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in Deutschland mit der Politik Friedrichs des Großen steht.
Schon im Anfang des siebenjährigen Krieges ließ Graf Schlaberndorf,
ein auch in anderer Hinsicht um Schlesien verdienter
Mann, Friedrichs des Großen Minister und Statthalter daselbst,
aus weiser Vorsorge und in der Voraussicht eines langjährigen
Krieges den Kartoffelbau bei den schlesischen Bauern mit Gewalt
einführen und ohne die hier erzeugten Kartoffeln hätten öfter
weder die Armeen noch das Volk selbst ihr Leben fristen können.
Man vergleiche darüber das vortreffliche Werk: Schlesien vor
und nach dem Jahr 1740 (von Klöber), Freiburg 1785. II.
Seite 198. Im Hungerjahr 1771 starben in Sachsen, wo der
Kartoffelbau noch nicht aufgekommen war, 100,000 Menschen
Hungers, in Böhmen sogar 180,000, und 20,000 Böhmen
wanderten nach Schlesien aus, wo niemand Hunger starb, weil
man hier Kartoffeln hatte.
Es ist überflüssig, hier noch zu wiederholen, was in so
vielen Büchern steht, in Bezug auf die weise Fürsorge Friedrichs
des Großen für alle Classen seiner Unterthanen. Trotz langer
Kriege hielt er die Finanzen in musterhafter Ordnung, gab
seinen Staaten ein neues der Zeit angemessenes Gesetzbuch, übte
volle Toleranz in Glaubenssachen, beförderte Ackerbau, Bergbau,
Industrie und Handel und war wie sein Vater, der erste
Staatsdiener. Doch wollen wir uns hier mit seiner innern Politik
nicht besonders beschäftigen, sondern nur seine äußere in's Auge
fassen.
Es ist erstaunlich, wie groß unter ihm Preußen schon gewachsen
war, von kleinem Anfang an. Denn Brandenburg
lehnte sich weder an ein Gebirge, noch an das Meer. Die Lage
des nach allen Seiten offenen, sandigen und verhältnißmäßig
armen Landes war nicht günstig. Der Beherrscher der Mark hatte
seine Grenzen noch nicht bis an's Meer ausgedehnt, war überall
eingeengt von eifersüchtigen Nachbarn und von größern Staaten,