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12. November 1876, das Mandat des Reichstages mit dem 5. Februar
1877 ab.
Die Neuwahlen für das Abgeordnetenhaus konnten, da dasselbe
schwerlich noch in diesem Jahre berufen werden würde, an und für sich
erst nach Ablauf des Mandats, nach dem 12. November stattfinden, —
wenn nicht die Rücksicht auf den alsdann versammelten Reichstag die
Ansetzung der Landtagswahlen im Monat Oktober angemessen erscheinen
ließ, zu welchem Zwecke eine formelle Auflösung des Abgeordnetenhauses
vorhergehen mußte.
Auch die Neuwahlen für den Reichstag waren nicht erst nach Ablauf
des Mandats, nicht nach dem 5. Februar anzusetzen, da sonst die
Session des neuen Reichstages erst sehr spät beginnen konnte. Es sollte
nach dem Schlusse der Herbstsession des Reichstages die Auflösung desselben
und die Neuwahl im Januar, unmittelbar vor der Landtagssession
erfolgen.
Die Signatur der diesmaligen Wahlbewegung war: Zusammenstehen
und Zusammengehen aller Liberalen! So schloß eine unter
dem Vorsitze des Oberbürgermeisters v. Forckenbeck in Breslau am
23. September tagende Versammlung von Vertrauensmännern der
nationalliberalen und der Fortschrittspartei aus der Stadt und Provinz
einen gemeinsamen Aufruf an die Wähler. „Es ist ein Wahnbild, schrieb
die offiziöse „Prov. Korresp.“ dagegen, mit welchem die liberale Presse sich
und Andere täuscht, wenn sie um den Zersetzungsprozeß eines zehnjährigen
Zeitraums in Vergessenheit zu bringen, und um das zerrissene Band
zwischen Nationalliberalismus und Fortschritt für Wahlzwecke wieder
anzukämpfen, auf die Gemeinschaft des Ursprungs oder der Ziele hinweist.
Der Ursprung der Partei, aus deren Schoße die heutigen Fortschrittsmänner
und die Nationalliberalen hervorgingen, fällt in eine Zeit
außergewöhnlicher Zustände und Kämpfe die glücklich überwunden sind
und mit der parlamentarischen Lage der Gegenwart nicht die mindeste
Verwandtschaft haben; dagegen erfolgte die Spaltung an dem Wendepunkte
der deutschen Verhältnisse, für deren gesunde Entwickelung auch
jetzt noch die nationale Politik zu arbeiten hat. Es ist eben der Fehler
der Fortschrittspartei, daß sie aus den Erinnerungen der Konfliktszeit
nicht heraus kann, und den ausgeglichenen Gegensatz zwischen Regierung
und parlamentarischer Mehrheit zu verewigen sucht, während andererseits
das Verdienst der Nationalliberalen ist, daß sie den Umschwung
der Ereignisse und der Geister richtig verstanden und dadurch Gelegenheit
gefunden haben, in Gemeinschaft mit der Regierung den wahren
Fortschritt Preußens und Deutschlands kräftig zu fördern. Wie könnten