Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

mit  falschen  Duplilal.  Fruchtbeiefen  uber

fer
ihm  versandte  Lebensmittel  und  undere
rten  Gelo  zu  erschwindeln.

Berlin,  16.  Januar.  Es  gewinnt  immer
mehr  den  Anschein,  daß  die  Betrüugerbande,
der,  wie  mitgeteilt,  der  Neulöllner  Stedlsell##t#
  Voigs  zum  Opfer  gesallen  ist,  illte
Lüngleil  über  ganz  Deulschand  erstiedt,  A.
einen  Riesenschmindel,  der  ihnen.  #  sestg:-iteln
  n##o#den  ist,  nahezu  1  Million  Marl  in
die  Hände  spielte,  ausgefuhrt  hat.  Die  polizeillichen
  Ermittlungen  bringen  fortgeßset  ren##
Tatsachen  ans  Licht.  Die  treibende  Kraft  bei
den  Schwindelunternehmungen  blidet:  der
„Oberleutnant  Hammer“,  der,  wie  seugestellt
uurde,  mit  dem  29jähr.,  aus  Obrrlogan  gebarugen
  Georg  Rindfleisch  identisch  ist.  Cr
bur#bisher  mit  seinem  Gernssen  750  200
Mark  erbeutet  haben.  Rinofleisch  Onmmer  trat
ebenso  vornehm  und  gewandt  auf  wie  der  auf
Veranlas  ung  der  Verl  u.##  Kriminalpol  zei  verhaftete
  Heliermann.  Dieser  hatte  mil  seine
Wenossen  se.n  Tätigleitsfeld  ha.  pt  ächlich  in
die  A  heingegend  rerlegt.  Er  hait  in  Köln  u.
Dusseldorf  3.nmemngenoseenschaften  Beinebe
  und  eine  Gemeinde  verwaltung“  um  Mark
495  000  betrogen.  Er  erbot  sich,  Speck,  Feit
und  Wurst  zu  liefern.  und  lieh  sich  große
Beträge  auf  Bankkonto  anweiren,  die  er  dann

alhob,  ohne  zu  liefern.  Auch  eine  rh  Mische
Maschinenfabrik  büßte  125000  Mark  dabei
gein.

 

M———————

München,  16.  Januar.  Der  neue  Münch,
ner  Nuntius,  Spbischo  Aversa,  passierte  auf
der  Reise  ron  Rom  am  Montag  unbehelligt
die  italienische  Grenze  und  reitte  in  Begleitung
  seines  Sekretärs  mit  dem  Frahzuge  über
Romanshorn  rat  München  weiter.  Am  Bahnhof
  in  Lugano  maren  der  bayer.  Gesandte
Freiherr  von  Ritter  und  Prälat  Würtha  anusgend.
  Der  Erxzbischof  drückte  dem  Konefrondenten
  der  „Köln.  Bollsztg.gegenüber
sein:  Freude  über  die  Berufung  auf  den  Nun-1
  oturposten  in  München  aus.  Er  habe  die
ZStadi  von  seinem  früheren  Aufenthalt  dort.
selbĩt  snets  in  guter  Erinnerung  lehalt-e:.  Moni.
Aversa  ist  mit  seinem'  Sekretär  heute  abends.
ziu  München  eingetroffen.

.—

München,  16.  Januar.  Der  Magiitraut  hat
hente  in  geheimer  Sitzung  die  Einführung
einer  Kriegslpeisenkarte  für  alle  Gastwirtsrosien
  ohn:  Untessch  ed  beschlos  e#.  Die  Speienkarte
  fsoll  die  Klagen  über  eine  alliu  aroße
lleppigleit  der  Spcisenauswahl  in  moanchen
(Ha#tstätten  beseitigen  und  eine  Einheirlichleit
oer  Berechmung  der  auf  die  einzelnen  Flieischaniiner
  abzugebenden  Marlenameile  herbei#ühren.
  Die  Speisenkatre  ist  in  zweierle:  Ausirbiung
  für  Fleischtage  und  fieischlese  Tage
ücrgeseelit.

Müuünchen.  16.  Januar.  Die  Erben  des  rer-Nolbenen
  Kommerz  enrates  Karl  Thonah  haden
  del  Stadtgemeinde  Mönchen  einen  Betrag
  vron  100  000  Marl  zur  Crrichtung  ei- 



nier  Stistung  übergeben,  deren  Jinfen  zur
Unterstütung  ron  bedürstigen  Munckener
Kriegeteilnehmern,  die  arkenleunzang  oder  er.

urrbsbeschränkt  sind,  verwendet  werden  sollen.

Zur  Beschaffung  billiger  Lebensmittel  für
Jilnderbemtitelte  uberwies  die  biej.  Union-Bauerei
  dem  Hauptwohlfahrtsausschuß  einen
Betrag  von  10  ark,  niler  ein  hier
wohnender  Amerikaner  5000  Marf  und  die
Aa#nVersicherungsbank  3.00  Mark
Ler  Magistrat  beschloß  heule  eine  neuerliche
Erhéhung  der  Teuerungszulagen  für  die
jlädt.  Arbeiter  und  Arbeiterinnen,  die  insgesomt
  eme  Mehrausgabe  von  jährlich  335  000
Mark  erfordern.

München.  16.  Nannar.  Gegen  die  Aufsuh-=tkung
  der  „Mona  Lisa“  am  Hostheater  hat  be.
lanntlich  das  erzbischöfliche  Ordinariat  Ein
struch  erhoben,  der  belanntlich  gur)  abg#iehnt
wurde.  Dazu  meinen  die  „M.  N.  N.“:  „Den
Einspruch  des  Ordinariaies  ian  mian  gewihz
verstehen,  aber  man  kann  ihm  nicht  uustunnen.
en  die  Eeneral  ntendan  ihn  zurüdgewiesen

so  hat  sie  dur  in  der  Wahrung
bat,  ug  g  Rechte  geha  #nsaln  “  Das  gibt  dem

„Bayer.  Kurier"“  zu  folgentem  Veranlaszung:
eder  Dichterling,  der  selbst  durch  die  niedersten
  Gebeete  streist,  darf  nach  freier  Laune
seinen  Pegasus  tummeln,  ohne  auf  die  moralischen
  und  Feligäöfen  Gefuühle  se  ner  Mitmenlchen

Arucksicht  nehmen  zu  müssen.  Im  vorliegenden

.Mona.-  Lisa“-Falle  sind  diese  aufs  schmö
*  verletzt  ood.  In  übrigen  stand  hauplauch

  Debatet,  in  der  die
Eahmienden  För-r  mardig  erhobenen

E#slschnen  #%  —
al  -

eine  liber#  ——  einem  —  e-*
  u  u

dann  e  igemt
en  Aritnt  in  die  —  t  Nebal.
n  um  die  lächerlich  Ueinen  t  #1  glätlen.
  Eine  hphe  kicchliche  Behörde  wird  in

 

H###en  Besorgnis  um  ssttengsefährdende  Vor.
gänge  mit  einem  Federzug  vom  Intendantur-Sesel
  aus  abgefertigt.  Die  Angelegenhen  ist
damit  noch  nicht  abgeschlossen.

Rünchen.,  16.  Januar.  Die  hiesigen  Svasienbahnschaffnerinnen

  haben  mit  Mehrheit  das
Tiagen  von  Uniformhosen  abgelehnt.

 

dle  Madner  landwieischafiliche
Woche.

münchen,  16.  Janua#.  Eine  Landuartschaf
liche  Woche  sindet  zurzeit  in  München  slatt,
deren  Beratungen  dem  Wohie  und  Wehe#
der  Landmirtsckaft  und  den  Maßnahmen  zum
*  urchhallen  gewidmet  sind.  Die  er  Verhanalun,
gen  wuden  am  Montag  Vormittag  eröfsnet
mit  oer  aupiversanunlung  des  Bayer.  Saalzuchtrereins.
  in  der  Vorsitzender  Oelonomierat
Aclermann  Irlbach  die  zahlreich  erschienenen
Landwute  aus  ganz  Bayern  herziich  begrüßte
und  darauf  h  uwies,  daß  di:  Versammlung  ren
Zreck  habe,  das  Verständnis  für  die  Fördezmung
  des  Pflanz'nbaues  in  die  woltesten  Kreise
zu  tragen  und  dazu  beizutragen,  die  Förderung
  des  Tages,  den  Nahrungsbedarsf  durch
die  Landwirtschaft  zu  decken,  zu  erfüllen.

Gutsbe###tzer  Pilug-Bel  erslach.  Mitglien  bes.
Mschusses  der  Oberbaycgischen  Saatzuct.
veleens,  sprach  hierauf  über  die  Frage:  „Inwicfern
  hat  die  deutsche  Pflanzenzüchtung  zum
wir#sSchaftihen  Durchhalten  beiz  tragen?“  Nal
sernen  techner'schen  Ermittlungen  itt  die  —
Gesamternte  durch  die  Pflanzenzüchtund  und
den  Anbau  von  314  sorten  aun  Roggen.  Weizen.
  Hafer,  Gerste,  Kartoffeln  und  Zacer  #.
her.  als  sie  bei  einem  Anbau  der  ohne  bier
Mlanzenzüchtung  nur  vorhandenen  gewesenen
MWlon#erz  chtunz  nuf  varhanden  —*-Canosorten
  gewesen  wäre.  Die  größten  Erfolge

der  Gisereo  finden  sich  in  der  Steigerung

  unserer  Ernien  an  Roggen  um  jährlich
3816  000  Tonnen.  Erklärt  uird  der  grobße
Erfola  durch  die  ungeheure  Verbreitung  des
Petiusei  Winterroggens,  von  dem  jährlich  allein
7000  Tonnen  Originalsaat  auf  47000  Hektaferner
  erste  Absaat  auf  625½00  Helia:  Cehn
Prozent  der  gesamten  Anbaujläche  von  Noggen)
  ausgesät  wird  und  von  dem  an  zweiter
Abiaat  1  350  000  Tonnen,  ausreicheno  zum
Ansten  von  9000  000  Hektar,  zur  Verfügung

stehen,  wahrend  die  gesamte  Anbaufläche  an
Roggen  nur  6  350  000  Hektar  beträgt.  Redner
  ghab  der  Ueberzeugung  Ausdruck,  duß  wir
nur  durch  diese  dem  Zuüchter  des  Bettuser
Winterroggens,  Herrn  von  Lochowm  in  Petkas
(Matrt  zu  verdankende  Steigerung  unserer
Roggenernien  gegen  den  englijten  Aushi.ngezrungsplan
  durchhalten  können.

Bei  Weizen  berechnete  der  Vortragende  die
Steigerung  unferer  Ernte  durch  die  Arbeit  unserer

  Pflanzenʒuchtet  und  den  Anbau  ron
Zuchtsorten  #400  000  Tonnen,  bei  Hafer
auf  1330  '  vVonnen.  bei  Gerste  auf  162.000
Snnnen.  Zuse  umenfassend  ergibt  sih,  daß

ron  unserer  urd,  schrittsichen  Ernte  der  lehten
10  Jahre  an  Noggen.  Weizen,  Haser  u.  Gerite
in  Höhe  von  25  122  022  Tonnen  nicht  wemgc:
  als  5752  000  Tonnen,  d.  i.  22  Prozent
ten  Erfolgen  der  Plarzenzüchiung  zuz.  Ischreiben
  Und.  Bei  Kartoffeln  sind  nach  der  Berechnung
  Pflugs  bei  einer  Durchschnittrernte
der  lẽuten  10  Jahre  von  46  324  O01i  Tonnen
nar  1785000  Tonnen  oder  rund  4  Prozeut
  durch  die  Pflanzenzüchtung  als  Ertrags.
stelgerung  erzielt  worden.  Der  Grund  ded  getingen
  Crfelges  lieg:  nicht  in  dem  Fehlen  guter
  Zuchtrorten,  sondern  in  ungeklarten  Fra-=gen
  des  Kartoffelbaues,  die  mehr  in  das
Gebiet  des  allgemeinen  Acker-  und  Pflanzenbaues
  sallen.

Bei  Zucer  erinnerte  Redner  an  die  Aehnlichleil
  unserer  jetzigen  wirtschaftlichen  Lage
mit  der  Zeit  der  Kontinentalsperre  Napoleonz

  I.  um  1800.  Damals  wurde  angefangen,
den  eisten  Rübenzucker,  aber  aus  Runkelrüben
herzunteelen.  Im  Laufe  langer  Jahre  ist  dann
durch  die  Arbeit  der  Pilanzenzüchter  die  Zuklerrube
  als  Ausgangsmaterial  der  Fuckerfabrikation
  entstanden  und  bringt  uns  jöhrlich
1000  000  Tonnen  Zucec  mehr  als  wir  kü#ten,
enn  wit  auf  die  Herstellung  von  Zudet  aus
Runkelrüben  wie  zur  Zeit  der  Kontinentalsperre
  angewiesen  wären.

Zur  die  Jahre  nach  dem  Kriege,  die  uns
sicher  auch  noch  im  Nahrungsmittelsmielraum

beich-änken,  glaubt  Pflug,  daß  zunächst  angestreo!"
  nerden  muß,  bei  en,  Hafet  und

Gerste  durch  Schaffung  und  breituna  von
Zuchtsorten  das  zu  erreichen,  was  bei  Noggen
  schon  erreicht  ist.  Dann  müßie  mit  aller
Machi  an  der  Schaffung  guter  Zuchtsorten
ron  Klee  und  gearbeite:  werden.
*  auennt  ols  miensl  “
allein  eine  tu

unserer  Heuernte  X  **  *
mit  denen  oiel  d  *  r  in
#tülen  er  —

au
dn.  ben  ume  ###e  na  B

Redners  zu  einer  wscstn  w  W
lerer  Holzprodut#ion

 

Relner  alle  Regierungsstellen  um  weitgehenbe
kunterstützung  und  Förderung  der  Saatmcht
Lirtschaften  und  Saatgutwirtschaften,  auch  im
Kriege  gebeten.

Prosellor  Dr.  Kießling-Weihenstephan  ergänzte
  die  Ausführungen  des  Vorredners  durch
Darlegungen.  speziell  über  die  Föcderung  und
die  Bestrebungen  der  Saatiuchtwirtschaft  in
Bayein.  wo  man  bezüglich  der  Wei#enzücktung
boan  marschiere  und  dem  erstredten  Ziele
safon  ziemlich  nahe  gelommen  sei.  Die  Züchmon.
  von  Hafer  habe  ibre  größte  Ausdehuns
  im  Fichtelgebirge,  uo  sich  khn  Zuchigärten
  fur  Lafe-  befinden.  Daraus  sei  ersichtlich,
u.as  bei  intenstrer  Arbeit  zu  leillen  sei.  Andeieisenn
  sei  z.  B.  im  Banerischen  Wald  uo
Üun.  ehernd  die  Lleichen  Vodenbedingunten  ro:·
handen  se'en,  nicht  ein  Plund  Saatgut  gezüch
tet  worden.  Zur  weiteren  intensiven  Forde.
tung  der  Pflanzenzüchtung  in  Bayern  jtellte
der  Redner  sale#lich  selzende  Nichtlinicn  auf:
Fär  die  Dauer  des  Krieges  sollten  die  tüchug
  geschulien  Kräste  den  Saalgutwirtschaften
niö  ducchst  belassen  nerden,  menigstens  sollten
sie  für  die  Hauuptarbeiten  beurlaubt  werden;
die  Laterlindische  Wichtigkeit  des  Forigonges
der  Züchtung  müsse  bei  den  Kriegsreroronnn.
gen  entsprecheno  berücksichtigt  werden,  damiit
kein  Rückschritt  eintrete.  Die  Bestrebungen
der  deutschen  und  bayerischen  Pflanenzichter
müssen  im  Interesse  der  Landotirtschaft  durck
den  Staat  und  die  in  Betracht  kommenden
Körperschaften  möglichit  gesördert  werden:  zur
Klärung  der  Züchtungs  und  der  Sortenfrige
beim  Brotgetreide  sei  für  Bayern  mglichst
bald  eine  Veisuchsstation  für  Brotgetreide  zu
gründen,  zur  sachmännischen  Beratung  der
Müller  und  Bäcker.  ähnlich  den  bereits  bestebenden
  Veisuch##rationen  fur  Brauerei,  Brenn#crei
  und  Molkerei;  ferner  sollten  in  Bayern
noch  weitere  Saatuchtinirelloren  ausgesiell#t
nerden;  die  Zuch  ung  te  jenigen  Frücht:.  die
bieher  noch  zurickzestelit  smd,  wäre  nach  dem
Kriege  verfärlt  zu  fördern,  enobesondere  die
Zuchtung  von  Klee  und  Gras.

—.

Mühlborf,  16.  Januar.  Nur  kurze  Feit
blich  das  Streilsche  Anwesen  (Paitho#zur
nPoll“,  im  Hausbergerschen  Beiig-  Vergange.
nen  Sonntag  ging  der  weitaus  gronte  Tei
de-  Anwesens,  Gasthof  mit  Wirtschaftsgarten,
Oelonomie  und  einige  Baugrunde  (huner  dem
Canlof,  und  ein  Teil  des  Obitgariens  im
Tarschwene  an  Heirn  Olt?  Polhammer,  sraher
iu  Filma  V  bordeiho-  zer  und  P.  Ilhamm  er.  ber
Dei  Verkäufer,  Zeir  Hausa##racl,  uerahm

 

das  Heita  Po  hanimer  zeherige  Celono#  niean.
wen  m:  nahezu  70  Tanw.  Grund  in  Hlztling.
  uch  die  Bangrunde  zmischen  dem

rten  in  Mahldorjen.
sich  Herr  Haurber=Stielbischen

  Wurtsä  aflsa
den  Wasserturm  beheeir:
ger  zurück.

Hirmasens,  16.  J
Stadi  hat  Pirmasen=  die
lledethandnehmens  der  Watten  u
Wieder  aufgehoben.

renziande

Niederndorf,  16.  Januar.  Aimm  Sams-tag
lem  im  Weiier  Sebi  bei  Joh.  Gg.  Moser,
olazer  Mämer,  Feuer  aus,  welchem  dus  ganze
Auwesen  in  kurzer  Zeit  zum  Opser  sien.  Mit
Muhe  konnte  das  Vieh  geretiet  werden.  Das
Feuer  griff  so  rasch  um  sich,  daß  die  Feuerwehr
  Niederndori  nur  noch  vem  Vorderhtock
einige  Hauseimicktungsg'genftänoe  retten
leunte.  Der  Besitzer  ist  gegenu  artig  beim
Militär  und  hat  eine  zehnköpfige  Familie;
er  erleidet  einen  großen  Schaden.

—.

Grofiholzhausen,  17.  Jamar.  Unsere
Pfarrgemeinde  wird  in  den  nächsten  Tagen
ihren  verdienslvollen  Pfarrherrn  verlieren.  Wie
wir  erfahren,  ist  die  Pfarrei  Oberandorf  dem
HH.  Pfarrer  Arnold  Beilhad  in  Grroßbel.
hausen  verliehen  worden.  Diese  Nachricht  wird
hier  mit  großem  Bedauern  aufgenommen  werden.
  Hat  doch  HH.  Pfarrer  Beilhack  in  den
sast  jechs  Jahren  seiner  hiefigen  Werksamleit
  überaus  Erspriehliches  geleistet  und  die
Herzen  aller  gewonnen,  sodaß  ihm  die.  Unhörigen
  der  NKane  aufs  beste  zugetan  sind.
Nomemlich  auch  auf  wirtschaflichem  Gebiete
lat.  HH.  Pfarrer  Beilhack  sich  große  Verdienste
  in  Erobkonthausen  erworben.  Bei  seinem
  ge  begleiten  ihn  oie  besten  Wünsche
  zu  Fun  neuen  Wirkungstreise  in  Cberaudorf.
  ÖH.  Pfarrer  Beilhack  steht  jetzt  im
52.  Lebensjahre;  er  #  am  29.  L##ix#  Lnnn  in

auuar.  Als  erite  atößere
Kapenener  Unegen
.  Mäuiebiage

 

 

Sont  i  geboren.

st  —  er  im  Ir.  n

55  ihn  si  a  ui
t

*  in“  ——  —  sehen.

Im  gleichen  *  EnP  er  Sit
turvermeser  in  suet  b.  i  F—  er
1802  Erpositus  i  us  aweiter

 

Looperator  in  Furstenfelbbruck  wurbe.  Von
Johre  1899  ab  wirlie  er  sechs  Jahre  als
Hojsural  in  STchleitheim  und  wurde  dann
1805  Psarrer  in  Vollmannsdorf=  Genau
Jahre  später,  am  9.  Jum  191
er  die  Pfarrei  Großholzhaujen.

tiefersfelden,  16.  Januar.  Die  Kuisteiner
Liedeitafel  unternahm  am  Sontag  einen
Ausflug  nach  Kiefersfelden.  Im  Rittersaale
des  Gasthofee  „Zur  Marmorindustrie“  hatten
sich  die  Sänger,  viele  unterstügende  Mitglie.
der,  sowie  auch  eine  Anzah!  von  Freunden
und  Gönnern  eingefunden;  vom  Musiknerein
Kufftein  waren  ebensalls  mehrere  Mitglicoer
annesend.  Dem  Ernste  der  Zeit  entsprechend
kamen  zuerst  zwei  Chöre  zum  Vortcag,  wooon
—RT  „Heimaliieet  beionders  gefiel;  #päler
nurden  dann  Wollslieder  gesungen,  welche
cleichfalls  blisällg  aufgenommen  wurden.

#Liederaschau,  16.  Januar.  Herr  Posthalter
  Donat  Rest.  Besitzer  des  belannten
6G  ahouses  zur  „„Pos“t“  in  Niederaschaun,  wur.
de  um  Leutnant  in  einem  Artülerieregiment
eor  dert.  Zurzeit  wird  er  in  einer  Infante.
nic-Munitionskolonne  verwendet.  Herr  Reit
steyt  seit  Kriegobeginn  im  Feide  und  ist  Inhader
  des  Essernen  Kreuzes  und  de:  Militarrerdienflkreuzes.


—

 
 
 
  

Erosthöhenrain,  16.  Junnar.  Der  15
ahre  alte  Dieubube  Andreas  Baumer  von
Walpersbors  beim  Vauern  Epp  in  Elends  ·
lirchen  ist  beim  Holzfällen  verungläckt.  Ein

Stomm  schlug  ihm  ein  Bein  ab  und  verlezte
ihn  erheblich  an  einer  Schulter.

,

 

Nessus-M

Rosenheim,17.."(qiiiior.

Auf  dem  Felde  der  Ehre  gelallen:
Mactin  Mar.  Oe  Ponomensih  aus  H##lig,
Soidal  im  23.  Inf.-Reg.;  Staniölzus  Jain,
Schneidermeisiersfsehn  aus  Brudmühl,  Tieie
en  emer  er  m  isn  ie;  Martin.  1  hßop.
hennd.t#er.  Ganw.ri  fhr  aus  Jarezöd,  Seidat
in  der  FIlicger-Ersan  Abteilung  Edleißheim.

Jehann  Vaptin  Zeheimaier,  Erziehungssohn
dom  Schunenwirt  n  Bad  Aiblina.  Unteroffi.
ʒziet  im  28.  ni.  Nen.;  Joseyh  jenz,  Sohn
der  „Dreh  ermeistersga.  lin  Anna  Vesendacker.
en  Bad  A##bleng.  Kanonier  im  4.  Fuß-Art.
Vom#alen  Josexh  Slocdinger,  Sha  de-  Famie
  Renner  in  BZad  Aibüng,  Seidal  im  1.
Ersal-Bataillon  des  161.  Ins.-Re3-  rm*sd
Ziu,imeier,  H  arrerhaueresohn  aus  Lochheim
bei  Mettenheim,  Soldat  in  e.ner  Moschenengewehltlompaguie

  E  16.  Inj.  Regts.
VBaterländischer  Hilfsdienst.  Das
ellr.  Generallommando  veröfseniltän  henute

in  „Rosenheimer  An  eiger'“  einen  Aufrus  zur

n’im  Meldung  für  den  Lalerlandischen
Filsedien##  Danach  iil  bei  den  Iniankerie-Er
fal.  Tuppenteilen  samtlicher  Standorte  durch
Ouse  diennpillichtige  eine  Anzahl  ron  Siellen
au  beieten,  und  zmar  zunäch,,  im  Burodienst
(Zohreiber.  und  Ordonnanzen),  inn  Arbeitsdien!
ifur  Küchken  Kammern.  Neimthengdlen  1c.nr“.
ale  Handweik#er  (Schneider,  Schuser,  Sültler",
seiner  bei  den  R  servelazaretten  al.  Schreibe:
und  Irdonnanzen  und  ais  Kra.l.  u#rärr.  Wir
macen  auf  den  Aufruf  besonders  Jufmerksam.
Dieözesannachrichten.  Die  kath.  Pfar
rei  schenberg,  BA.  Muiesl  ach,  wurde  dem  Erxrolnns
  Georg  Daschner  in  Ramerberg,  BA.
Wasserburg,  und  die  kath.  Pfarrei  Oberau.
dorf.  BA.  Rosenheim,  dem  Pfarrer  Arnold
Be  lhad  in  Grotholzhausen,  BA.  Nosenheim.
retliehen.
Eine  neue  Beitandsaufnahme  wnd
ron  rerschiedenen  Bätiern  für  Getreide,  Mehl
und  Futiermittel  angekundigt;  sie  soll  berei##g
am  15.  Februar  slattlfinden.  Daz  wäre  dann
die  23.  aller  Bestandsaufnahmen,  di:  wäh.
rend  des  Krieges  ausgeführe  worden  sind.
Gremuselonser  ven.  Die  Gemüse-Konserren-Kriegsgesellsaz#aft
  teilt  mit.  daß  der  Ab
satz  ron  Gemusekon  serren  und  Tabohnen  vor
mic  nuch  streng  verboten  ist.  Die  Freigawe  des
#batzes  wird  erst  in  einigen  Wochen  erfolgen.
Di:  Gemiselonserven  sollen  für  die  gemäseärm,
ste  Zeit  aufgespart  werden.  Gegenteslige  Nachrichten
  sind  irrig.

Städt.  Hülsenfrüchtererlauf.
Vertauf  in  dieser  Brotkartenperiode  findet  7
mals  morgen,  Donnerstag,  den  18.  Januar,
statt.  Zur  Abgabe  gelangt  Gerstengrütze,  Hasermehl,
  Polenta  -uund  Grieß.  Die  auf  der  Bezugskarte
  erwähnten  Haferflocken  können  nicht
sue  gisseite  gumn  sie  —M“
hn  sind.  Für  d  unge  ·
schlüssch  ausgestellt,  womit  r  6  2
da  die  Halsenfrüchte  an  jedem  dei  denm

,  überncha

—

 

möhig.  verteilt  werden  und  erhältlich  Lind.
8  r*  städt.  3  t  escke.  West
*7  a  .  .  TITliw"iicki
  ist-  *  ro  *
Mangel  an  Mei  bin  i
Nie  Karte  airs  —  PP.  das  5.
ostet.

.