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Schifffahrtskunde etwas gethan und der physikalischen Geographie
ein reiches Material geboten zu haben.
Sein Name wohnt darum auch in der ungemessenen Wasserwüste
des Großen Oceans. Auf Kosten des Königs unternahm ein
junger Gelehrter aus der Pfalz, Namens Neumayr, eine wissenschaftliche
Reise nach Australien und den Südseeinseln und entdeckte
denn auch (1857), wie er meinte, auf dem Schiffe „La Rochelle“
segelnd, unter 53% 8“ südl. Br. und 720 2.4“ östl. L. von Gr. bis
530 47“ südl. Br. und 730 40“ östl. L. eine neue Inselgruppe, die
er seinem König zu Ehren „König-Max-Inseln,“ die zwischen
deuselben durchführende Straße aber „La Rochelle-Straße“
nannte. Aber er sah diese Inseln von Norden und glaubte sie
noch unentdeckt. Sie waren schon als Macdonald-Inseln bekannt.
Wir haben nicht Raum, und es liegt auch nicht im Plane
dieses Buches, die Werke aufzuzählen, welche auf Veranlassung
und mit Unterstützung des Königs erschienen sind. Die Ausgezeichneten
werden von der Literaturgeschichte verzeichnet werden.
Die Mittelmäßigen mögen ihrer Geschicke harren. Denn eine wissenschaftliche
Autorität fagte: „Mitunter drängt sich freilich die Wahrnehmung
auf, daß die Leistungen in keinem Verhältnisse zur
königlichen Belohnung oder Vorausbezahlung stehen, wie denn auch
die ausgesetzten hohen Preise für die Lösung wissenschaftlicher Aufgaben
zum Theil nicht den erwarteten Erfolg gehabt haben.“
Dagegen müssen wir die „Bavaria“ anführen. Den
Plan zu diesem Werke hat der König nach langem Ueberlegen
selbst entworfen. Es sollte eine gründliche Landes= und Volkskunde
werden und wird es ganz sicher werden.
König Max II. besaß, so zu sagen, einen historischen
Sinn. Diesen wünschte er fehnlichst auch in seinem Volke zu
erwecken und dadurch zugleich das Nationalgefühl zu stärken.
Daher wollte er die alten Volkstrachten, die alten Eichen und
Linden in Stadt und Dorf erhalten wissen. Wie manche Sage
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