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erhitzten Lävuloselösung hinzugesetzt, und die Mischung der Resorzinprobe unterworfen.
Schon bei einem Zusatz von 0,1 ccm der Lävuloselösung wurde eine hellrosa Färbung
beobachtet. Mit steigendem Zusatz steigerte sich die Intensität der Färbung, die bei
einem Zusatz von 0,5 ccm sofort eintrat (vergl. Tabelle 7).
Tabelle 7. Der positive Ausfall der Resorzinprobe nach Zusatz zum
Sieden erhitzter Lävuloselösung zu Honig.
|
| Zu 5 cem Honiglösun
| " 5 5 Art der beobachteten
Nr. ! wurden von der Fruchtzucker- Bemerkungen
| Färbung
i lösung hinzugesetzt:
)
1 0 ccm keine Färbung _
2 0,1 „ hellrosa Färbung \ die Reaktion begann nach
2 03 „ rote Färbung wenigen Sekunden
4 05 „ kirschrote Färbung die Reakti
D 0,8 „ ; Intensiv kirschrote Färbung | ıe ea ion, Grat sogleich
6 1,0 „ |
” ” ” |
Nachdem durch diese Versuche ermittelt war, daß als Ursache für das Auftreten
der Reaktion ein Zersetzungsprodukt des Fruchtzuckers angesehen werden mußte,
wurde das Furfurol und seine Derivate, die zahlreiche Farbreaktionen der in Frage
stehenden Art eingehen, näher untersucht. Das Furfurol selbst kam, wie sich zeigte,
nicht in Betracht, da es wie oben erwähnt, mit salzsaurem Resorzin eine von der
kirschroten Färbung durchaus verschiedene blaugraue Färbung gibt. Schließlich
wurde in dem Oxymethylfurfurol der gesuchte Stoff aufgefunden.
Darstellung des Oxymethylfurfurols.
Oxymethylfurfurol wird als Nebenprodukt bei der Einwirkung von Säuren, z. B.
Oxalsäure, auf Inulin gewonnen, wird aber am besten nach der von Kiermeyer!')
gegebenen Vorschrift aus Rohrzucker dargestellt. Eine 30°%sige Lösung von Rohrzucker
wird mit 0,3%, Oxalsäure in einem Autoklaven drei Stunden lang bei einem
Druck von 3 Atm. erhitzt. Dann wird die noch warme Flüssigkeit mit Kalciumkarbonat
neutralisiert, filtriert und nach Zusatz von Bleiessig mehrere Stunden stehen
gelassen, wobei sich die gelösten, die Braunfärbung verursachenden Zersetzungsprodukte
größtenteils abscheiden. Die Flüssigkeit hat dann einen helleren Farbenton
angenommen. Zur Extraktion wird zweckmäßig an Stelle des Äthers, in dem das
Oxymethylfurfurol verhältnismäßig schwer löslich ist, Essigäther verwendet; ein 5—6maliges
Ausschütteln mit diesem genügt, um den größten Teil des Oxymethylfurfurols zu
gewinnen. Die Reindarstellung des Aldehydes wird durch seine Zersetzlichkeit bei
der Destillation, auch im luftverdünnten Raum, seine geringe Flüchtigkeit mit Wasserdämpfen
und seine Neigung, beim Erhitzen oder bei längerem Stehen im Exsikkator
über Schwefelsäure unter Wasserabspaltung in ein Methylfurfuroloxyd überzugehen, sehr
nn A,a. OÖ. 8. 8—9.