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Den im Zusammenhang mil dieser Materie von honservakiver Seite
gestellten Antrag, der die Ausstellung von Auslandspässen von der Entrichlung
oder Sicherstellung der Kriegssleuer abhängig macht, haben wir
abgelehnt. Unwissende oder Böswillige haben daraus „Anerkennung der
Freizügigheit des Kapikals“ gemacht. Die Kundigen taten es wider
besseres Wissen. Maßgebend für die Ablehnung war, zu verhindern, daß
Inländer, darunker namentlich unsere Parkeigenossen, schibanös an dem
Besuch des neutralen Auslandes gehinderl werden. Für das Kapital ist
dagegen der Antrag, wie Genosse Bernstein klarlegte, gleichgüllig. Die
Vertreter des Kapitals nahmen ihn deshalb auch schmunzelnd ohne
Widerrede an. Vor der Schlußabstimmung über die „HKriegssteuer“ gab
Genosse Haase namens der Arbeiksgemeinschaft folgende Erklärung ab
(Stenographischer Berichl 59, Seile 1506/7):
„Meine Herren, unsere Halkung zu den Steuergesetzen wird im
wesentlichen von solgenden Erwägungen bestimmt.
Die Kriegssteuer dient letzten Endes dem imperialistischen Krieg, den
wir verwerfen. Durch die Zustimmung zu ihr wird auch nicht eine für
die Arbeiterklasse ungünstige Besteuerung abgewendet.
(Sehr richtig! bei der Sozialdemokrakischen Arbeitsgemeinschast.)
Wir stehen einem sesten Bloch aller bürgerlichen Parteien gegenüber, der
für sein Steuerbompromiß hier mit einer Oreivierlelmehrheit geschlossen
auflritt. Die Sozialdemokratie isl mit ihrem Stimmengewicht völlig
ausgeschallek. Dieser Steuerblock hat die von der Regierung vorgeschlagene
Belaslung des Verhehrs und Verbrauchs durch die Ausgestaltung des
Warenumsahzstempels noch gewallig vermehrt. Abgelehnt sind dagegen die
Ankräge der Sozialdemohkratie, die darauf gerichket waren, den gesamten
Kriegsgewinn, soweit es sich nicht um hleine Vermögen und Einkommen
handelt, der Allgemeinheit zugute kommen zu lassen oder auch nur durch
nochmalige Erhebung einer Quote des Wehrbeitrags oder durch Besteuerung
der Erbschaften den Besitz slärker zu ersassen und dadurch Ersatz
für die indirekten Steuern zu schaffen. Die ganz unzulängliche einmalige
Abgabe des Kriegssteuergesehes hat zum Zweck oder mindestens zur Folge,
eine wirkliche Kriegsgewinnsteuer zu vereikeln, wie sie von der großen
Masse des Volkes geforderl wird. Sie ist nur ein hümmerliches Feigenblalt
für die ungeheuren Lasten, die namenklich drüchend die Arbeikerklasse
und den Mittelstand insolge der anderen Steuern treffen.
Die Kompromißparteien bekrachten selbst ihr Skeuerwerk als ein
einheitliches Ganzes, an dem sie geschlossen festhalten. Daß die einzelnen
Steuergeseße nicht auch formell mikeinander verbunden sind, ist nebensächlich.
Dem gesamten Steuerwerk haben die Kompromißparkeien den
Stempel ihres Klassengeistes aufgedrücht. Sie haben auch das ganze
Steuerwerb und alle seine Teile zu verankworten. Wir lehnen die
Steuern ab.“
(Bravo! bei der Sozialdemohbratischen Arbeiksgemeinschaft.)
Die Fraktion der Arbeitsgemeinschaft stand mik dieser konsequenken
Haltung allein. Die Mehrheitsfraktion hat dem bürgerlichen Kompromiß
mehr Treue gehallen als den Erfordernissen sozialdemohrakischer Politik
und den Bichktlinien sozialdemokratischer Parteitage. Das geschah trotz