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Leivsiz" Beziehungen zum Kurfürsten im Jahre 1698. 61
ersten Male sah, dem Abt Morants u. A. und kehrte, erfüllt von
Dank gegen Lrisnız und voll Hoffnungen, nach Berlin zurück. Er
unterliess nicht, Leisxiz’ besondere Verdienste dem Kurfürsten zu
rühmen, und erreichte es, dass dieser ihn beauftragte, den Gelehrten
seiner Gnade und seines Wohlwollens zu versichern'.
Hiermit hatte dieser sehr viel erreicht; denn bisher hatte der
Kurfürst augenscheinlich wenig vou ihm wissen wollen. Jetzt aber
trug die von der Wendung unterrichtete Kurfürstin ihrem Geinalıl
die Bitte vor, dass sie Leissmız in Berlin empfangen dürfe. Der Kurfürst
gewährte die Bitte, und die Kurfürstin lud den Gelehrten
durch JagLoxskı zu sich ein”. Endlich schien er sein Ziel erreicht
zu haben’.
Aber eine neue Schwierigkeit erhob sich. Der Kurfürst GEORG
Lupwise von Hannover, sein Landesherr, verweigerte ihm (die Erlaubniss
zur Reise. Er war misstrauisch, sei es dass er fürchtete,
Leisnız zu verlieren, sei es dass er argwöhnte. dieser werde sich in
Berlin für brandenburgische Interessen gewinnen lassen. Hier ist
bereits das Vorspiel gegebeu zu dem tragischen Ausgang der Affaire,
ass Leisesız das Vertrauen in Hannover verlor und in Brandenburg
nicht dauernd gewann. Es blieb ihm nichts übrig, als sich zu
fügen: er that das in einem freimüthigen Schreiben an den Kur-'
Siehe den Brief Japtoxskı's an Leissiz vom 15. October 1698 (KvacsaLa
S. 30 ff.): »S. Churfr. Durchl. befahlen mir. ıneinen hochgeelirtesten Herrn. wie auclı
des Hrn. Abtes Hochw. — dessen sie sich gar familiär und gnädigst erinnerten —
dero besonderen Gnade bestens zu versichern. nnd wie dass S. Churf. Durchl. an
deinjenigen, so meine hochgeehrteste Ilerren zum gemeinen Besten der evangelischen
Kirche bishero gethan. ein vollkommentliches Gefallen hätten, auclı ihres Ortes
lazu kräftiglich concurriren wollten: es möchten nur meine hochgeehrteste Ilerren
in ihrem gottseeligen Eifer fortfahren. und von Sr. C'hurf. Dnrehl. sich alles dessen
versichert halten, was in diesen wichtigen Fall von Dero könne erwartet werden«.
l.Eiexız" erfreute Antwort daranf vom 20.October 1698 (Kvacsara S.33). Der Verkehr
mit dem brandenburgischen Minister vox Fucas wird un augenscheinlich ein
vertrauterer. s. JanLoxskı’s Brief vom 5. November 1698 an Lrisxiz (Kvacsana
S. 38 ff.).
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Siehle das Antwortschreiben Leimxizens an JasLoxskı von $. Januar 1099
(Karrens Samınlung einiger vertrauten Briefe zwischen G. W. v. LEmxız us. w.
1745 S.32f.). Schon am 10. December 1698 war JasLoxskı der Reiseplan bekanut.
s. KvacsaLa S.41 fl. Am 15.December kann Leissız schreiben. er hoffe in der
nächsten Woche in Berlin zu sein (Kvacsara S.43ff.). Der Zweck der Reise solle
zeheim bleiben: Vorwand sei, dass er längst gewünscht habe. dem Kurfürsten aufzuwarten.
® Im Postseript zum Brief vom 8. Juni ($.42) schreibt er. er werde im eigenen
Wagen sofort abreisen und keine Kosten scheuen. obgleich ihın nichts ersetzt
werde.