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um die Unabhängigkeit der kleinen Bölker gekämpft wird; daß es nicht wahr
it, daß um die politicche Freiheit der Bölker Krieg geführt wird; daß es
nicht wahr ist, daß darum gestritten wird, daß es in der Welt kein militärisches
Uebergewicht mehr gebe: wir müssen wissen, daß das militärische
Uebergewicht zur See ebenso militärisch ist wie jenes andere zu Lande,
nur mit dem Unterichied, daß es sich auf olle Meere und Kontinente erüreckt.
Man sagt auch, daß sich in den kriegführenden Parteien zwei Lebensauffassungen
gegenüberstehen, zwei Menschlichkeilsideale; das ist gewiß.
Soll aber jenzt, im Namen der Freiheit, die fremde Lebengauffasfung vernichtet
werden? Gibt ihre Verschiedenartigkeit Grund genug, um mit den
Wafsen eine zu vernichten und ersticken zu wollen? ir haben in unserem
Verhalten gegenüber England, Frankreich und Veus# chland die liebenswürdigste
Form, das größte Entgegenkommen, die höchste mit unserer
Stellung vereinbare Untergebenheit zu erkennen gegeben. Wir sind ihre
Freunde und zeigen uns als solche, wir bleiben aber dem Kampfe fern.
will man von uns? Wir sollen den Abbruch der diplom. Beziehungen
mit Deutschland erklären, wir sollen uns mit Deutschland verfeinden.
eutschland hat uns kein Unrecht zufeügt das einen Abbruch der Beziehungen
rechtfertigte. Wir kennen kein Unrecht das den Abbruch der
diplom. Beziehungen begründete, ir können die Ungerechtigkeit nicht begehen,
die Beziehungen zu jemand abzubrechen, der diese nicht verletzt und
keinen Anlaß, sie zu lösen, gegeben hat. Spanien hat genug Würde, um
nicht Waffenpage iampienden tationen zu werden. Larganhaltender Beisall
und Zwischenrufe: „Es lebe Maura!"“ „Es lebe der Retter Spaniens!“)
Ich höre, groste Geringschätzung steht uns in Ausfche, betrübliche Vereinsamung,
überall im Frieden Feindseligkeiten. Ja, es gibt Leute, die glauben,
daß, nachdem die Bettlerorden aufgehoben sind, es (Bettlernnonch geben
wird; daß Spanien auf die angewiesen sein wird, die ihm elwas geben:
daß es von den Trinkgeldern derer wird leben müssen, die an den Friedenskonferenzen
teilnehmen werden. Wenn dem so wäre, würde ich verzichten
Spanier zu sein. Nein, nein, sie werden uns nichts geben von dem, was
wir verdienen, sie werden uns nichts geben von dem, auf das wir Unfpruch
haben. Die Unobhängigkeit, die Würde Spaniens liegen in seiner eigenen
Rraft, in seinem eigenen Sein. Im Austausch brauchen wir vieles, im Austausch,
nicht ohne diesen! Das ist der Boden, auf dem die internationale
Politik Spaniens erwachsen soll; das ist die Grundlage aller unserer auswärtigen
Beziehungen; nur einen Ruf kennen wir: das Wohl des Reiches.
6—11. Mai. (Sevilla.) 6. Kongreß der span. Gesellschaft f.
d. M der Wissenschaften.
t Eroffnungsrede fuhrt König Alsens aus, daß Spanien, das
eine Tr Neutralität bewahren wolle, in er glücklichen Lage- sei, sich
derarligen friedlichen und fruchtbringenden — zu widmen und sich dadurch,
während in Europa eine Tragödie sich abspiele, die einst der Schrecken
der Geschichte sein werde, als eine treue Hüterin des Friedens zu erweisen.
Mitte Mai. Antwort Deutschlands auf die Note v. 20. April.
Das Madrider Blatt „AB“ veröffentlicht ein Interviem seines
Berliner Vertreters mit dem deutschen Unterstaatssekretär von dem Bussche.
Dieser machte über den Inhalt der Antwort auf die span. Protestnote
wegen der Versenkung der „San Fulgencio“ (s. S. 234) folgende
Mitteilungen: Die Antwort, die bereits dem span. Bokschafter übergeben
wurde, ist von dem aufrichtigen Wunsche geleiret, mit Spanien die herzlichsten
Beziehungen aufrechtzuerhalten. Sie legt dar, daß die Versenkung