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bei welchen Tag und Nacht hintereinander
sortmarschiert wird und man so bis zu 90
km zurũcklegt; künstlich beschleunigte
Märsche, bei welchen eine Beförderung
auf Eisenbahnen, Dampfschiffen, Wagen
oder Schlitten stattfindet. Der Zeit nach
unterscheidet man ferner Tag= u. Nachtmärsche.
Während des Marsches selbst
muß die taktische Ordnung in der Truppe
unauegesetzt erhalten bleibenMarschdisciplin).
Sehr wichtig ist für den Marsch
größerer Truppenkörper die Marschordnung,
d. h. die Reihenfolge, in der die
Anzeften Truppenabteilungen hintereinander
folgen und in welcher sie also auch
am Kampf teilnehmen. In Rücksficht
hierauf wird jetzt die Artillerie möglichst
vorn in die Marschkolonne eingefügt.
Alle diese Anordnungen werden in der
Marschdispositiondurchden Marschbefehl
den Truppen bekaunt gemacht;
in dieser wird auch die Zusammensetzung
der Avantgarde, des Gros u. der Arrierebarde
bestimmt, die ihrerseits nun wieder
ie erforderlichen Anordnungen für den
Sicherungsdiensttreffen. Wird der Marsch
größerer Truppenkörper auf weite Entsernungen
außerhalb des Kriegsschauplatzes
beabsichtigt, so wird ein Marschtableau
aufgestellt, in welchem die täglichen
Marschziele der einzelnen Truppenabteilungen,
ob sie daselbst kantonieren oder
biwakieren sollen, eingetragen werden;
vgl. Kadenz und Tempo.
Raarie „s. v. w. W-—
lager, s. Laffeten (S. 227).
Marschregimenter, Marschbataillone,
Marscheskadrons sind die aus
Ersatzmannschaften oder Rekonvalescenten
verschiedeuer Truppenteile provisorisch
wsommmengesetten Regimenter 2c., die
en Feldtruppen zur entsprechenden Einreihung
zugeführt werden.
Narschronte, die für Truppenteile,
Kommandos oder einzelue Mannschaften
ausgesertigte schriftliche Marschanweisung
mit Angabe des einzuschlagenden Wegs,
der Quartiere und der etwa zu benützenden
Verkehremittel (Eisenbahn, Dampfschiff).
Sie dient den Marschierenden als
Ausweis.
Martellotürme, an der Küsle Eng-Marschall
— Mast.
lands und Italiens zur Verhinderung
von Landungen erbaute runde, massive
Türme. Die Plattform diente zur Aufstellung
von 6—8 Geschützen, das darunter
liegende Stockwerk als Wohnraum,
das unterste Geschoß als Magazin. In
England sind sie schon zum Teil durch
Panzertürme ersetzt; in Italien, wo sie
unter Karl V. namentlich gegen Landungen
der Secräuber erbaut wurden, bestehen
sie noch.
Martini-Gewehr, s. Handfeuerwaffen
(S. 180).
Martinsanker, s. Anker.
Moschinistenschule, s. Marineschule.
Naskieren, verdecken, verhüllen, unkenntlich
machen. Eine Trurpenabteilung
wird dadurch maskiert, daß sich eine andre
zwischen sie und den Feind einschiebt,
wodurch sie in der Regel ihr Feuer einstellen
muß. Das M. geschieht ab sichtlich,
wenn man Truppen, namentlich
Artillerie, der feindlichen Beobachtung
entziehen will, um sie im geeigneten Auenblick
zu demaskieren und überrasbend
wirksam werden zu lassen. Das
unabsichtliche M. kommt in den wechselnden
Gefechtsfeldern vor.
Mast. Die Masten dienen zum Anbringen
der Segel behufs Fortbewegung des
Schiffs; sie stehen in der Mittellinie des
Schiffs in Spurlagern auf dem Kielschwein
und bestehen meistens aus drei,
mittelst Eibisbäuster zusammengesetzten
Rundhölzern und zwar dem Untermast,
der Marsstenge (kurz Stenße)
und der Bramstenge, deren weitere Verlängerung
die Oberbramstenge heißt.
Hatdas Schiffdrei Masten, soheißt der vordere
der Fock= oder Vormast, der mittlere
Großmast, der hinterste Kreuzoder
Besanmast. Die einzelnen Teile
dieser Masten werden durch Vorsetzung
ihrer Namen als Vorsilbe bezeichnet, z. B.
Vormarsstenge, Großoberbramstenge,
Kreuzbramstenge. Zu den Masten ist
auch noch das usspriet (s. d.) zu rechnen.
Die Verbindung der Masten mit
dem Schiffskörper und unter sich geschieht
durch das stehende Gut, jetzt meist
Drahttaue, und zwar nach den Seiten
durch die Wanten, nach vorn die Stage,