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Dabei brauchte uns diese Einfuhr als starke Abhängigkeit
vom Auslande zunächst gar nicht zu ängstigen.
Denn unsere Ausfuhr von Industriewaren stieg rätselhaft.
Und Deutschland verarmte nicht etwa, sondern
sein Reichtum wuchs. Und das Ausland war darauf
angewiesen, uns seinen Überschuß an landwirtschaftlichen
Erzeugnissen zu verkaufen. Nordamerika und
Argentinien waren Länder, deren Agrarprodukte noch
sehr ausdehnungsfähig waren. Namentlich Argentinien
kann seine Landwirtschaft fast noch unbegrenzt
entwickeln. Es hat erst wenige Prozente seiner ungeheuren
äußerst fruchtbaren Flächen angebaut.
Bringt der Krieg eine dichte Bevölkerung
in Hungersgefahr?
Da hat nun allerdings der Krieg manche Gemüter
ängstlich gemacht. Er hat gezeigt, daß die Abhängigtkeit
vom Auslande auch seine Schattenseiten hat, und daß die
Einfuhr im Kriege uns fast ganz abgeschnitten werden
kann. Aber dagegen ist doch verschiedenes geltend zu
machen. Selbst der Krieg hat bewiesen, daß Deutschland
jahrelang auch ohne große Einfuhr durchhalten kann,
wenn auch die Ernährung nicht voll befriedigt hat.
Dann ist ein zweiter ähnlicher Krieg wohl kaum wieder
zu erwarten. Ferner müßte man sich für einen etwaigen
weiteren Krieg durch Anlegung von Juliustürmen für
Getreide vorsehen. Das alte Beispiel des biblischen
Josef in Agypten braucht ja nur nachgeahmt zu werden.
Außerdem hätten wir recht gut und bequem durchhalten
können, wenn wir während des Krieges zu völlig
vegetarischer Ernährung übergegangen wären. R. C.
May hät in der Berliner klin. Wochenschrift vom Mai
1917 ausgerechnet, daß wir gegen 50 bis 60 Millionen
Menschen in Deutschland mehr ernähren könnten, wenn
wir die Schweine völlig abgeschlachtet hätten. Denn das
Schweinefleisch ist zwar eine ganz angenehme Nahrung,
es ist auch als Fettbildner sehr wertvoll, aber das