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Guicciardins Wort nicht völlig nachgelebt werde.
Wir hatten je und je das Gefühl, daß die Kraft zum
Dnurchschlagen da sei, und daß man dieselbe aus
Rücksichten und Vorsichten nicht pöllig einsetze. Aber
wir bescheiden uns: Vielleicht lag's nur an unfrer
Kurzsichtigkeit. Bielleicht irrten wir auch im Fall
Tirpitz, der uns so schwer auf der Seele lag. Am
Ende war der große Mann ein Draufgänger, der
mit annoch unzulänglichen Mitteln ein Riesenwerk
durchführen wollte, und man präpariert jetzt die
zulänglichen Instrumente, mit denen man das von
ihm geplante Wagnis dann unfehlbar zu vollenden
weiß. Gott geb's! Aber es bleibt mein ceterum
censeo: „Rücksichten und Vorsichten sind in gewöhnlichen
Tagen schöne Dinge; aber in verzweifelten
Lagen ist Kühnheit der beste und einzige Rat.“
Bielleicht ist der neue Generalstabschef und Generalissimus
Hindenburg — er sieht danach aus —
eine Inkarnation dieser Kühnheit und führt Deutschland
und seine Bundesgenossen durch Not und Tod
und Schrecken hindurch zum Siege. Ich glaube ans
Gelingen trotz dem Riesenaufgebot der Entente und
trotz allen Aushungerungsplänen.
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Aber welchergestalt wird der Sieg in
Erscheinung treteno? Da sind die Auesichten zunächst
recht trübe. Zwar wird unvergänglicher Ruhm
die Stirn der Germania und der Austria umstrahlen,
und man wird es von Geschlecht zu Geschlecht erzählen
und mit bebendem Staunen hören, was diese
Völker gegen den Ansturm der halben Welt gelitten
und geleistet. Aber der Rest wird doch schlimmer