürsen Konditoren vor 10
GB. Wendl: Die Wirte und die Konditoren
haben gewöhnlich ihre ständigen Eierlieferanten.
Wenn nun bei diesen Eier bestellt werden, darf
die Bäuerin diese Eier dem Wirt bringen oder
ist sie gexwungen, sie auf den Viktualienmarkt
zu tragen?
MR. Wander: In diesem Falle dürften die
Eiet schon gebracht werden. Im übrigen handelc
es sich jetzt nur um eine Kriegsmaßnahme.
Wenn indessen die Konditoren die neue Bestimmung
als Härte empfinden, mögen sie sich
bei ihrem Berufskollegen bedanken, welcher sie
veranlaßt hat.
GB. Schmidt möchte nicht, daß alle Bestimmungen
nach dem Kriege wieder verschwinden;
zum Teil müßten sie auch nach dem Kriege
zum Schutze des Publlkums aufrecht erhalten
werden.
M. Wander verweist noch darauf, daß auch
die Händler beschränkt seien im Znteresse der
Allgemeinheit.
Dann wurden die neuen Beslimmungen vom
Kollegium ohne Erinnerung zur Kenntnis genommen.
Rechnungsprüfung.
Ueber die Abrechnung über den Rest von
!70 000 Mk. aus dem 1207er Millionen-Anlehhen
und das 1913er Mnlehen zu 110 000
Mark bericht’te G.-B. Schmidt
Einnahmen 1) aus verkauften
Werlpapieren einschl. Stüczin-170000
Mi.
sen für nom. 170 553.81 M.
Altiorest vom Verlause
830 000 Mk. 4192.57
174746.38 „
) aus verlauften Wertpapieren
einschl. Stüdtzinsen s. nominal
110000 Mt. 04 667.35
Gesamteinnahmen 279413.73 „
Verwendet wurden die beiden
Anlehen wie folgt:
Rückzahlmg von Gesellschaftsanteilen
Kaiserbad 47500.
Reparaturen und Neuanlagen
im Kaiserbad
Instandsetzung der
15000. „
Doktorhäuser
im Kaiserbad —
Deckung des Passivrestes pro
1911 Kaiserbad 7065.15 „
Deckung des voraussichtlichen
Passiorestes pro 1912 Kaiserbad
6 000.— „
Stückzinsen aus den für die Darlehen
Kaiserbad verkauften
Wertpapieren 271.67 „
Ankauf des Inventars der Töchterschule
16 000. „
Zuschuß zur Grunderwerbung
Rosenheim Frasdorf 26 000.— „
Entschädigung an die Gemeinde
Westerndorf für die Einverleibung
Fürstätt einschl. Zins.
Wasserversorgung Fürstätt
Strastenbeleuchtung Fürstätt
Kaufschilling an Gabriel für den
Grund hinter der Birkenau
Kaufschilling f. d. Mangfallforstgründe
von der Aisingerbrücke
bis zur Mangsallmündung
(Der Kaufpreis war 9 700)
Mark; 1000 Mark wurden
à conlo Grenzschlachthof verrechnet)
Schaffung eines Unlerhaltungsfonds
f. die Mangfallstrecke
Mitterwöhr = Innmündung
9 oaluterhaltgee. beträgt
0 Mk., der Beitrag der
aht ijt i
Strabenbeleuchtung in der äuß.
Kaiserstraße und Ebersbergerstraße
anläfßl. des Töchterschulneubaues
Deckung des Passiorestes der
Crenzschlachthofkosse
Deckung des Passiorestes der
Tslerschulbaufofse
Rückstände der Töchterschule zur
Schuldentilgungskasse
Deckung des Passiorestes der
Shlachthofbetrieberechuung
41 282.20
9934.85 „
13 100.— „
9000. „
5 700. .
5000. .
2.511.78 „
7189.40 „
3787.55 „
25 600.— „
8 859.89 „
* i- #„ä Fossiorete- des
Gymnasial-Pensionats pro
9246.67 „
Zinsenrückstände 10 663.53 „
Kosten der Anlehensaufnahme 1 014.20
Gesamtausgaben 276 526.69,
Gesamteinnahmen 279413.73 „
Gesamtausgaben 276 528.89
Aktivrest 2 887.84 „
welcher in der Vorschußkasse als Depositum
vereinnahmt wurde.
Insgesamt erhielt die Stadttkomwere ur
Dedung von Zinsentũdständen 11740. 83
An diese Nechnungsstellung knüpfte der 8
ferent län igen Ausführungen, die zu äer
beren De führten, an der sich d .
Beppo Huber, edorffer und Scheuere beteiligten.
Die Rechnung murde dann genehmigt.
Frcitag, 30. April 19186
Lolalnscheichlen.
Rosenheim, 29. April.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Leonhard Bichler, Freibauer in Kleinhartpenning,
Landwehrmann im 12. Landwehr-Juf
Rgt., Inhaber des bayer. Verdienstkreuzes mit
Krone und Schwertern; Florian Oswald,
Bauerssohn aus Altbabensham, Soldat im 18.
Res.= Inf.-Rgt.; Johann Mitterwieser, Lacknerohn
von Eriesstätt, Soldat im 15. Res.-Juf.=—
Rgt.; Georg Machl, Gütler in Au, Pfarrei
Nieden, Ers.-Res. im 15. Juf.-Rgt.; Hermann
Grübl, iihoohn aus Ruhpolding,
Inf. im 15. Juf.-#
it dem Eisernen K wurde ausczeichnet
der Leutnant im Vayer. Landwehr-Juf.-Reg.
Nr. 1 Herr J. Amort, Lehrer in
Rosenheim. Herr Amort ist bereits Inhaber
des Militärverdienstlreuzes 2. Kl. mit Krone
und Schwertern.
Tabaktag. Zigarren= und Spezereihändler
in Kosenlhin die sich an dem Tabaktag
beiligen wollen, werden auf das Inserat vom
ds. Mts. aufmerksam gemacht.
EM-- ins Ausland. Von jetzt ab ist
nach einer amtlichen Mitteilung bei den offen
auszuliefernden Briefsendungen nach Oesterreich-Ungarn
und dem nicht feindlichen Ausland
allgemein die Anwendung der nachbezeichneten
Sprachen geslattet: Deutsch, Französisch,
Englisch, Spanisch, Italienisch, Holländisch,
Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Portugiesisch
(bei Briefsendungen nach dem besetzten Teil von
Belgien nur Deutsch, Flämisch oder Französisch),
bei Briefsendungen nach der Türkei ist
die spanische Sprache ausgeschlossen.
Für die Gedenktafel, welche an der
Stätte errichtet werden soll, wo die Eliegerlatastrophe
sich creignete, Ist bereits eine Spende
zu verzeichnen. Eine Dame hat den Betrag
von 20 Marl für diesen Zweck zur Verfügung
gestellt. Dieser schöne Anfang wird gewiß noch
Nachfolger finden.
Entwichener Gefangener. Der russische
Kriegsgesangene Alerander Schekowlj ist
aus dem Gesangenenlager Puchheim entflohen.
Schekowkj ist 27 Jahre alt, umgesähr 1.72
Meter groß, kräftig gebaut, hat blonde Haare
und Bartanflug, trägt russische braune Infanterieuniform,
Litewla und Hose, braune
Militärmütze mit rotem Streifen, deutsche Militärstiefel,
versteht etwas deutsch, spricht es
aber nicht, hat nur 70 Pfg. Geld bei sich. Die
Flucht sand wahrscheinlich in der Nacht vom
27. zum 28. Axril statt.
Gendarmeriedienst. Sergeant Gg.
Schmid in Breitbrunn a. Ch., früher in Siegsdors,
wurde ab 1. Mei zum Wachtmeister und
die Gendarmen **“ Anernceher in Inzell,
zurzeit zur Die: ** ilfe in Lenggries, sowie
Karl hule hi der Hauptstalion Traunftein, zurzeit
Obergendarm beim Feldgendarmerietrupp
der deutschen Südarmee, zu Sergeanten befördert.
Meisterprüfung. Anmeldungen zu den
im Laufe der nächsten Monate ltantsindenden
Meisterprüfungen werden noch bis zum 15.
bei der Handwerkslammer von Oberbgyern,
München, Damenstiftstraße 5-1II, entgegengenommen.
Aus der sozialdemokratischen Partei.
Die „M. P."“ berichtet über die Hauptsween
des sozialdemolratischen Vereins
Rosenheim: Nach dem Bericht, den der Vorsitzende
Genosse Köd in der Generalversammlung
erstattete, mußte der Ausschuß infolge der
Einberusungen wiederholt neu ergänzt werden.
Der Bericht des Kassiers Genossen Langenegger
sand volle Zustimmung. Aus dem Schlachtfelde
gefallen ist (Genosse Harll vom Brauereiarbeiterverband.
Im Felde slehen 44 Genossen.
Neu ausgenommen wurden 89 Mitglieder.
Den drei Gemeindebevollmächtigten
Göpfert, Langenegger und Geistaller wurde für
ihre Tätigleit besondere Anerkennung ausgesprochen.
Der Ausschuß, dem Entlastung erleilt
wurde, wurde einstimmig wiedergewählt.
Der neue Taschenfahrplar, herausgegeben
von der Buchdruckerei Keil, ist soeben erschienen.
Da die Fahrplonänderung bereits am
1. Mai in Kraft tritt, wird er allen sehr willkommen
sein.
Bunte Cbroull.
Ein Soldat, der sein Gedächtnis
verloren hat. Im Queen Mary-Hospital
liegt, wie die „Daily Mail“ erzählt, ein verwundeter
Soldat, der sich nicht mehr seines
Namens und seines Negiments entsinnen kann
und so den Aerzten viel Kopfzerbrechen macht.
Bis jetzt konnte noch nicht festgestellt werden,
wer er eigentlich ist. Er lam Mitte März mit
einem Trupp Verwundeter àus der Schlacht
bei Neuve Chapelle. Der Unbekannte ist bei
sarmbtein. sitzt aufrecht in seinem Bett und
t ganz vernünftig aber jede Erinnerung
an n sein früheres Selbst oder an seine Familie
scheint völlig aus seinem Gedächtnis geschwunden
zu sein. ulich hörte er ein paur Männer
von dien sprechen, da entwarf ####“
lebend ülderung des Leben- i. Bombay,
daß m die Vermutung kum, e habe in
Ilirth hedlent. Man glaubt aus seinen Reden.
zu 7* daß er den Krieg in Süpafriso miterlebt
hat.