Full text : Bei den Fahnen des III. Armeekorps von Metz bis le Mans.

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Weise  war  der  Aermste  aber  nur  vom  starken  Blutverlust  und
der  Wucht  des  erhaltenen  Schlages  bewußtlos  gewesen.  Nach
einiger  Zeit  erwachte  er  aus  seiner  Betäubung  und  konnte  sich
bis  zum  nächsten  Kantonnement  schleppen.  Hier  wurde  ihm
sofort  Hilfe  zu  teil,  da  ein  Arzt  dort  anwesend  war,  und  bald
war  er  soweit  gekräftigt,  daß  er  die  Person  des  Thäters  einigermaßen
  beschreiben  konnte.  Auf  das  schleunigste  durchstreiften
nun  Patrouillen  das  ganze  Land,  jeder,  der  dem  Mörder  einigermaßen
  glich,  wurde  gefangen  eingebracht,  wobei  es  wohl  oft,
bei  der  grenzenlosen  Erbitterung  unserer  Grenadiere  über  den
feigen  Mordanfall,  nicht  ganz  sanft  hergegangen  sein  mag,  aber
fast  schien  es,  als  sollte  der  Mörder  ungestraft  entkommen.
Aber  die  Furcht  vor  den  harten  Strafen,  die  dem  ganzen
Kanton  angedroht  wurden,  falls  der  Verbrecher  nicht  ermittelt
würde,  führte  endlich  zu  dem  gewünschten  Ziele.  Es  wurde
verraten,  daß  der  Mörder,  ein  Knecht  aus  einer  der  benachbarten
  Fermen,  sich  zu  seiner  Mutter  nach  einem  entfernt
liegenden  Dorfe  geflüchtet  habe.  Sofort  ging  ein  Kommando
dahin  ab,  in  aller  Stille  wurde  das  Gehöft  umstellt  und  durchsucht.
  Das  erste,  was  den  Grenadieren  in  die  Hände  fiel,
war  ein  großer  schwarzer  Hund,  der  ihnen  aus  einem  Stalle
entgegensprang  und  in  das  Wohnhaus  hineinlief.  Nun  war
kein  Zweifel  mehr,  hier  mußte  der  Gesuchte  sich  verbergen.  Dem
Hunde  folgend  drangen  die  Grenadiere  in  ein  Zimmer  und
fanden  richtig,  in  einem  Bette  versteckt,  seinen  Herrn,  der  unter
dem  Jammer  seiner  alten  Mutter  gefesselt  und  hinweggeführt
wurde.  Am  nächsten  Tage  trat  bereits  das  Kriegsgericht  über
ihn  zusammen,  er  wurde  zum  Tode  verurteilt  und  an  dem
Orte  seiner  That  erschossen.

Der  verwundete  Gefreite  genas  nur  langsam  von  seinen
vielen  Wunden,  sein  Gesicht  war  bis  zur  Unkenntlichkeit
entstellt.

Der  Feind  vor  unserer  Front  verhielt  sich  fortgesetzt
ruhig,  nur  von  den  Ulanen  war  ein  Avantageur  bei  einem
Patrouillenritt  in  den  Hinterhalt  von  Franktireurs  gefallen
und  schwer  verwundet  in  feindliche  Gefangenschaft  geraten,  wo
er  auch  leider  bald  nachher  sein  junges  Leben  als  eines  der
letzten  Opfer  auf  diesem  Kriegsschauplatze  aushauchte.  Unsere