3. Das Kirchspiel Beveringhusen. 153
mit 4 leisen Spuren einer besonderen Form bei lauter niederdeutschen
Benennungen, von denen mehrere wie Brun, Hasse, Frame, Schroeder,
Sirick uns aus den benachbarten Kirchspielen bereits bekannt
sind. Man erkennt aus allem, wie der Einfluß von Osten her sich
hier mehr geltend gemacht hat, besonders in den jüngeren Ortschaften,
und selbst in Arwede jener eigenartige Charakter der Namen im Vergleich
zu dem Gebrauch in Stapel zurückgetreten ist.
3. Das Kirchspiel Beveringhusen.
Das nördliche Kirchspiel der Landschaft bildete ehemals, wie der
Name Wobhlc und zahlreiche Flurnamen ergeben, fast ganz und noch
im 18. Jahrhundert in seiner südlichen Hälfte ein weites, wildreiches
Waldgebiet, das erst später durch Rodungen und Kohlenbrennen verwüstet
ward. Die kirchliche Überlieferung weiß überdies von verlassenen
Ortschaften zu berichten, deren Feldmark sich in Wald verwandelt
habe. )
1. Reveringhusen 1304, 1463, 1523; Beringhusen 1517, 1542;
Bargenhusen 1651, Bergenhusum 1777, 1800, jetzt Kirchdorf Bergenhusen.
Der Name findet trotz seiner niedersächsischen Form nirgend
eine rechte Analogie. Gegen die herkömmliche Ableitung von bever
(Biber) nach Benennungen wie Beverbeke, Beverbiki 1020 bei Geismar,
Beverna 1218, Fluß bei Stade, Reverigesete 860, im Kreis
Lehe, Beverungen 1018 in Westfalen an der Bever und zahlreichen
anderen Formen streitet meines Erachtens die Endung -husen, wenn
gleich in älteren Zeiten, wie heute der kleine See, Gewässer und der
Sorgstrom in der Nähe der sonst hochgelegenen Ortschaft vorhanden
war. Am wahrscheinlichsten ist der Ort neben jene 24 ditmarsischen
-husen, die alle in der Marsch oder am Geestrande liegen, zu stellen
und seine Gründung auf ein Geschlecht Bevering zurückzuführen. Unter
den Flurnamen hebe ich die aus älterer Zeit überlieferten hervor; unter
ihnen ist der Ausdruck Wiesen in Tzustik, Tausteke, Tzusk, Tauske-1)
Registr. cens. episc. 1463 S. 166: Item ibi fuerunt olim alie ville,
nunc deserte, ut patet in antiquis registris videlicot. . . sed agri versi
sunt in siluas. Augenscheinlich sind die Namen als unleserlich ausgelassen.