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schuldigen Lande schrecklich gethanz er, der Protestant, hat seine Lutherischen
Brüder gräßlich gemißhandelt. Damals wurde Adorf rein ausgeplündert
und die Einwohnerschaft gemordet; Oelsniß ging in Flammen
auf, und nicht allein Menschen, sondern auch die Feldfrüchte
ringsumher wurden vernichtet; Oederan und Frauenstein hatten ein
schreckliches Loos. Selbst rund um Dresden herum zündete die Rotte
alle Dörfer an und ließ Johann Georg sagen, sie hätten ihm Lichter
angezündet, daß er bei seinen Trinkgelagen sehen könne. —
Eben so wurden Schneeberg und Zwickau hart gemißhandelt, Annaberg
aber durch jene Gräfin Hassenstein (siehe den 20. August) gerettet
und Chemnitz und Freiberg gnädig behandelt. — Fast noch
gräßlicher wüthete der Unmensch im folgenden Jahre, wo er jegliche
Marter an den wehrlosen Menschen übte, sie oft in Stücken zerhauen
und dann den Hunden zur Speise vorwerfen ließ. Aber auf
diesem Zuge ereilte auch ihn der Tod. Die Pest brach unter dem
Heere aus und befiel ihn selbst auch. Jetzt erwachte fürchterlich das
Gewissen, und der Mann, der die Religion und ihre Diener nur
stets verspottet und geschändet hatte, versprach jetzt sechshundert
Thaler, wenn nur ein Prediger käme und ihn tröstete. Man fand
nach langem Suchen einen im Walde und bewog ihn mitzugehen;
allein als er beim gefürchteten Feldherrn ankam, hatte der Tod seine
Ernte schon gehalten. So endete der furchtbare Mann in Troschlareuth
bei Adorf den 18. August 1633, und der größte Theil seiner
Mordbrenner folgte, von der Pest aufgerieben, dem Anführer
bald nach.
18. März.
Der Maler Oeter ltirbt.
Der berühmte Maler Adam Friedrich Oeser wurde zwar in
Preßburg 1717 geboren; aber seine Eltern stammten aus Sachsen,
und Oeser wählte sich schon im zwei und zwanzigsten Jahre Sachsen
zu seinem Aufenthalte. Nachdem er schon frühzeitig aus Neigung
den bildenden Künsten in. Wien sich gewidmet hatte, kam er 1739
nach Dresden und machte durch die Bekanntschaft mit Ludwig Sylvestre
so herrliche Fortschritte in der Malerei, daß er 1744 einen
Ruf nach Rußland bekam, dem zu folgen ihn nur der Tod der
Kaiserin hinderte. Nach den Stürmen des siebenjährigen Krieges,
während welcher er in Dahlen beim Grafen Bünau einen Zufluchtsort
gefunden hatte, erwählte ihn. Leipzig zum Director der neuen
Malerakademie, an der er mit großem Erfolge wirkte. Diese Stadt