Aummer 73
dürse sie den Lebenonerv in Handel und Gewerbe
zerstören. Auch die Wehrvorlage habe ihre
Schatten vorausgeworsen, die für unferen Veeirk
umso kühlbarer seien, alo die Bildung ciner
Neuformation in Rosenheim abgelehnt wurde
und große Lieserungen auch nicht hierher fieleu.
Die neuen Krankenkassen würden der Arleilerschast
mohl kaum den erhoffien Segen
kringen, ihr aber neue drückende Lasten auferlege
Szueßuch geht der Bericht noch auf die bessere
Verbindung mit Miesbach ein durch Errichtung
einer Motorpostlinie, die auch nach Vogtareuth
und Gricoflält angestrebt werde, um das dortige
Gebiet aus dem Dornvöschenschlaf zu erwecken.
Von der Wendelsteinbahn teilt der Bericht
mit, dah sie im letzten Jahre trotz der Ungunst
der Witterung über 30 000 Personen befördert
habe. Der Wunsch gehe aber auf bessere
Aerbindung mit der Staatsbabn in Brannenburg.
-
Im Ansckluß daran wurde noch der Bericht
über die Neugestaltung der aewerblichen Fort—
bildungsschule entgegengenommen. Man erfuhr
dabei, daß für die 13jährigen Vehrlinge ein
Vorlurs errichtet wurde, welcher vorerst das
achle Schuljahr ersetzen soll.
Der Bericht wurde genehmigend zur Kenntnis
genommen. Zuvor brachte ein Mitgled
roch den Wunsch zum Ausdruck, daß in den
Vorbericht auch eine Bemerlung über die schädliche
Konkurrenz der vom Staate ganz einseitig
und unberech!igt begünstigten landwirtschaftlichen
rosienschajten ausgenommen werden möge.
eer diese Grage entspann sich eine längere Delate,
in der namentlich zum Ausdrucke gebracht
wurde, daß man das Material dazu in allein
Pranchen sammeln möge, um es an geeigneter
Hle verwerten zu können. In der Handels.
lammer habe man sich wiederh olt mit der Frage
chlan beichéftigt, aber man habe noch nichls
erreicht. Die Kammer hätte sich zwar nicht ab.
lelnend verhalten, aber man sei nur zögernd
en die Frage herangetreten. Einstweilen sehlten
noch begründete Handhaben, die man jetzt
sommeln möge. Das sei aber schwer. Eegen
"1 „ Unternützung der landwirtschaftlichen Geosienscharten
als solche habe man nicht: einzu-Jlen
aber gegen die schädlichen Auswüchse,
die nur das Werk einzelner seien, mürse man sich
wenden. Achuliche Wahrnehmungen habe man
autl, auf anderen Gebieten gemacht Vielfach
mearden Wanderlehrer Obstbaumhandel betreilin,
andercrseitls machten Tierzuchtinspekloren
Ant gegen die Märlie in der Stadt. Unfere
Ienclälbermärlte gingen infolgedessen imm#:
rci urück. Es sei erwägenswert, ob man in
diesen Fragen nicht mit einer Eingabe an den
oberk a#n chen Landrat herantreten wolle. Daßs
eine Schädigung bestehe, das sei unumnößlich,
"6. Bz sei dar Material schwer beizubringen. Gegen
e reelle Konkurrenz der Genossenschaften habu
n gar nichts einzuwenden, unterscheiden müsse
man zwischen dem gesetzlich zulässigen und dem
un besehlich en Handel. Auch müsse man dagegen
impfen, daß diese Genossenschaften zinseitig
klene werden. In diesem Sinne saßte da-Ctemium
Beschluß; dem Vorbericht zum Jahtethericht
wird die gewünschte Bemerlung eingeinat.
Lamit waren die Beratungen zum Schlusse
neriehen. Der Druck des Jahresberichtra wird
ir diesem Jahre der Buchdruckerei des „Wendelnein“
üb: rtragen werden. Der Vorsitzende
schloß die Sigung mit Dankesworten an die
Mi#glieder für die Unterstützung.
5
Kommunales.
sitzung des Magistrats-Kolleglums
Rosenheim.
am Freitag den 27. Mars 1914.
vormittags 9 Uhr.
Vorjitzender: K. Hofrat Bürqermeister Wüst.
Die veriiorbene Brauereibesitzerswilwe Feig
kmer hat folgende Legate rermacht: 500 V
dem Spitalsonds, 500 Mk. dem on,
50 Mk. dem Kinderhort. 500 Mk. dem Vincmiusvercin
und 1000 Mk. dem Waisenhaus-#endvs.
Der Magistrat spricht Dank und Anerleunung
dafür aus.
Die Gemeindebevollmächtigten haben beschlossen,
die Fassadenerneuerung des Mädchenschulbonfes
zurucktustellen und alljährlich 1900 Ml.
den Etal dafür einzustellen. Der Vorsinende
beantragt, von der ersten Rate 350
Nart für die Erneuerung des Stiegenhauses,
für das seit 1897 nichts geschehen sei, u verwenden.
Der Magistrat ist damit einverstanden.
Ueber die Fortsetzung des Indufriegeijes
rer den Mühlbach und Aenderung der Dreh-Eeibe
liegt Kostenanschlag vor. Der Antrag
kan war veranlaßt durch Entgleisen zweier
Lohlenwagen im Gaswerk. Erforderlich sind
6200 Mk. Für Anfertigung des Projektes sind
110 Mr. Kosten entstanden. Letzteren kleinen
Beirag hat das Gaswerk zu übernehmen. Ueber
die Auef ührung des Projektes selbst ist heute
noch nicht beraten worden
Die Baugenossenschaft Posenbeim ladet zur
Scüichligung der neuen Genossenschaftshäuser
Im Samstag um Uhr nachmittags ein.
Auch die Gemeindebevollmächtigten sind dazu
en ngeladen worden.
Jn Sachen Rennbahn sanden zwei Kommisleenesihungen
## sall. Das Bejuligt ist rem
Rosenheimer Anzelger
Rennverein mitgeteilt worden. Das Startbauamt
hat zwei Projekte ausgearbeitet, eines
für das Hanstättergul, das andere sör ein
Terrain an der Eberobergerstraße. Die Kosten
des Projektes am Haustättergut betragen
39500 Mk., für das Proiekt in der Nähe der
Forstauen 56000 Mk. Letzterer Iigh lann
nicht gewählt werden wegen der Hochwasserdämme,
der wertvollen Grundstück usm. Die
Kommission glaubt daher, daß nur das Pro#
jekt an der Haustätterhöhe weiterverfolgt werden
könnte. Zur Bedingung ist aber gemacht,
daß seitens des Rennvereins sichere Garantien
für Beitragszeichnungen beigebracht werden.
Auch mit den Münchener Vereinen ha#t
man sich in Verbindung gesetzt; ein Verein
weist auf die hohen Kosten auswärliger Rennen
hin. Er könnte sich an der Abkallung
von Rennen nur beteiligen, wenn der hiesige
Verein die Kostlen garantiert. Der Münchsner
Trabrennverein hat die Abhaltung von
Rennen in Rosenheim abgelehnt. Die Kommiss
sion wünscht also ein regeres Interesse des
Rennvereino durch Abgabe rechteverbin##licher
Beitragsgorantien. Im Kostenpunlt ünd
Grunderwerbungen nicht inbegriffen: nur die
Herstellung des Platzes ist berücksichtigt. Erforderlich
sind 37 Tagwerk, 24 davon sind
im Besitze der Stadt. In der Debatte wurde
erwähnt, daß die Herren des Rennvere ins offen.
bar das Projelt anders auffassen. Sie scheinen
anzunehmen, daß die Grunverwekbunaslosten
inbegrissen sind. Sie seien bereit,
00 Mk. aufsmbringen und den Rest zu
verzinsen. In Betracht gezogen wurde auch die
oolehnende Haltung der Münchener Vereine.
Es wurde indessen auch darauf bingewiesen.
daß diese Ablehnung auf die Konkurrenz zurückmführen
sein könnte. Zu berücksichtigen sei
auch, daß die Totalifatorergebnisse ansschließlich
für Zuchtzwecke verwendet werden müssen;
anderen Zwecken dürften sie nicht zugeführt
merden. — Der Magistrat nimmt non diesem
Ergebnis der Kommissionsberatungen Kenntnis.
Wir lommen auf Einzelheiten noch zurück.
Cokalnachrichlen.
Uanarbesteoschat und Cauwelse
im Gebirge.
Das K. Bezirleamt Rosenheim reranstaltet
in Verbindung mit dem Stadtmagistrat am
Sonntag den 5. April, vormittags 10 Uhr,
im Hotel „Teutscher Kaiser" in Rosenheim und
nachmittags ? Uhr im „Bayerischen Hof“ in
Prien einen von Lichtbildern erleuterten Vortrag
über Banuarbeiterschutz und einen Vortrag
über Bauweise im Gedirge. Züc das
erste sozialpolitische Thema ist der Voc#and
es K. B. Arbeirermuseume, K. Gewerberat
Karsch in München, für das zweite Thema,
das gleich dem ersien gercde in unserer Gegend
auf regstes Interesse sloßen dürfte, it Professor
iersch an der K. Techusschen Hochschule
in München gewonnen worden. Der Bauarbeiterschutz
hat sich aus kleinen Ansängen
im Laufe der Jahre zu einem Zuweige nationaler
Fürsorge emporgeschwungen, der viel Unheil
verhütet, der Sorglosigleit und dem Leichtsinn
an der Baustätte entgegentritt und die
(Gefahren des Baugewerbes auf ein Mindestmaß
zurückzuführen bestrebt ist. Das Arbeitermuseum,
für die Männer der Arbeit wohl eine
der größten Scehenswürdigleiten der Haupistadt,
vereinigt in sich die Summen oiler Erkahrungen
und Errungenschaften auf dem Gebiete
des Arbeiterschutzes im Baumesen und
wenn es nun seinen obersten Leiter in die Provinz
entsendet, um über den reichen Schan
seines MWissens zu berichten, in lebensvollen Bildern
all die Fürsorge einem sachlundigen
Publilum vorzuführen, so spricht sich der Dank
aller Betciligten wohl am hergichsten in recht
zahlreichem Besuche der Interessenten aus; so
manches Vorurteil über diese oder sene, scheinbar
unnötige behördliche Auflage an den Bauunternehmer
wird hiebei entkräftet und beseitigt
werden. Befaßt sich der erste Vortrag mil
dem Bauarbeiterschutz, so behandelt der zweite
ein ideales Gebiet, das uns allen, die auf die
Schönheit unserer Heimat mit Recht stol): sind,
hoch willlommen sein muß. Ein „Meister“,
wie Professor Thiersch es auf diesem Gebiete
ist, wird da Bilder voll bodenständiger Lebensfreude
entrollen; er wird zeigen, wie unsere
Altvordern in ihrem schlicht Rünffzerischen
Schönheitesinn an der Verschönerung ihrer Heimat
arbeiteten und wie viel unsere Zeil an diesen
ihren Schöpfungen durch Abbruch und Ersatz
mittels Dutzendware gesündigt hat. Er
wird aber auch die Wege weisen, welche die
ländliche Baukunst im Gebirge zu gehen hat,
um das von den Vätern Ererbte zu bewahren
und stilgemäß zu erneuern, mit einem Worte,
um auf altgewohnten Pfaden zu wandeln und
dazu die moderne Bau= und Wohnungstechnik
sachgemäß, aber nicht eindruckstörend in Avmendung
zu bringen. Wenn dann aus beredtem
Munde sich die Bilder aufrollen, wie auch in
Zukunft die Orte des bayerischen Hochlandes
durch ihre beimische Bauart das Entzücken unserer
Sommergäste bilden müssen, wenn sie nicht
eines ihrer Hauptreize entbehren sollen, so wird
gar mancher Zuhörer sich bei Bauvornahmen
iener Einflüsse zu wehren wissen, welche ihm das
Alte, Schöne verächtlich machen und dofür
die Schablone nüchterner Jinslasernbauten aus-
zuschwatzen luchen. Deshalb dürkte sich der
Besuch dieser beiden Vorträge nickt nur für
die Baugewerbetreibenden aller Zweige, son
dern auch für alle gegenwärtigen und lünftigen
Bauherren bestens empfehlen.
*
r—
Rosenheim, 27. März.
Oberb. Schuldienst. Wersetzt wird die
Schulverweserin Maria Jocher auf der Vollschuntbrerinstelle
in Schwinolirchen. B. A.
Mühldorf, ab 1. April auf die er#l'digte Hilfslehrerinstelle
in Föching, B.-A. Miesbach. Befördert
werda# die Dchuwerweserin. M. Wagner
in Foching, B.-A. Miesbach, ab 1. April
Jaur Voltkeschullehrerin in Markil, B.-A. Burghausen.
und der Hilfslehrer O#0 Feoce
zur Auahilse auf der Verweserstell- in St. Georgen,
B.-A. Trostberg, ab 1. Nooi zum
Schulverweser unter Belassung auf seiner bieherigen
Stelle. Neuernannt wird die Kandide
tin des Fossctalen Viktoria Müller in
Kochel, B.-A Tölz, ab 1. Aprii zur Hilfs-Fhrerin
bis auf weitereo zur Ausbilfsleistung
auf die erledigte Veosleichullehrerirbelt zu
Schwingkirchen, B.-A. Mühldorf.
Bahndienst. Versetzt werden in etatsmäßiger
Weise der Vorarbeiter im Bahnunterhalitungedienst
Ferd. Färber von Bm.
Mühldorf zur Bm. 1 Simbach a. J., der Sltationsdiener
im Rebenbahndienst Fs. Wagner
von Mainburg nach Rosenheim, der Staftdasdiener
im gemischten Dienst G. Schwaiger von
Wasserburg a. J. nach München-Schwabing und
der Streckenwärter L. Wagner von Holzkirchen
zur Bahnstation München-Laim. Belasien wurde
der Stotionsmeister L. Gruber in Wiesmühl
bei Tittmoning.
Abg. Ruedorffer. Der langjährige Zentrumoakbgeordnete
für den Wahlkreis Nosenheim,
Herr Gutsbesitzer Sebastian Ruedorffer,
rollendet diesen Sonntag das 60. Lebensjahr.
Er gehört der Kammer der Abgeordneten
seit dem Jahre 1887 an. In das öffentliche
Leben, als Gemeindebevollmächtigter t, trat er
ror 30 Jahren. Am 28. Juni 1912 voilendeten
sich 25 Jahre, daß Herr Abg. Nuiedorffer
der Zentrumsfraktion des Landtages andehörte.
Im Jahre 1910 schrieb die „Allgem.
Zeitung“ (Nr. 50): „Abg. Ruedorsser, der einfache
Lebzelter und Konditor in der lleinen
oberbaverischen Landstadt, war in gesunden
Jahren eine ganz hervorragende Arbei:kraft,
ein Uuger, besonnener und unheimlich fleibiger
ann, der sich mit Feuereifer in schwierige
staatsrechtliche und sinanzpolitische Fragen vertiefte
und das meiste richtig erfaßte. Ruedorifer
kannte das Budget ont genug. urn als
autoritctiver Kenner zu gelien. Ruedorffers
letzte größere Arbeit war das Referat zum
2 Kahlres ormgesetz; sein Referat war so radellob,
wie die Reform bekanntlich schlecht war.
Es gibt nicht viele Zentrumsleute mehr von
gleichem guten Schlage in Bayern“. Woas hier
rom Abgeordneten gesagt ist, gilt au#l vom
Gemeindebevollmächtigten. Wir entbieten
Herrn Abg. Ruedorfser zur Vollendung seines
60. Lebensjahres unsere besien Glückrünsche!
Eröffnung der Bahn Rosenheim-Frasdorf.
Mit der Eröffnung der Lokalbahn
Rosenheim- Frasdorf wird es nun doch
ernst. Wie die Betriedeleitung Rosenheim den
beteiligten Gemeinden mitteilt, ist die Probefahrt
für die neue Lokalbahnstrecke auf den
4. Mai anberaumt. Die einentliche Eröffnung
der Strecke findet dann am Samstag den 9.
Mai staft
Sonderzug Endorf. Obing. Am nächsten
Sonntag ist in Obing Markt. Aus diesem
Anlaß verkehrt ein Sonde für den
folgender Fahrplan festgesetzt ist: Endorf ab
11.50 vormittags, Grafing bei Endorf 11.56,
Halfing 12.02, Amerang 12,15, Aindorf 12. 28.
Pittenhort 12.34 und Obing an 12.40 Uhr.
Wir machen die Marktbesucher auf diese günstige
Fahrgelegenheit eigens aufmerksam. —
Diese Meldung ging uns heute aus Obing zu.
Auf Erkundigung an maßbgebender Stelle in
Rosenheim erfahren wir, daß bis Freitag mittag
von diesem Sonderzug noch nichts bekannt
war. Somit ist anzunehmen, daß die Bekanntgabe
noch erfolgen wird.
Oeffentliche Sammlungen durch
die Presse waren bisher nur in bezug auf
Sammlungen zu ausschlieblich wohltätigen
Zwecken ohne polizeiliche Genehmigung erlaubt.
Sammlungen für wissenschaftliche und fünßllerische
Zwecke, für die Errichtung von Denkmälern,
beduriten bieher der Erlaubnis der Dolei.
Das neue Polizeistrakgesetz will bekonders die
Sammlungen, die durch Veröffentlichung, Verbreitung
und Versendung von Aufrusen sowie
durch die Presse überhaupt vorgenommen werden.
vollständig freigeben.
Der „blaue Montag“ war bieher nach
8 155 des Polizeistrafgesetzbuches verboten und
Handwerkegesellen, Gewerbsgehilsen, Lehrlinge
und Fabrikarbeiter, die am Montag „blau machten“,
konnten zu einer Geldstrase bis zu 45
Mark oder einer Haftstrafe bis zu acht Ta-Pen
verurteilt werden. Der Entwurf zu dem
neuen Polizeistrafgesetzbuch hebt diesen Paragraphen
als nicht tt zeitgemäh auf, das
„Blaumachen am Montag“ wird also künftig
übrrhaupt nicht mehr strafbar sein. Vekurtei-=lungen
wegen dieses Reates sind in der letzten
Zeit sehr selten erfolgt.
Samiskag, 28. Marz 1014
" 9l- l- — 2—
Ein Betrüger. Ein Reisender von Mänchen
wurde wegen Beirugs fesigenommen.
Kurchüsche Rachrichlen.
Zur Priesterweihe. Eczbischof Dr. von
Bettinger ist am Donnerstag in Freising einetrossen.
Der hohe Kirchenfürst wird an den
ealgenben drei Tagen und zwar am Freitag die
eihe des Subdialonats an 39 Alumnen des
erzb. Klerikalseminars und an ein Mitglied
des Benediktinerordens, am Somstag an 31
Kandidaten der Theologie die erste Tonsur
und die vier niederen Weihen und am Sonntag,
die Diakonatsweihe erteilen.
Münchener Neuigkeilen.
München. 26. März. Gegenwärtig findet
bei der Regierung von Oberbayern die rüfung
zur Erlangung des Berechtigungescheines für
den Einjährig-Freiwilligen Dienst ftatt. Der
Prüzung haben sich 93 Kanoidaten unterzogen.
Am Dienstag vormittag erfolgte als erste Arbeit
die Bearbeitung des deutschen Aufsatzes.
Als Theman waren gegeben: 1. Das Heer,
eine Schule des Volkes; 2. Die Eroberung der
Lust und die Ausnützung der Waserkräfte,
zwe: Probleme der Gegenwart; 3. Mit welchem
Rechte nennt man das 19. Jahrhundert das
zuclichte Jahrhundert der bayersschen Geschichte?
Von diesen drei Aufgaben konnte eine
zur Bearbeitung ausgewöhlt werder. Am
Dienstag nachmittag wurden die Aufgaben aus
den fremden Sprachen, am Mittwoch die Ausgaben
aus der Arithmetik bearbeitet. Die mündliche
Prüfung wird am Freitag und Samstag
abgehalten.
Städl. Arbellsamlt Rosenheim.
Rosenheim, 26. März.
Amtsstiunden: Männl. Abteilungs—113Uhr
vormittags und 2—6 Uhr nachmittags. Weibl.
Abteilung 8—11 Uhr vormittags und 2—5
Uhr nachmittags.
Offene Stellen: Gesucht wecden:
1 Oberlnecht, 1 Fuhrknecht, 22 Feldknechte, 7
Dienstbuben, 1 junger Schweinefütterer, 1 Herrsckofte
gärtner, 1 Mäusefänger, 1 junger Fahr-
radmechaniker, 1 Mechaniker für Amtomobdile,
2 selbständige Schmiede, 1 Weber, 1 Sattler
auf Kumet-, Möbel= und Wagenarbeit, 1 Küchenmetzger
fur Saison, 11 Schneider, 2 Maler.
50 Stall= und Feldmagde, 10 Hausmägde,
4 Kindsmägde, 3 Mädchen neben der Frau.
4 Mädchen zür alles, 60 Privatlochinnen, 3
Gasthofköchinnen. 1 bessere# Kindermädchen.
Lehrlinge und Lehrmädchen verschiedener Art.
Sprechsaal.
(Ohne Verantwortung der Redaktion.])
Die Hasenstallung.
Die Nachbarn sind keine Gegner der Kan: sachen
wucht, sondern vergonnen dem Verein die Syri-=pathie
von Seiten der K. Regierung von Oberbayern.
Die höchste Stelle wird aber entschie
den den Standpunkt einnehmen, daß durch ausgedehnte.
rationelle Kaninchenzucht niemand belästigt
werden darf. Wir sind nicht brruhigt:
denn der vergangene Sommer hat uns übereugt.
dak bereits der alte Hasenstall mit 30
bis 40 Tieren manch Unangenehmes, beionders
viele Fliegen in die Nachdarschaft entiandte.
Damals wurde geschwieqen um des lieben Frie:
dens willen. Jedermann wird zunimmen, daß
größte Reinlichteit auch nicht alle üblen Folgen
beben und die Raiten verscheuchen kann Der
Laie weiß schon, daß cic Käfige anfanne nur
mit je einem Tier besetzt werden; wie rasch aber
in kürzester Zeit die Bevölkerungsiffer steigt
das weiß der Fachmann am besien. Allzudiet
ist ungesund, im wahren Sinne des Worke:.
In unferem lieben Rosenheim ge jchieht viel, ja
sehr viel, um ihm den Charallter einer noder
nen Stadt zu geben. Es ist deshalb nbeesi|
lich, daß das, was auf der einen Seire aefund
beirlich verbeäert. wird, auf der anderen Seit:
M#eder „verbäuerlicht“ werden kann und delf.
Waos sagt der Fremdenverkehroverein bazu?
Es wird auf die verehrl. Stadtvertretung vertraut,
daß sie solch unhaltbare Zustände beseitigen
hilft.
Schlußwort der Nachbarn.
- —
— — — —
Mit rotbackigen Äpfeln
veryleicht man gern die Dongen der Kinder. Die
Mutter ist #raluckt. wenn :.: Cxrölling frisch und
dlühend aussicht Sitl# es Saran, 2i6 rile hicn getroft.
#
Emulsion
zu Scotte Emm'iten — Leber#n mit
Kalk, und Phosdror· Sal· n —, und
lald wird das Kind fricher werden
zr rote v Bce brtommeii.
L
r“- Iris-nas- im.
*e !s#mê-