Full text : Dokumente aus den russischen Geheimarchiven.

stützungen  an  verschiedene  Personen  gezahlt.  Da  die  erwähnten  50  000  Franken
  verausgabt  sind,  suchte  der  Gesandte  in  Bukarest  um  einen  Ergänzungskredit
  von  100  000  Rubel  nach.  Das  Ministerium  ist  beim  Ministerrat  um  Er-Öffnung
  dieses  Kredits  vorstellig.

Am  26,  Januar  1916  beschloß  der  Ministerrat,  100  000  Rubel  für  die
Zahlung  von  Subsidien  an  verschiedene  lokale  Organe  und  auch  einige  einzelne
Personen  zu  assignieren.  Auf  dem  Original  geruhte  Seine  Kaiserliche  Majestät
eigenhändig  zu  bemerken:

Einverstanden.

Zarskoje  Selo.  den  9.  Februar  1916.

(Prawda.  vom  6.  Januar  1918.)

Gehceimtelegramm  an  die  Botschaft  in  Paris  (Nr.  398).
(Ohne  Datum  und  Jahreszahl.)

Telegramm  vom  5.  September  erhalten.  Gleichzeitig  mit  diesem  erfolgt
die  Anweisung,  der  Botschaft  3  200  Franken  zu  überweisen  für  die  Journalisten
Honigmann  und  Fagure.

Petrjajew.

(Iswestija  vom  24.  November  1917.)

Geheimtelegramm  des  Gesandten  in  Bukarest
vom  12.  März  1916.  Nr.  142,

Ich  beziehe  mich  auf  meine  Berichte  vom  29.  August  1915  Nr.22.  Um
zu  vermeiden,  daß  die  Zeitung  »Universul«  an  (die  Deutschen  verkauft  wird.
schloß  einer  der  Freunde  Take  Joneseus  im  vergangenen  Jahre  mit  der  Besitzerin
  dieser  Zeitung  einen  Pachtvertrag  ab,  der  die  Pachtzahlung  von
200  000  Lei  im  Jahre  voraussah.  Bald  nachher  aber  lehnte  lie  Inhaberin  der
Zeitung  unter  dem  Eintluß  ihres  Mannes  es  ab,  diesen  Vertrag  zu  erfüllen,  was
den  Pächter  zwang,  dem  Gericht  zwei  Klagen  einzureichen:  die  eine  dabingehend,
  Beschlag  auf  die  Zeitung  zu  legen  und  dieselbe  zu  seiner,  des  Pächters,
Verfügung  zu  übergeben,  und  die  andere  über  Verluste.  Die  erste  Klage  ist
vom  Gericht  bereits  zugunsten  des  Pächters  entschieden  worden,  weshalb  sich
die  Zeitung  jetzt  in  seinen  Händen  befindet.  Der  Gerichtsbeschluß  ist  jedoch
auf  dem  Kassationswege  angefochten  worden.  Die  Verhandlung  über  die
2weite  Klage  beginnt  in  der  ersten  Instanz  dieser  Tage.  Take  Jonescu  ist
(urchaus  nieht  überzeugt,  diesen  Prozeß  zu  gewinnen  und  meint,  man  müsse
dem  von  dem  Gatten  der  Besitzerin  vorgeschlagenen  Kompromiß  zustirminen,
nach  welehem  die  Zeitung  dem  Pächter  auf  sieben  Jahre  überlassen  wird  unter
der  Bedingung,  daß  die  Pachtzahlung  auf  250  000  Lei  im  Jahre  erhöht  wird.
Take  Joneseu  ist  bereit,  dem  Pächter  von  sich  aus  die  überschüssigen
50  000  Lei  zu  garantieren  in  der  Hoffnung,  daß  die  Eiunahme  der  Zeitung,  die