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kommen. Kein Wunder! Ich bin auch danach und
habe alle Welt gereizt.“
Womit denn? Zicht am Ende mit seinem Eroberungsdrang
und seiner Habsucht? Ich bin jüngst
von einem Welschschweizer — es war zur Abwechsung
kein lieber Amtsbruder sondern vermutlich ein
Feister der Schule — belehrt worden, daß schon nach
Tacitus die Germanen von Beutegier getrieben wuren,
die Gallier aber vom Ruhm (von der gloire).
Ver Zeuge ist etwas alt. Doch war's einer von den
leltenen Großen, der mit den offenen Augen eines
Tatsachenmenschen die Dinge dieser Welt zu berachten
verstand. Drum sei er uns ehrwürdig. Freiich
darf nun mein welscher Gegner nicht vergessen,
daß das schöne Land der Gallier, die nur die gloire
suchten, seit des Tacitus Tagen von den germanischen
Barbaren erobert und mit germanischem Blut reichich
durchtränkt worden ist. Der Name Frankreich
selbst und einiger seiner Provinzen ist dessen ein vollgültiges
Zeugnis. Die Franken, die Burgunder, die
(kormannen und einige andere germanische Stämme
aben jedenfalls den braven Galliern die eroberungsund
beutegierige Seele eingehaucht, und darum
zeigt die französische Volksseele seitdem die schöne
MNischung von Ruhmsucht und Eroberungslust. Die
angländer vollends sind echtere und reinere Germanen
als die Oeutschen; daraus mag sich denn
wohl nach tacitäischer Psychologie ihre Seeräuberund
Eroberungspolitik samt ihrer Weltberrschaft er-##ren.
Die Deutschen haben gewiß ihre germanische
Seele nicht verloren; aber es wäre doch möglich, daß
dieselbe, von der Milch der frommen Denkungsart
getränkt, in zwei Jahrtausenden erheblich umgebildet